Aktuelle Nachrichten aus der Industrie wöchentlich von der Redaktion für Sie kostenfrei zusammengestellt.
Sie haben sich bereits unter der angegebenen E-Mail Adresse registriert.
Bei der Registrierung ist ein Fehler aufgetreten.
Sie müssen die AGBs bestätigen.
Registrierung erfolgreich.

Der Energiesektor ist zahlreichen Bedrohungen ausgesetzt - physisch, finanziell und virtuell.

Bild: Pixabay

Road to Resilience Report Energie muss sich zu wehren wissen

21.09.2016

Der Energiesektor muss sich nicht nur gegen exterme Wetterlagen wappnen, sondern zunehmend auch gegen Cyberangriffe - besonders kritisch, da Energie- Wasser- und Nahrungsmittelversorgung immer mehr voneinander abhängen.

Sponsored Content

Aufkommende physische, finanzielle und virtuelle Risiken stellen eine zunehmende Bedrohung für die Energiesicherheit und -versorgung dar. Die politischen Verpflichtungen zum Klimawandel treiben die Umwandlung von Märkten und Geschäftsmodellen voran, was den Energiesektor in einer ohnehin kritischen Zeit belastet. Dies zeigt ein neuer Bericht des World Energy Council.

Road to resilience

Der Road to Resilience-Report zum Thema „Finanzieren einer stabilen Energie-Infrastruktur“ wurde der Öffentlichkeit am 13. September im Rahmen des globalen Forums der IEFA in Toronto vorgestellt. Der Report legt den Schwerpunkt auf drei kritische Risiken: extreme Wetterereignisse, die gegenseitige Abhängigkeit der Energie-, Wasser- und Nahrungsmittelversorgung sowie Cyber-Risiken.

Der Bericht besagt: 98 Prozent der Stromversorgung ist von der Verfügbarkeit von Wasser abhängig. Damit belegt die Energieindustrie hinter der Landwirtschaft den zweiten Platz der wasserintensivsten Industrie. Eine weitere Erkenntnis: Das Vorkommen von extremen Wetterereignissen hat sich über die letzten 30 Jahre hinweg vervierfacht. Häufige und schwere Wetterereignisse können die Energieinfrastruktur entlang der Wertschöpfungskette beeinträchtigen und führen häufig zu erhöhtem Bedarf. Die Raffinesse und Häufigkeit von Cyber-Angriffen nimmt zu und beschäftigt die global führenden Energievertreter besonders nachts. Experten gehen davon aus, dass sich 2018 die Ausgaben für Cyber-Sicherheit der Öl- und Gas-Industrie auf 1,87 Milliarden US-Dollar pro Jahr belaufen werden. Diese Bedrohungen wirken sich sowohl auf die physischen Strukturen als auch auf die Kapitalerträge aus, die benötigt werden, um Energiesysteme für eine nachhaltigere Zukunft weiterzuentwickeln.

Was tun gegen die Bedrohung?

Die Schlüsselempfehlungen des Berichts lauten unter anderem: Energiesysteme müssen nicht nur stärker, sondern auch intelligenter sein, um den vielfältigen Risiken standhalten zu können und belastbarer zu sein. Vielfalt innerhalb des Energiesektors steigert die Flexibilität und hilft, die Auswirkungen potenzieller Gefahren abzuwenden oder abzumildern. Widerstandsfähigkeit ist unerlässlich, um eine vielschichtige Gruppe von Investoren, inklusive institutioneller Investoren, für den Energiesektor anzuwerben. Politische Entscheidungsträger müssen klare, transparente und vorhersehbare juristische Rahmenbedingungen entwickeln, um Widerstandsfähigkeit zu gewährleisten und Finanzkraft zu steigern.

Verwandte Artikel