Aktuelle Nachrichten zur Energietechnik. Vernetzt. 2x wöchentlich kostenfrei in Ihrem Postfach.
Sie haben sich bereits unter der angegebenen E-Mail Adresse registriert.
Bei der Registrierung ist ein Fehler aufgetreten.
Sie müssen die AGBs bestätigen.
Registrierung erfolgreich.

Den wichtigsten Fragen rund um Efficiency First geht Agora Energiewende in einer Kurzanalyse auf dn Grund.

Bild: Pixabay

Hürden beseitigen Was der Energieeffizienz im Weg steht - und was man dagegen tun kann

15.05.2017

Efficiency First - was heißt das in der Praxis? Die zentralen Elemente eines künftigen Energieeffizienzgesetzes umreißt Agora Energiewende in einer Kurzanalyse.

Sponsored Content

Gleichberechtigt neben dem Ausbau Erneuerbarer Energien gehört zu den wesentlichen Zielen der Energiewende auch der effizientere Umgang mit Energie: Bis 2050 soll der Primärenergiebedarf in Deutschland halbiert und die Sanierungsrate verdoppelt werden.

Sparen auf mehreren Ebenen

Die Energieeffizienz reduziert nicht nur den Bau von Erzeugungsleistung, sondern auch den Ausbau von Infrastruktur, wie etwa Stromleitungen. Infolgedessen führt die Vermeidung einer Kilowattstunde Strom zu einer volkswirtschaftlichen Ersparnis von 11 bis 15 Cent. Im Stromsystem allein könnten somit jährlich mehr als 21 Milliarden Euro gespart werden.

Darum schwächelt die Umsetzung

Dennoch werden Effizienzmaßnahmen sowohl im Strom- als auch im Wärmebereich bisher nur schleppend umgesetzt. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass es bislang an einem Gesamtkonzept mangelt, welches das bisherige System von Abgaben, Umlagen und Steuern auf unterschiedliche Energiearten umfassend in den Blick nimmt. Eine Vielzahl widersprüchlicher Regelungen steht hier einer effizienten und flexiblen Sektorkopplung im Weg. Zu diesem Schluss kommt eine Kurzanalyse von Agora Energiewende.

Efficiency First - Sparen vor Erzeugen

Aufgrund zahlreicher Einzelregelungen in unterschiedlichen Gesetzen sei diese Situation in einem ersten Schritt am besten mit einem Energieeffizienzgesetz zu ändern.

Dieses Energieeffizienzgesetz würde dem Prinzip Efficiency First folgen; dahinter steckt die Erkenntnis, dass ein Mehr an Effizienz meistens günstiger zu haben ist als ein Mehr an Energieerzeugung. Deshalb sollte bei allen energiepolitischen Entscheidungen zuallererst geprüft werden, ob der kurz- und langfristige Ausgleich von Energienachfrage und Energieangebot nicht günstiger durch eine höhere nachfrageseitige Effizienz hergestellt werden kann als durch den Zubau von Erzeugungskapazitäten, heißt es in der Analyse.

Neben verbindlichen Effizienzzielen sollte das Effizienzgesetz entsprechende Organisations-, Entscheidungs- und Berichtsstrukturen in legislativen und exekutiven Prozessen verankern. Zudem müsse es künftig die dauerhaft stabile Finanzierung von Effizienzmaßnahmen sicherstellen.

Vollständige Analyse zu Efficiency First

Die Kurzanalyse Efficiency First: Wie sieht ein effizientes Energiesystem in Zeiten der Sektorkopplung aus? steht zum kostenlosen Download bereit. Sie bündelt verschiedene Einzelstudien zu Energieeffizienz und flexiblen Verbrauchern und umreißt summarisch alle wichtigen Handlungsfelder, die berücksichtigt werden müssen, um die Verbrauchseinsparung und -verlagerung auf eine Stufe mit der Energieerzeugung zu stellen.

Firmen zu diesem Artikel
Verwandte Artikel