Aktuelle Nachrichten zur Prozesstechnik 2x wöchentlich kostenfrei in Ihrem Postfach.
Sie haben sich bereits unter der angegebenen E-Mail Adresse registriert.
Bei der Registrierung ist ein Fehler aufgetreten.
Sie müssen die AGBs bestätigen.
Registrierung erfolgreich.
Explosionsgefahr: Undichte Leitungen.

Explosionsgefahr: Undichte Leitungen.

Bild: iStock, DaveAlan

Rohrleitungen überwachen Explosionen vorbeugen

09.03.2017

Undichte Leitungen können gefährlich sein, im schlimmsten Fall kann es explosiv werden. Um dies zu verhindern, müssen sie genau überprüft werden. Hierfür gibt es entsprechende Messtechnik und Richtlinien für das Prüfverfahren.

Sponsored Content

Über eine Millionen Kilometer Länge ergeben alle Arten von Leitungen in ganz Deutschland. Sie sind der Transportweg für Leitungswasser, Abwasser, Erdgas, Biogas, Prozessgase der Chemie oder Fernwärme zwischen Erzeugern und Verbrauchern. Um Gefahren vorzubeugen, müssen Leitungen vor Inbetriebnahme und nach Reparaturen mit entsprechender Messtechnik auf ihre Dichtheit geprüft werden.

Durch Undichtigkeiten einer Leitung können Risiken auftreten, wie Verluste von Trinkwasser oder Fernwärme, Umweltbeeinträchtigungen durch undichte Abwasserleitungen oder gar Explosionsgefahr im Falle von defekten Leitungen für Erdgas oder Prozessgase der Verfahrenstechnik.

Das Fachpersonal hat eine hohe Verantwortung für sachkundiges Arbeiten, und die Hersteller der Messtechnik müssen die zuverlässige Funktion und die korrekte Umsetzung der geforderten Prüfabläufe auf der von ihnen entwickelten und gefertigten Messtechnik garantieren. Digitale Technik eröffnet jetzt neue Möglichkeiten, die Abläufe zur Dichtheitsprüfung an neu verlegten oder instandgesetzten Rohrleitungen noch zuverlässiger, aussagekräftiger, zeiteffizienter und nicht zuletzt benutzerfreundlicher als bisher zu gestalten.

Anschließen – Aufdrücken – Prüfen – Ablassen

Die zentrale Komponente des PMS3000 von Union Instruments ist der robuste, wasserdichte und baustellentaugliche Druckprüfkoffer. Dieser enthält die Messtechnik mit Sensorik, Elektronik und Software, den Protokolldrucker, diverse externe Anschlüsse und vor allem das Bedienterminal mit einem farbgrafikfähigen Touchpanel. Dieses kann zur Darstellung von Menünavigation, Prüfablauf, Diagrammen des Prüfverlaufes sowie ablaufbezogene Hilfetexte genutzt werden. Die Eingabe von Baustellendaten, Rohrdaten und anderer Parameter erfolgt über eine Volltastatur und wird bei Bedarf durch Kontexthilfen unterstützt. Der Drucker gibt mit seiner Druckbreite von 112 mm sowohl numerische Daten als auch die Diagrammdarstellung des Prüfverlaufes aus.

Die integrierte Sensorik ermöglicht die Durchführung der Abläufe gemäß den Richtlinien vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW). Die bereits auf zukünftige Funktionen ausgerichtete Elektronik stützt sich auf einen 32-Bit-Mikrocontroller mit 240 MHz Taktfrequenz und Echtzeit-Betriebssystem sowie eine integrierte Speicherkarte mit 32 GByte. Dadurch kann der Anwender selbst die Systemsoftware updaten, weitere Prüfabläufe hinzufügen und Prüfprotokolle auslesen. Auf dieser Speicherkarte können sämtliche Prüfverfahren der DVGW-Richtlinien fest hinterlegt werden, sodass auch mit der Messtechnik und den Prüfabläufen weniger vertraute Personen dank der intuitiven Bedienführung eine korrekte Dichtheitsprüfung vornehmen können. Weitere Messabläufe wie an Druckbehältern, Abwasserkanälen oder Kabelschutzrohren oder die unternehmensspezifischen Vorgaben lassen sich vom Anwender auch ohne Mitwirken des Herstellers zusätzlich integrieren. Prüfungen von Gasversorgungsleitungen werden durch Prüfabläufe nach den jeweiligen Richtlinien vom Gerät unterstützt. Dabei kann zusätzlich eine Temperaturkompensation aktiviert werden, was zu erhöhter
Genauigkeit der Prüfergebnisse führt.

Jeder Prüfablauf endet mit einer automatischen Bewertung der Messergebnisse und mit dem Ausdruck der Ergebnisse
direkt auf der Baustelle. Zugleich liegen alle Prüfprotokolle auch als PDF-Dateien im Speicher des Systems.

Druckablass von außerhalb des Rohrgrabens

Zur Durchführung der festgelegten Druckverlustmethoden wird das PMS3000 um den optionalen Druckablasskoffer DAK2000 ergänzt. Die laut Arbeitsblatt abzulassenden Wassermengen werden hierbei unabhängig vom Leitungsvolumen erfasst und direkt an das PMS3000 übertragen. Übertragungsfehler oder gar Manipulationen durch manuelle Eingaben werden durch diese Direktübertragung sicher ausgeschlossen.

Druckaufbau nach Wahl

Ein kontrollierter Druckaufbau im Rohrleitungssystem ist ein unverzichtbares Werkzeug der Dichtheitsprüfung. So vielfältig sich die verschiedenen Leitungsarten und Längen darstellen, so vielfältig ist auch der Bedarf an unterschiedlichen Pumpen und Kompressoren zum Druckaufbau. Sehr praxisgerecht ist die Montage der Pumpen auf einem baustellengerechten Wagen mit großen, gummibereiften Rädern. Dieser kann zugleich auch die Prüf- und Druckablasskoffer aufnehmen.

Bildergalerie

  • Das Komplett-Prüfsystem mit Pumpe, Prüfkoffer und Druckablasskoffer

    Bild: Marc Autenrieth, Union Instruments

Firmen zu diesem Artikel
Verwandte Artikel