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In Frankfurt wird das Radisson Blu ab Spätsommer 2017 seinen Strom selbst erzeugen.

In Frankfurt wird das Radisson Blu ab Spätsommer 2017 seinen Strom selbst erzeugen.

Nachhaltige Brennstoffzellentechnik Grüne Energie für das Hotel Radisson Blu

15.03.2017

Die Hotelindustrie gehört zu den größten Energiefressern. Mit einer neuen Brennstoffzellentechnik will ein Frankfurter Hotel nun nahezu energieautark werden.

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Dank einer dezentralen Lösung wird das Frankfurter Radisson Blu Hotel in Zukunft saubere Energie selbst erzeugen. Dafür errichtet Eon in Frankfurt eine Brennstoffzelle, die gegenüber konventionellen Energieerzeugungsanlagen einen Vorteil hat: Während des verbrennungslosen Prozesses, bei dem Strom und Wärme entstehen, fallen nahezu keine Schadstoffe an. So kann das Radisson Blu Hotel den Großteil der benötigten Energie schadstofffrei erzeugen.

Baustelle Hotelindustrie

Eon sieht in der Hotelindustrie hohes Potential für Energieeinsparungen und Reduzierung von CO2-Emissionen. Energieintensive Prozesse wie Warmwasseraufbereitung, Beleuchtung und Kühlung führen dazu, dass Hotelbetriebe ganzjährig einen hohen Strom- und Wärmebedarf haben. Im Vergleich zu Bürogebäuden haben Hotels daher auch relativ hohe Energiekosten – im Schnitt zwischen 5 und 10 Prozent des Betriebsumsatzes. Auch entfallen Schätzungen zufolge circa fünf Millionen Tonnen CO2-Emissionen jährlich auf diesen Teil des Marktes.

Effizenz groß geschrieben

Mit über 400 Zimmern und Suiten hat das Radisson Blu einen hohen Energiebedarf, der bislang vollständig aus dem Netz gedeckt wurde. Ab Spätsommer 2017 wird die Brennstoffzelle über mindestens 10 Jahre rund 3 GWh Strom und 2 GWh Wärme für das Hotel liefern. Dadurch sollen die CO2-Emissionen um rund 600 Tonnen sinken. Dieser Wert entspricht dem CO2-Ausstoß von circa 50.000 Mittelklassewagen auf 100 Kilometern.

Förderung und Projektpartner

Gefördert wird das Projekt über das „Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur mit insgesamt 800.541 Euro. Ziel dieses Programms, das von der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie koordiniert wird, ist die Entwicklung und Marktvorbereitung von international konkurrenzfähigen Produkten der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie.

Das Unternehmen FuelCell Energy Solutions wird die Brennstoffzelle für das Projekt liefern und gemeinsam mit Eon per Fernsteuerung überwachen, um die bestmögliche Effizienz der Anlage zu gewährleisten.

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