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Die Speicherung von Kohlenstoffdioxid in Form von Baumaterialien ist ein Schritt in Richtung Nachhaltigkeit.

Die Speicherung von Kohlenstoffdioxid in Form von Baumaterialien ist ein Schritt in Richtung Nachhaltigkeit.

Bild: Pixabay

Treibhausgas zu Baumaterial Luftschloss mal anders: Häuser bauen mit CO2

14.03.2017

Kohlenstoffdioxid als Basis für nachhaltiges Baumaterial zu speichern und zu verarbeiten wird möglich durch das Verfahren Mineralkarbonisierung. Dazu braucht es allerdings das richtige System.

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Das australische Start-up Mineral Carbonation International (MCi) forscht an einer CO2-Speichertechnik mittels Mineralkarbonisierung. Dazu untersucht das Unternehmen gemeinsam mit Partnern die Verarbeitungskette. Ziel ist es, Kohlenstoffdioxid als Rohmaterial für die Produktion von „grünen“ Bauprodukten wie Zement oder Gipsplatten einzusetzen, um damit den globalen CO2-Ausstoß zu senken.

So wird aus einem Treibhausgas Baumaterial

In der Pilotanlage wird abgeschiedenes CO2 aus der Produktion von Ammoniumnitrat, Bestandteil von Düngemitteln und gewerblichen Sprengstoffen, zur Herstellung von festem Carbonat und nichtkristallinem Silizium genutzt. Neben der Forschung zur Skalierbarkeit von Prozessen der Mineralkarbonisierung für die Industrie geht es auch um die Entwicklung von neuen CO2-Speichertechnologien, die rentabel und in großem Umfang anwendbar sind.

Automatisierung für eine saubere Zukunft

Dafür ist die Pilotanlage mit einem Highend-DCS (Distributed Control System) ausgestattet, das den hohen Ansprüchen an Automatisierungs- und Prozesssicherheit der Anlage gerecht wird: die Simatic PCS 7 von Siemens mit ihrer skalierbaren Architektur und Engineering-Tools.

Die DCS-Hardware setzt sich zusammen aus zwei Simatic PCS 7 Box-PCs mit PCS 7 V8.1 SP1 OS Runtime und elf Sinamics G120-Frequenzumrichtern für die Steuerung der verschiedenen Behälterrührwerke und des Hochleistungs-Mahlwerks

„Das Simatic PCS7-System ermöglicht uns, alle Schritte unserer Umsetzung eng zu überwachen und zu steuern und bietet uns darüber hinaus die Möglichkeit, alle Prozessdaten aufzuzeichnen, die für eine detaillierte Analyse der Energiebedarfe und der gesamten Prozessleistung erforderlich sind,“ erklärt Jan-Dirk Prigge, Program Manager von MCi.

Die bisherigen Ergebnisse lassen darauf schließen, dass die Mineralkarbonisierung durchaus zu einer wirtschaftlich sinnvollen Methode des CO2-Recyclings werden kann, um letztlich den CO2-Ausstoß der Industrie und die globale Erwärmung zu verringern.

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