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 „Wir konnten schon in der Vergangenheit feststellen, dass Menschen, denen wir eine Chance gegeben haben – ob Flüchtlinge oder sozial benachteiligte Jugendliche – besonders motiviert waren“, berichtet Unternehmensgründer Andreas Lapp hoffnungsvoll.

„Wir konnten schon in der Vergangenheit feststellen, dass Menschen, denen wir eine Chance gegeben haben – ob Flüchtlinge oder sozial benachteiligte Jugendliche – besonders motiviert waren“, berichtet Unternehmensgründer Andreas Lapp hoffnungsvoll.

Bild: Lapp

Zukunftsperspektive Lapp bildet Flüchtlinge aus

22.02.2016

Unter dem Motto Wir zusammen haben sich Unternehmen verbündet, um Flüchtlingen im Rahmen einer Initiative bessere Berufschancen zu ermöglichen. Darunter befindet sich auch der Kabelhersteller Lapp, denn für Andreas Lapp ist die Integrationshilfe eine Herzensangelegenheit. „Helfen aus Dankbarkeit“ nennt der Unternehmensgründer seine Philosophie und besinnt sich damit auf seine Thüringer Familie, die sich nach der Flucht aus der DDR in Stuttgart niedergelassen hatte. Ausbildung und die Möglichkeit, einer Arbeit nachzugehen, sieht Lapp neben dem Erlernen der deutschen Sprache als Schlüssel zur Integration.

Einem jungen Flüchtling aus Eritrea bot Lapp vergangenes Jahr nach einer Einstiegsqualifizierung eine Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenbauer an. Angespornt durch sein Engagement und seine Fortschritte, will das Familienunternehmen nun weiteren Flüchtlingen die Möglichkeit bieten, sich über die Ausbildung schneller mit der Kultur vertraut zu machen.

In den kommenden Wochen startet in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit und den Deutschschulen die Auswahl qualifizierter Flüchtlinge. Hierzu können Deutschlehrer vorschlagen, wer von den jungen Leuten eine Woche lang ein Praktikum im Lapp-Ausbildungszentrum absolvieren könnte. Dort stehen neben Tests zu Praxis und Theorie auch Spiele zum Testen der Teamfähigkeit und PC- und Montagetraining auf dem Programm. Nach Ablauf des Praktikums wird entschieden, welche drei Flüchtlinge an der sechsmonatigen IHK-Einstiegsqualifikation teilnehmen.

Neben dem Auftrag der Integration verfolgt Lapp auch eine unternehmerische Vision. „Auch wir spüren den Fachkräftemangel“, gibt der Gründer zu und betont: „Wenn man nicht ganz kurzfristig denkt, dann sind diese jungen Leute auch unternehmerisch ein absoluter Gewinn - und das hat nichts mit Lohndumping zu tun.“

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Unter dem Motto Wir zusammen haben sich Unternehmen verbündet, um Flüchtlingen im Rahmen einer Initiative bessere Berufschancen zu ermöglichen. Darunter befindet sich auch der Kabelhersteller Lapp, denn für Andreas Lapp ist die Integrationshilfe eine Herzensangelegenheit. „Helfen aus Dankbarkeit“ nennt der Unternehmensgründer seine Philosophie und besinnt sich damit auf seine Thüringer Familie, die sich nach der Flucht aus der DDR in Stuttgart niedergelassen hatte. Ausbildung und die Möglichkeit, einer Arbeit nachzugehen, sieht Lapp neben dem Erlernen der deutschen Sprache als Schlüssel zur Integration.

Einem jungen Flüchtling aus Eritrea bot Lapp vergangenes Jahr nach einer Einstiegsqualifizierung eine Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenbauer an. Angespornt durch sein Engagement und seine Fortschritte, will das Familienunternehmen nun weiteren Flüchtlingen die Möglichkeit bieten, sich über die Ausbildung schneller mit der Kultur vertraut zu machen.

In den kommenden Wochen startet in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit und den Deutschschulen die Auswahl qualifizierter Flüchtlinge. Hierzu können Deutschlehrer vorschlagen, wer von den jungen Leuten eine Woche lang ein Praktikum im Lapp-Ausbildungszentrum absolvieren könnte. Dort stehen neben Tests zu Praxis und Theorie auch Spiele zum Testen der Teamfähigkeit und PC- und Montagetraining auf dem Programm. Nach Ablauf des Praktikums wird entschieden, welche drei Flüchtlinge an der sechsmonatigen IHK-Einstiegsqualifikation teilnehmen.

Neben dem Auftrag der Integration verfolgt Lapp auch eine unternehmerische Vision. „Auch wir spüren den Fachkräftemangel“, gibt der Gründer zu und betont: „Wenn man nicht ganz kurzfristig denkt, dann sind diese jungen Leute auch unternehmerisch ein absoluter Gewinn - und das hat nichts mit Lohndumping zu tun.“

Bildergalerie

  • Ein Auszubildender wird eingelernt.

    Bild: Markus Müller

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