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Block „Fortuna“ im Düsseldorfer Hafen: Das Erdgaskraftwerk am Standort Lausward kann auch Biogas oder Gas aus überschüssigem Windstrom nutzen.

Block „Fortuna“ im Düsseldorfer Hafen: Das Erdgaskraftwerk am Standort Lausward kann auch Biogas oder Gas aus überschüssigem Windstrom nutzen.

Bild: Ansgar M. van Treeck/Stadtwerke Düsseldorf

Konventionelle Energie Weltweit effizientestes Gaskraftwerk gestartet

31.01.2016

Am Kraftwerksstandort Lausward im Düsseldorfer Hafen ist der Block "Fortuna", ein Erdgaskraftwerk mit einem elektrischen Wirkungsgrad von 61 Prozent, ans Netz gegangen.

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Nach rund zweieinhalbjähriger Bauzeit ist das 500-Millionen-Bauwerk Block „Fortuna“ der Stadtwerke Düsseldorf auf dem Kraftwerksstandort Lausward im Düsseldorfer Hafen finanziell und zeitlich planmäßig abgeschlossen worden. Bei Siemens als Generalunternehmer und allen weiteren beteiligten Unternehmen, insbesondere EnBW, bedankte sich Stadtwerke-Vorsitzender Udo Brockmeier für die gelungene Zusammenarbeit. Das norwegische Unternehmen Statoil stellt die Versorgung des Kraftwerks mit Erdgas aus der Nordsee sicher. Dazu haben beide Unternehmen eine 15-jährige Partnerschaft vereinbart.

„Fortuna“ stellt durch seine klimaschonende Strom- und Wärmeproduktion auf Erdgasbasis und seine Flexibilität eine Ergänzung zu den stetig an Bedeutung gewinnenden erneuerbaren Energien dar. In einem Ballungsraum wie Düsseldorf, wo einerseits dem Einsatz erneuerbarer Energien Grenzen gesetzt sind, andererseits ein hoher Strom- und Wärmebedarf besteht, ist der Block den Stadtwerken zufolge mehr als eine leistungsfähige Brückentechnologie. In die Zukunft führt laut Brockmeier die Fähigkeit der Anlage, zunehmend auch erneuerbar produziertes Gas, zum Beispiel Biogas oder Gas aus überschüssigem Windstrom, nutzen zu können. „So wird mit der neuen Anlage die Grundlage dafür geschaffen, Düsseldorf als zweitgrößten Industriestandort Nordrhein-Westfalens in den nächsten Jahrzehnten mit Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien versorgen zu können – und zwar aus der Region heraus“, sagt Brockmeier. Dies führe nicht nur zu einem hohen Maß an Versorgungssicherheit, sondern leiste auch einen wesentlichen Beitrag zur Wertschöpfung in der Metropolregion Rheinland.

Für Düsseldorfs Weg durch die Energiewende sind die technischen Eigenschaften des Kraftwerks von besonderer Bedeutung: Mit einem elektrischen Wirkungsgrad von über 61 Prozent bei der reinen Stromerzeugung ist es den Stadtwerken zufolge das derzeit effizienteste Gaskraftwerk der Welt. Durch die gleichzeitige Erzeugung von Fernwärme nach dem Verfahren der Kraft-Wärme-Kopplung wird die Brennstoffausnutzung auf bis zu 85 Prozent erhöht. Diese Bilanz soll dazu führen, dass die aus dem neuen Block ausgekoppelte Fernwärme den sogenannten Primärenergiefaktor „Null“ hat und bezüglich der CO2-Emmissionen daher gesetzlich den erneuerbaren Energien gleichgestellt ist.

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