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Selbstentwickelte Messstationen werden flächendeckend verteilt, um im Minutentakt aktuelle Messwerte an TransnetBW-Hochrechnungssysteme zu senden.

Bild: Fraunhofer ISE

Per Bodenstation und Satellit PV-Erzeugung flächendeckend messen

24.07.2017

Ein umfassendes PV-Messnetz, das TransnetBW zusammen mit dem Fraunhofer ISE aufbaut, soll dabei helfen, das „Kraftwerk Sonne“ besser zu nutzen.

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Mit einer installierten Photovoltaik-Leistung von rund 5200 Megawatt ist die Sonne schon heute das größte „Kraftwerk“ in Baden-Württemberg. Die Erzeugung ist jedoch abhängig von Tageszeit und Wetter. Der Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW treibt daher gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE (Fraunhofer ISE) den Aufbau eines eigenen Photovoltaik-Messnetzes in Baden-Württemberg voran.

PV-Messungen im Minutentakt

Ab Mitte 2017 werden eigens entwickelte Messstationen flächendeckend in Baden-Württemberg verteilt und dauerhaft in Betrieb genommen. Diese werden im Minutentakt und in Echtzeit Messungen der Globalstrahlung, der Erzeugungsleistung und der Lufttemperatur an die Hochrechnungssysteme der TransnetBW übermitteln. Der Abstand zwischen benachbarten Messeinrichtungen wird ca. 15 bis 35 Kilometer betragen.

„Die Kombination der Messwerte mit prozessierten Rasterdaten des Wettersatelliten Meteosat soll ein zeitnahes und räumlich hochaufgelöstes Abbild des momentanen Erzeugungs-Potentials und der daraus resultierenden Einspeisung von Strom aus Sonnenenergie ermöglichen “, so Dr. Elke Lorenz, Gruppenleiterin Energiemeteorologie am Fraunhofer ISE.

Wissen für mehr Versorgungssicherheit

Ziel der Projektbeteiligten ist es, mit gebündeltem Know-how das bislang leistungsfähigste und dichteste Messnetz für Photovoltaik-Erzeugung zu schaffen. „Für eine auch in Zukunft sichere und stabile Stromversorgung sind hochpräzise, schnelle Hochrechnungen und Prognosen sowie die daraus resultierende Stromeinspeisung in das Netz sehr wichtig“, so Dr. Philipp Guthke, verantwortlich bei der TransnetBW für die Themengebiete Prognosen und Hochrechnungen. „Hierdurch ermöglichen wir eine exaktere Vermarktung von Strom aus erneuerbaren Erzeugungseinheiten. Gleichzeitig können mögliche netzkritische Situationen rasch erkannt und Gegenmaßnahmen ergriffen werden“, so Guthke weiter.

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