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Umlagen mit Grips

Wenn Intersolar (S. 20) und Power-Gen (S. 36) in der ersten Juni-Woche ihre Tore öffnen, fehlt den Besuchern nach wie vor jegliche Gewissheit, wie es mit dem EEG weitergeht. Erst Ende Juni ist Zapfenstreich beim Feilschen um Prozente und Cents, und wie schon in der Vergangenheit könnte auch diesmal so manches Detail in der letzten Nacht vor dem Beschluss das Licht der Paragrafenwelt erblicken.

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Klar ist nur, dass das Gerangel um den richtigen Weg auch nach der geplanten Inkraftsetzung des EEG zum 1. August 2014 weitergehen wird: Das Energieministerium will alsbald einen nationalen Aktionsplan Energieeffizienz vorlegen und ebenfalls noch 2014 Rahmenbedingungen für Smart Metering schaffen. 2015 will die Große Koalition dann Anreize setzen, damit der smarte Ausbau der Verteilnetze vorankommt, wie der Parlamentarische Staatssekretär Uwe Beckmeyer Mitte Mai auf der Fachkonferenz „Smart Energy“ des Münchner Kreises in Aussicht stellte.

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Dass das Energie­ministerium endlich liefert, ist zu begrüßen, auch wenn nicht alle in der Branche mit Rahmenbedingungen und Allokation von Lasten sowie monetären Anreizen glücklich sein werden – keine Überraschung, da es darum geht, die Energiewende kosteneffizienter zu gestalten, nicht Wohltaten zu verteilen.

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Aber müssen Marktsignale den Steuerzahler oder Energiekunden überhaupt Geld kosten? Vielleicht geht es ja auch anders. Intelligenz statt starre Beträge bringen jedenfalls Vordenker der Bundesnetzagentur wie Achim Zerres ins Spiel. Der Abteilungsleiter Energieregulierung warf in München den Gedanken in den Ring, Umlagen je nach Energiedargebot und -nachfrage zu dynamisieren. Ohne zusätzliche Aufwendungen könne sich so ein Hebel ergeben, um Smart Metering den Weg zu ebnen. Keine Forderung der Bundesnetzagentur an die Politik zwar, aber immerhin interessanter Stoff für die nächsten Diskussionen.

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Mit besten Grüßen, Ihr

Dr. Karlhorst Klotz, Chefredakteur, k.klotz@publish-industry.net

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