Aktuelle Nachrichten zur Energietechnik. Vernetzt. 2x wöchentlich kostenfrei in Ihrem Postfach.
Sie haben sich bereits unter der angegebenen E-Mail Adresse registriert.
Bei der Registrierung ist ein Fehler aufgetreten.
Sie müssen die AGBs bestätigen.
Registrierung erfolgreich.
Der Einsatz von Heimspeichern erhöht den Anteil an erneuerbaren Energien im Haushalt und reduziert gleichzeitig die Kosten für lokalen Netzausbau um bis zu 60 Prozent.

Der Einsatz von Heimspeichern erhöht den Anteil an erneuerbaren Energien im Haushalt und reduziert gleichzeitig die Kosten für lokalen Netzausbau um bis zu 60 Prozent.

Bild: Pixabay

Wie viel Netzausbau braucht die Energiewende? Speicher statt Stromtrassen

06.03.2017

Gezielt eingesetzte Stromspeicher könnten den Netzausbau zum Teil überflüssig machen. Zu diesem Ergebnis kam eine Energiewende-Studie der Dena.

Sponsored Content

Die Deutsche Energie Agentur Dena zeigt in einer neuen Studie das Potenzial von Heimspeichern für die Energiewende. Richtig eingesetzt, können sie den Erneuerbaren-Anteil der im Haushalt verbrauchten Energie erhöhen und gleichzeitig die Kosten für den lokal benötigten Netzausbau um bis zu 60 Prozent senken.

Dezentral mit Köpfchen

Durch den wachsenden Anteil von erneuerbaren Energien schwankt das Stromangebot stärker und erfordert mehr Flexibilität auf der Nachfrageseite. Die Studie der Dena zeigt nun: Dezentrale Stromspeicher spielen eine Schlüsselrolle, damit die Kosten für Endverbraucher und Netzbetreiber nicht aus dem Ruder laufen. Diese Flexibilität muss jedoch gezielt angereizt und verfügbar gemacht werden.

„Batteriespeicher sind die Allzweckwaffe der Energiewende – sie müssen nur intelligent sein“, sagt Philipp Schröder, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing bei Sonnen. „Immer neue Stromleitungen sind nicht die Lösung. Die Kombination von Solaranlage auf dem Dach und einem smarten Speicher im Keller kann den teuren Netzausbau deutlich reduzieren.“

Batterien müssen sprechen lernen

Speicher und Netzbetreiber müssen miteinander kommunizieren. Netzbetreiber können so rechtzeitig signalisieren, wie der Speicher sich verhalten soll, um kritische Netzsituation zu entschärfen.

„Eine stumme Batterie braucht kein Mensch“, sagt Schröder. „Je weiter die Energiewende voranschreitet, desto mehr müssen alle Akteure miteinander kommunizieren. Der Gesetzgeber muss dafür sorgen, dass Speicher rechtlich endlich alles dürfen, was sie technisch längst können.“

Ein intelligenter, netzdienlicher Stromspeicher kann zum Beispiel gezielt Erzeugungsspitzen wie etwa am Mittag aufnehmen oder kurzfristig Regelleistung bereitstellen. Der Anreiz für den Kunden: Für den aus dem Netz bezogenen Strom muss er im Gegenzug nichts mehr zahlen.

Firmen zu diesem Artikel
Verwandte Artikel