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Mit dem derzeit in Cadarache (Frankreich) im Bau befindlichen International Thermonuclear Experimental Reactor soll nachgewiesen werden, dass die Kernfusion eine realistische Energiequelle der Zukunft darstellt.

Bild: MAN

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Herzstück für das Projekt ITER Größtes Fusionskraftwerk der Welt nimmt Formen an

14.07.2017

Die Fusionsanlage, die im Projekt ITER entsteht, soll beweisen, dass Kernfusion eine realistische Energiequelle der Zukunft ist. Für das experimentelle Kraftwerk in Frankreich liefert MAN die Schlüsselkomponenten.

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MAN Diesel & Turbo hat einen Vertrag mit der italisenischen Firma Walter Tosto über die Lieferung zentraler Komponenten für das Projekt ITER (International Thermonuclear Experimental Reactor) abgeschlossen.

Zugang zum Herz des Fusionskraftwerks

Die 13 sogenannten Port Stubs, die für Walter Tosto hergestellt werden, sollen im Vakuumgefäß des ITER installiert werden. Dieses Gefäß, in dem die Fusionsreaktionen stattfinden werden, dient als erste Sicherheitsbarriere. Die Port Stubs sind das verbindende Element zwischen dem Vakuumgefäß und den Ports (Zugangsstutzen). Letztere ermöglichen den Zugang für Fernbedienungsvorgänge und andere Systeme, wie Diagnose-, Heiz- und Vakuumsysteme.

ITER holt die Sonne auf die Erde

Das Projekt ITER wird von sieben Teilnehmern finanziert und durchgeführt: Japan, der Europäischen Union, den USA, Russland, China, Südkorea und Indien.

In Südfrankreich arbeiten 35 Nationen am Bau des weltweit größten Tokamaks – eines magnetischen Fusionsreaktors, mit dem die Realisierbarkeit der Fusion als gewaltige CO2-freie Energiequelle bewiesen werden soll. Seine Energie erzeugt der Reaktor nach dem gleichen Prinzip wie die Sonne und die Sterne.
die auf demselben Prinzip basiert, mit dem unsere Sonne und Sterne Energie.

Im Auftrag der Kernfusion

Den ersten ITER-Auftrag erhielt MAN 2012. Er umfasst die Lieferung von 18 Upper Ports an das russische JSC NIIEFA, D.V. Efremov Institute of Electrophysical Apparatus als Unterauftragnehmer. Für die Lieferung dieser Upper Ports ab Mitte 2017 werden derzeit bei MAN in Deggendorf mehr als 1000 Tonnen Edelstahl verarbeitet.

Den zweiten ITER-Auftrag erhielt MAN von dem indischen Konzern Larsen & Toubro, der den Kryostat im indischen Hazira herstellt. Der Auftrag umfasst den Zusammenbau des Kryostaten. Die größte jemals gebaute Edelstahl-Hochvakuumkammer mit einem Volumen von 16.000 Kubikmetern liefert das Hochvakuum, die ultrakalte Umgebung für das Vakuumgefäß und die supraleitenden Magnete. Mit diesem Auftrag war MAN eines der ersten Unternehmen auf der Baustelle in Frankreich, wo die Arbeiten Mitte 2016 begannen.

MAN war bei Wendelstein 7- X dabei

Das Unternehmen war bereits am Bau der Anlage Wendelstein 7-x beteiligt und unterstützte das Projekt 15 Jahre lang durch die Herstellung des Innen- und Außengefäßes sowie des Maschinenfundaments. Wendelstein 7-x nahm 2016 den Testbetrieb auf und produzierte das erste Plasma – Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts untersuchen jetzt die Basis für die Energieerzeugung der Zukunft.

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