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Bild: iStock, Maxoidos

Alphanumerische Displays Alte Technik neu aufgelegt

19.04.2017

Alphanumerische und grafische Displays gibt es schon lange. Trotzdem sind sie weiterhin stark gefragt. Geringe Kosten, eine große Langzeitverfügkarkeit und die Möglichkeit, sie nach Kundenwunsch maßzuschneidern, sichern ihre Daseinsberechtigung.

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In einer Zeit, in der immer höhere Auflösungen – 4k, 8k, UHD – für Industriedisplays gefragt sind und Touch Screens den industriellen und professionellen Markt übernehmen, muten alphanumerische und grafische Displays fast anachronistisch an. Dennoch sind sie gefragt wie nie. Zwar ist die Zahl der Hersteller hierzulande rückläufig und der Massenmarkt Fernost dominiert. Dafür ist aber das Produktangebot der verbliebenen deutschen Anbieter, wie etwa Data Modul, exklusiv. Unter der Eigenmarke Batron entwickelt der Displayhersteller alphanumerische und grafische Displays, sowohl passiv als auch als TFT (Thin-Film-Transistor), und hat eine weiterhin ungebremste Nachfrage nach allen Diagonalen bis 7 Inch.

Das hat gute Gründe, denn bei grafischen Displays liefert das Unternehmen fast ausschließlich eigene Produkte und zwar in Sonderformaten, Formfaktoren und Größen, die nur bei Data Modul erhältlich sind. Während Distributionsware ausgewählter Hersteller – in der Regel aus dem asiatischen Raum – auf standardisierte Massenproduktion ausgelegt ist, können die Batron-Module auch in kleineren Stückzahlen geordert werden.

Einzigartige Displays

TFT-LC-Displays zum Beispiel, gibt es in drei verschiedenen Größen. Die Displays 3,0 Zoll (VA – 320 x 120) und 11 Zoll (TN – 1280 x 120) entsprechen beide einer Höheneinheit (kurz 1U oder 1HE). Eingebaut werden können sie in Server Racks, Audioconferencing, Ton- und Veranstaltungstechnik, Telekommunikation, Rundfunktechnik und Messgeräte. Das 3,0-Zoll-Modul ist dabei ein echtes monochromes TFT-Display. Das heißt, es gibt keine Subpixel (normal sind drei Subpixel pro TFT) sondern ausschließlich weiße Pixel. Dadurch wird ein maximaler Kontrast bei minimalem Stromverbrauch erzeugt.

Ein Mikrocontroller Interface (MCU Interface) ermöglicht dem Industriekunden, das TFT ohne großen Entwicklungsaufwand in eine bestehende Applikation mit passiven Displays zu integrieren. Das Modul hat einen Arbeitstemperaturbereich von -30 bis 80 °C, einen erweiterten Blickwinkel, 16,7 Millionen Farben und einer Meantime to Half Brightness (MTTH) von 100.000 Stunden.

Das dritte Modul ist das Color Display mit einer Diagonale von 6,3“. Mit einer Auflösung von 800 x 280 Pixel eignet es sich für Weiße-Ware-Applikationen wie Backofen, Spül- und Waschmaschine, Audio- und Veranstaltungstechnik sowie Konferenzsysteme. Das VA Panel hat die gleichen Attribute und Features wie die beiden anderen Größen, liegt jedoch mit der MTTH bei 70.000 Stunden.

Bei den passiven, grafischen Displays ist ein Großteil der Module ausschließlich bei Data Modul erhältlich. Die Kontrolle der End-of-Life-Prozesse wird dabei ebenso garantiert wie eine dem Produkt entsprechende Langzeitverfügbarkeit. Auf Kundenwunsch können spezielle Montagerahmen mitgeliefert werden. Ein Service, den nur Data Modul anbietet. Im Gegensatz zu den gängigen Verpackungseinheiten anderer Lieferanten sind diese Module auch in kleinen dreistelligen Stückzahlen erhältlich. Das Line-up umfasst Module von 1 x 8 bis 4 x 40 Lines & Charakters mit verschiedenen Zeichensätzen, die pro Modul fest definiert und spezifiziert sind. Verschiedene STN-Module sind mit unterschiedlicher Backlightfarbe erhältlich. In der Kombination mit Polarisatoren, optischen Filmen und geeigneten LED-Hintergrundbeleuchtungen entsteht so eine variantenreiche Auswahl an Modulen. Das ermöglicht es den Kunden, die Applikation an ihre Designanforderungen anzupassen.

Data Modul zeigte auf der Embedded World 2017 zum ersten Mal ein neues grafisches, passives LC-Display mit 384 x 58 Pixel, das in etwa einem 6,5-Zoll-Stretched-Display entspricht. Das wird nicht nur Design-orientierte Produzenten von Audio- und Veranstaltungstechnik freuen. Denn auch in Applikationen wie Haushaltsgeräten und Konferenzsystemen wird diese Form immer wichtiger. Für Anwendungen mit geringem oder reduziertem Einbauplatz kann dieses Display neue Möglichkeiten eröffnen.

Wurde früher, beim sogenannten Chip-on-Board-Modul (COB), der Controller rückseitig auf der Leiterplatte aufgebracht, sind heute Chip-on-Glass-Module (COG) zeitgemäßer. Der Controller sitzt daher direkt auf dem LCD (Flüssigkristallanzeige) und bietet neben der Platzersparnis, eine größere Flexibilität bei Formfaktoren und eine geringere Einbautiefe.

Für spezielle Anforderungen realisiert Data Modul semi- und vollkundenspezifische Anpassungen beziehungsweise Designs. Können Kunden mit dem Standard-Produktportfolio der Batron-Module ihre gewünschten Anforderungen nicht abdecken, lässt sich ihr Modul auch maßgeschneidert designen. Jegliche Komponente wie Form, Größe, Hinterleuchtung und so weiter des Displaymoduls kann Batron dem Kundenwunsch entsprechend anpassen. Auch spezielle Änderungen sind umsetzbar wie zum Beispiel das Aufbringen eines Aufdrucks auf der Displayoberfläche oder der Einsatz eines Heizelements für extremere Temperaturbereiche.

Design als Daseinsberechtigung

Alphanumerische und grafische Displays werden weiter auf dem Markt bestehen bleiben. Strom- und Platzersparnis und eine technologische Entwicklung, die im Vergleich zu den Modulen vor zehn Jahren auch Designaspekte berücksichtigen kann, unterstreichen die Daseinsberechtigung dieser Module. Dafür müssen die Displays die wichtigen Faktoren für diesen spezifischen Industriekundenbedarf abdecken. Das heißt, wenn sie die Anforderungen zu Kosteneffizienz, Designorientierung, Individualität und Planbarkeit über Langzeitverfügbarkeit erfüllen, werden die Zahlen noch lange leuchten.

Bildergalerie

  • 3-Zoll- und 6,3-Zoll-TFT-Industriedisplays sind für High-end-Anwendungen wie beispielsweise in Tontechnik-Applikationen geeignet.

    Bild: Data Modul

  • Stretched Displays werden in Haushaltsgeräten und Konferenzsystemen immer wichtiger.

    Bild: Batron

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