Aktuelle Nachrichten aus der Fertigungsautomation 2x wöchentlich kostenfrei in Ihrem Postfach.
Sie haben sich bereits unter der angegebenen E-Mail Adresse registriert.
Bei der Registrierung ist ein Fehler aufgetreten.
Sie müssen die AGBs bestätigen.
Registrierung erfolgreich.

Bild: Siemens

Smart Factory Moderne Gebäudetechnik

16.07.2014

Das Omega ist der 24. und letzte Buchstabe des griechischen Alphabets und hat nach dem ­milesischen Prinzip einen numerischen Wert von 800. Omega wird häufig verwendet, um ein Ende zu verdeutlichen. Das Omega-E-Haus ist jedoch effizienztechnisch nicht am Ende, denn es wurde mit Automatisierungstechnik auf den neusten Stand gebraucht.

Sponsored Content

Das im Jahr 1995 erbaute Omega-E‑Haus in Offenbach am Main ist optisch an den letzten Buchstaben des griechischen Alphabets angelehnt. Betrieben wird es von der Gesellschaft für Gebäudemanagement mbH (GGM). Die GGM managed zwei Objekte, die den Standard Leadership in Energy and Environmental Design in Gold tragen. Auch an das siebenstöckige Omega-Haus setzen Inhaber und Gebäudebetreiber hohe Effizienzansprüche.

Die Aufgabe

Die vorhandene Gebäudeautomation des Omega-​E-Hauses aus dem Jahr 1995 entsprach nicht mehr den aktuellen Effizienzstandards. Sie sollte modernisiert werden, um den Energieverbrauch nachhaltig zu senken. Eine besondere Anforderung der GGM war die Migration der Anlagen ohne Betriebsunterbrechungen. Die Siemens-Division Building Technologies konnte die Ausschreibung gewinnen und erhielt den Auftrag für die Fremdmigration der Gebäudeautoma­tion. „Uns war es wichtig, unsere Investitionen effektiv einzusetzen und – wo möglich – laufende Kosten zu reduzieren“, sagte Hubert Rommerskirchen, CTO der GGM.

Die Umsetzung

Im ersten Schritt wurden im Jahr 2012 die bestehenden Anlagen analysiert, die Daten des Energieverbrauchs erfasst und daraus die passenden Maßnahmen für die Modernisierung erarbeitet. In einem zweiten Schritt wurde in zwei Bauabschnitten im ganzen Gebäude das bestehende Automationssystem durch Desigo von Siemens ersetzt. Die Baumaßnahmen konnten im Frühsommer 2013 abgeschlossen werden. Um die Leistungen des neuen Systems langfristig sicher zu stellen, hat der Kunde über die Leistungen der beiden Bauabschnitte einen Servicevertrag mit Siemens geschlossen. Siemens hat darüber hinaus die 20 100 BACnet-Punkte des Desigo-Systems auf eine Common Remote Service Plattform aufgeschaltet. Kunde und Servicetechniker können so über einen gesicherten Fernzugriff auf die Daten der Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik zugreifen und beispielsweise einen Störfall schnell beheben.

Herausforderungen Migration

Während des laufenden Bürobetriebs wurde das Offenbacher Gebäude von einem Fremdsystem auf das Gebäudesystem Desigo von Siemens migriert. Um einen störungsfreien Betrieb und die ständige Energieversorgung während dieser Zeit sicher zu stellen, wurden die Arbeiten von den Servicetechnikern auch an den Wochenenden und in der Nacht durchgeführt. Außerdem war eine ausführliche Planung die Grundlage für die nahtlose Umleitung der Energieleitungen vom alten Gebäudeautoma­tions­system auf das neue. So konnte das System ohne Unterbrechungen direkt in Betrieb gehen. Dabei hat Siemens seine langjährige Erfahrung mit der Migration als integralem Bestandteil des Lebenszyklus eines Gebäudes eingebracht. Die Migrationsphilosophie stellt sicher, dass wechselnde Anforderungen an Gebäude­nutzung und -betrieb umgesetzt werden können.

Das Ergebnis

Durch die Vernetzung von einzelnen Systemen und Gewerken wurde ein intelligentes Gebäude geschaffen, in dem Heizung, Belüftung und Klimatisierung bedarfsgerecht über Desigo gesteuert und geregelt werden können. Während des Lebenszyklus‘ eines Gebäudes fallen rund ein Drittel der Kosten für Energie an. Mit der Migration der Gebäudetechnik und der optimalen, an das Nutzerverhalten angepassten Regelung konnte der Kunde die Energiekosten deutlich senken.

Firmen zu diesem Artikel
Verwandte Artikel