Melden Sie sich kostenfrei an, um Artikel vollständig zu lesen...
News und Promotion-Beiträge sind ohne Registrierung kostenfrei zu lesen
Login

Passwort vergessen?
Registrieren
   

Passwort ist zu kurz (mind. 8 Zeichen).
Warmgewalztes nahtloses Stahlrohr für die Energieindustrie von Vallourec. Bild: Vallourec
Erschließung von Thermalwasser

0 Bewertungen

Vallourec treibt umweltschonende Tiefengeothermie voran

Der Stahlrohrhersteller beliefert ein Erdwärmeprojekt der Geothermie Holzkirchen mit Rohren und Serviceleistungen. Der Projekt soll 2017 starten.

Rund 1500 Tonnen nahtlose Stahlrohre von Vallourec kommen bei einem neuen Erdwärmeprojekt in Bayern zum Einsatz, die nahezu ausschließlich in den deutschen Werken in Mülheim an der Ruhr und Düsseldorf gefertigt werden. Die Gemeindewerke Holzkirchen mit ihrem Tochterunternehmen Geothermie Holzkirchen werden im Alpenvorland heißes Thermalwasser erschließen und besonders umweltschonend für die Versorgung mit Strom und Wärme nutzen. „Wir freuen uns, mit diesem Auftrag die Energiewende in Deutschland zu unterstützen“, sagt Norbert Keusen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Vallourec Deutschland.

Im ersten Quartal 2016 startet die erste von zwei Bohrungen mit einer geplanten Tiefe von rund 5000 Metern. Durch die erste Bohrung wird das zirka 140 Grad Celsius heiße Thermalwasser an die Oberfläche gefördert. Dort werden aus dem heißen Wasser mithilfe eines Dampferzeugers und Wärmeüberträgers Strom und Wärme gewonnen. Das erkaltete Wasser wird anschließend in diesem geschlossenen Kreislauf über die zweite Bohrung wieder in die wasserführende Kalksteinschicht zurückgeleitet. Für die Rohre bedeutet das Schwerstarbeit: Sie müssen Temperaturen von über 180 Grad Celsius sowie Außendruck von bis zu 743 bar widerstehen. „Dank eigens für die Energieindustrie entwickelter Stahlgüten und VAM-Premiumverbindungen halten die Produkte höchsten mechanischen und thermischen Belastungen stand“, erklärt Markus Renner, Verkaufsdirektor OCTG Division für Zentral- und Osteuropa und CIS. „Dieses Projekt unterstreicht, dass Vallourec sich von einem Rohrhersteller zum Anbieter von Premium-Rohrlösungen entwickelt hat.“

Das neue Kraftwerk soll 2017 in Betrieb gehen und künftig bis zu 80 Prozent des Holzkirchner Bedarfs mit Fernwärme aus Geothermie versorgen. Die gewonnene Wärmemenge entspricht rund 50.000 Liter Heizöl pro Tag. In Zukunft lassen sich so rund 10.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr einsparen.

Tiefengeothermie hat sich in Bayern, Brandenburg und Baden-Württemberg bereits seit Jahren als umweltschonende, unabhängige und regionale Energiegewinnung durchgesetzt. Bayern setzt seit mehr als zehn Jahren auf Erdwärme, die auch in der zukünftigen Versorgung Münchens eine wichtige Rolle spielen soll: Bis 2025 plant die Stadt den Bedarf an Strom vollständig aus erneuerbaren Energien zu speisen.

Die Vallourec-Gruppe produziert warmgefertigte Stahlrohre insbesondere für die Energiemärkte und weitere industrielle Anwendungen. Der deutsche Teil der Gruppe (Vallourec Deutschland) betreibt vier Fertigungsstraßen, davon drei in Düsseldorf und eine in Mülheim an der Ruhr, und beschäftigt rund 4000 Mitarbeiter. Vallourec Deutschland ist eine hundertprozentige Tochter von Vallourec, eine der größten Aktiengesellschaften Frankreichs. Als Weltmarktführer für rohrbasierte Premiumlösungen erzielte die Vallourec-Gruppe 2014 einen Umsatz von rund 5,7 Milliarden Euro. Mit mehr als 23.000 Mitarbeitern, integrierten Produktionsanlagen, fünf modernsten Forschungszentren sowie der globalen Präsenz in mehr als 20 Ländern bietet Vallourec seinen Kunden vielfältige Lösungen.

Firmen zu diesem Artikel

Nach oben