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Durch zwei Sensormodule fließt das Öl in die Messzelle, wo es mit Infrarotlicht durchleuchtet wird. Verschiedene Sensorelemente fangen das Licht auf und werten die acht spektralen Bereiche aus. Wie sichtbar Öl altert, demonstrieren die Ölproben in den Fläschchen: Das rechte enthält neues Öl.

Durch zwei Sensormodule fließt das Öl in die Messzelle, wo es mit Infrarotlicht durchleuchtet wird. Verschiedene Sensorelemente fangen das Licht auf und werten die acht spektralen Bereiche aus. Wie sichtbar Öl altert, demonstrieren die Ölproben in den Fläschchen: Das rechte enthält neues Öl.

Bild: Uni Saarland

Sensor überwacht Ölqualität Damit das BHKW wie geschmiert läuft

03.04.2017

Schluss mit Ölwechsel auf Verdacht. Ein neues Sensorsystem misst laufend die Ölqualität in Blockheizkraftwerken und warnt rechtzeitig, wenn das Öl schlecht wird.

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Wann wird es Zeit für den nächsten Ölwechsel? Bisher ließ sich das nur durch regelmäßige Laboruntersuchungen feststellen. Bei erdgasbetriebenen Blockheizkraftwerken wird das Öl etwa alle 1500 Betriebsstunden gewechselt, - ob es nötig ist oder nicht. Das ist schädlich für die Umwelt und erhöht zugleich die Betriebskosten der Anlagen.

Ölqualität im BKHW smart überwachen

Genau dies soll sich durch ein neues Verfahren ändern, das Ingenieure an der Universität Saarland entwickelt haben. Sie bauen eine kleine Messzelle im Motor ein, die das Öl während des laufenden Betriebs durchläuft. Das Verfahren überwacht die Qualität des Öls fortwährend und prognostiziert, wann der Ölwechsel wahrscheinlich fällig ist. So kann die Wartung längerfristig geplant werden. Teure Motorschäden durch eine plötzliche Verschlechterung werden aber dennoch sicher vermieden.

Die Messzelle misst ständig den chemischen Zustand des Öls: Sie durchleuchtet das Öl mit einer Infrarot-Quelle und fängt die Strahlen auf, die es durchdringen. Wenn sich das Öl chemisch verändert, ändert sich auch das empfangene Lichtspektrum. Daraus lassen sich Rückschlüsse auf seinen chemischen Zustand ziehen, der Oxidationsgrad messen und auch erkennen, ob Wasser in das System eingedrungen ist.

Die Daten aus der Messzelle können die Ingenieure in das Steuerungs- oder Fernüberwachungssystem einer Anlage einbinden, so dass sie diese unabhängig vom Standort der Anlage auswerten können.

Das Saarbrücker Sensorsystem kann serienmäßig in Blockheizkraftwerken eingebaut werden. Auch in sonstigen Industrie- und Windkraftanlagen oder Maschinen - und sogar mobil - kann es zum Einsatz kommen. Es eignet sich außerdem zur Überwachung anderer Flüssigkeiten.

Die Universität Saarland auf der Hannover Messe vom 24. bis 28. April 2017 in Hannover: Halle 2, Stand B46

Bildergalerie

  • Prof. Andreas Schütze (links) und Eliseo Pignanelli zeigen auf der Hannover Messe ein Messsystem, das die Ölqualität ständig im Blick hat und voraussagt, wann ein Ölwechsel nötig ist.

    Bild: Uni Saarland

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