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Der RevPi Core 3 ist mit dem neuen Raspberry Pi Compute Modul 3 ausgestattet. Das bedeutet Quad-Core Power mit 1.2 GHz und 1 GB RAM sowie einen 4 Gbyte eMMC Flash Speicher.

Der RevPi Core 3 ist mit dem neuen Raspberry Pi Compute Modul 3 ausgestattet. Das bedeutet Quad-Core Power mit 1.2 GHz und 1 GB RAM sowie einen 4 Gbyte eMMC Flash Speicher.

Bild: Kunbus
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Rasperry Pi für die Industrie Revolution Pi: Ab sofort mit Compute Module 3 in Serienproduktion

18.05.2017

Knapp fünf Monate nach Erscheinen des Compute Module 3 für den Raspberry Pi veröffentlicht Kunbus mit dem RevPi Core 3 das Pendant für die Industrie.

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Das neue Compute Module 3 des Revolution Pi hat gegenüber dem Compute Module 1 einen deutlich leistungsfähigeren Prozessor.

So performant ist der RevPi Core 3

Der bereits im Raspberry 3 verbaute BCM2837 Prozessor mit 1 GB RAM bringt mit seinen 4 Rechenkernen und einer Taktfrequenz von 1,2 GHz nun auch Turbo-Power in den RevPi Core 3. Die Raspberry Organisation spricht hier von einer zehnfachen Geschwindigkeit - Kunbus stellt laut eigenen Angaben eine bis zu vierzigfache Leistung fest.

Auch softwareseitig wurde der RevPi Core 3 aufgerüstet: Statt Raspbian Wheezy wird der RevPi Core 3 mit angepasstem Raspbian Jessie geliefert.

Viel Leistung bedeutet viel Hitze

Prinzipiell kann das CM3 einfach gegen das alte CM1 ausgetauscht werden, denn es steckt in einem SODIMM Sockel und die Pin-Belegung ist identisch geblieben. Doch in der Praxis wird ausgerechnet die Leistungsfähigkeit des CM3 zum Problem: Leistung kostet Energie und Energie wird beim Rechnen in Wärme umgesetzt. Entsprechend intensiv musste sich Kunbus mit dem Thema Entwärmung auseinander setzen.

Obwohl sich die Stromaufnahme aus dem verwendeten 24 V Spannungswandler nicht wesentlich erhöht, bringt jedes zusätzliche Watt Leistungsaufnahme erhebliche Probleme. In dem schmalen Gehäuse ohne Lüfter entsteht bei korrekter Montage auf einer waagerechten Hutschiene zwar eine thermisch getriebene Luftzirkulation, aber dieser Kamineffekt kann der kleinen Oberfläche des Broadcom Prozessors kaum Wärmemengen entziehen.

Stresstest für RevPi

Broadcom beugt Prozessorschäden durch Hitzestau dadurch vor, dass die Taktfrequenz von anfänglich 1,2 GHz kontinuierlich herunter geregelt wird, wenn der Temperatursensor auf dem Chip zu hohe Werte erkennt. Dabei können die Taktraten weit unter 500 MHz fallen. Von der Leistungsfähigkeit des CM3 bleibt dann kaum noch etwas übrig.

Da Kunbus einen aktiven Lüfter für den RevPi ausgeschlossen hatte, wurden auf der Suche nach dem passenden Kühlkörper etliche Tests durchgeführt (unter anderem auch neue Erschütterungstests, da durch die Masse des Kühlkörpers deutlich höhere Kräfte bei Vibrationen einwirken). Bei diesen Tests hat das Team den Prozessor an die Grenzen seiner Leistung gebracht, indem alle 4 Kerne durchgehend mit reinen Rechenaufgaben belastet wurden - ohne Pausen für Speicherzugriffe zuzulassen.

Der Hersteller geht davon aus, dass derlei Belastungen bei einer normalen Verwendung des CM 3 kaum zu erearten sind. In der Realität wird man wahrscheinlich auch bei hohen Temperaturen keine wesentlichen Leistungseinbrüche bemerken.

Wie sieht es mit dem Aufrüsten aus?

Derzeit bietet Kunbus keine Möglichkeit der Aufrüstung an. Interessierte können den CM3 bei den Distributoren Farnell oder RS Components erwerben und die Software Jessie Image, die demnächst vom Hersteller online veröffentlicht wird, darauf spielen

Anders als der Raspberry Pi, hat der RevPi Core kein Bluetooth oder WLAN an Bord, weil beide kein Bestandteil des Broadcom SoC sind. Diese Funktionen müssen nach wie vor über USB-Geräte realisiert werden, beispielsweise mithilfe eines WLAN-Sticks. Als Schnittstellen verfügt der RevPi Core 3 über zwei USB-Buchsen, eine HDMI-Buchse, eine Micro-USB-Buchse sowie einen Ethernetanschluss.

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