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Das gemeinsame HGÜ-Projekt soll zu Indiens Initiative für eine lückenlose Stromversorgung des Landes beitragen.

Bild: Pixabay

Kooperation im ersten HGÜ-Projekt Siemens und Sumitomo setzen Indien unter Strom

27.03.2017

Gemeinsam mit Sumitomo baut Siemens in Indien eine 200 Kilometer lange HGÜ-Verbindung. Erstmals kommen hier bei einer Gleichstromverbindung selbstgeführte Stromrichter (VSC) zum Einsatz.

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Siemens liefert zwei Konverterstationen nach Indien, die mit zwei parallelen Stromrichtern in VSC-HGÜ-Technik ausgestattet sind, jeweils mit einer Nennleistung von 1000 Megawatt. Sumitomo Electric übernimmt die Lieferung der XLPE-HGÜ-Kabel für die Gleichstromübertragung. Das Auftragsvolumen von Siemens und Sumitomo beläuft sich insgesamt auf rund 520 Millionen Dollar. Die HGÜ-Verbindung wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2020 in Betrieb genommen.

Was ist besonders an VSC?

VSC, eine Neuheit in der HGÜ-Technik, bietet eine hoch stabile und flexible, von der Wirkleistungsregelung unabhängige Blindleistungsregelung. Hinzu kommen Leistungsmerkmale zur Unterstützung der Wechselspannungsnetze, wie zum Beispiel Schwarzstartfähigkeit. Die Lösung ist zudem mit der XLPE-Kabeltechnik kombinierbar.

„Wir sind stolz das erste HGÜ-Projekt mit VSC-Technologie in Indien zu liefern“, sagt Ralf Christian, CEO bei Siemens Energy Management. „Neueste Innovationen werden dazu beitragen, ambitionierte Programme zum Netzausbau wie die 24 x 7 Power for all Initiative des indischen Energieministeriums voranzutreiben und den wachsenden Strombedarf zu decken.“

Kooperation stärkt indisches Stromnetz

Die HGÜ-Strecke Pugalur-Trichur mit einer Übertragungsspannung von ±320 Kilovolt (kV) verbindet Pugalur im südindischen Bundesland Tamil Nadu mit Trichur im Bundesland Kerala in Südwestindien. Die Konverterstation in Trichur wird über XLPE-HGÜ-Erdkabel mit einer Übergabestation verbunden, die ebenfalls von Siemens gebaut wird.

Aufgrund der besonderen Eigenschaften des XLPE-Gleichstromkabels von Sumitomo Electric mit einer regulären Betriebstemperatur von 90 °C wird eine maximale Auslastung der HGÜ-Anlage ermöglicht. Damit sind die Voraussetzungen für das Hybridsystem mit Freileitung für sehr hohe Übertragungskapazitäten gegeben. Sumitomo Electric liefert 128 km HGÜ-XLPE-Kabel, entsprechend vier Kabeln für eine Strecke von jeweils 32 Kilometern.

Von der Konverterstation in Pugalur wird der Strom per Freileitung an die Übergabestation zum Kabel übertragen. Der Lieferumfang von Siemens für das schlüsselfertige Projekt umfasst Konstruktion, Projektierung, Lieferung, Installation sowie Inbetriebnahme und Lieferung wichtiger Ausrüstung für die kompletten HGÜ-Stationen einschließlich Stromrichterventile, Transformatoren, Kühlanlagen und Schutz- und Leittechnik.

Bildergalerie

  • Mirko Düsel, CEO der Business Unit Transmission Solutions bei Siemens Energy Management, und Masaki Shirayama, Managing Executive Officer bei Sumitomo Electric, bei der Vertragsunterzeichnung in Erlangen.

    Bild: Siemens

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