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Mehr Grips für Big Data: Mit einer Deduplizierungs-Lösung können Stadtwerke mit großen Datenmengen umgehen.
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Wachsendes Gedächtnis für Stadtwerke

Text: Edith Maria Szendzielorz für Stadtwerke Scheinwfurt
Energieversorger sind mit immer größeren Datenbergen konfrontiert. Um die Backup-
Systeme damit nicht zu überfordern, braucht es Lösungen, die redundante Daten vermeiden. Das Konzept der Deduplizierung ist der Schlüssel dazu.

Unternehmen wie Stadtwerke, die Infrastruktur bereitstellen müssen, sind auf eine optimal aufgestellte IT angewiesen. Nur so können sie ihrer Verantwortung als Grundversorger gerecht werden. Dabei müssen auch Backup und Langzeitarchivierung reibungslos funktionieren. Stadtwerke sind verpflichtet, geschäftliche Unterlagen bis zu zehn Jahren aufzubewahren – darunter kritische Kundendaten, Auftragsbelege und Finanzabrechnungen.

Auch die Stadtwerke Schweinfurt (SW Schweinfurt), die die Grundversorgung von rund 53.000 Einwohnern der bayerischen Stadt und diverser Umlandgemeinden mit Strom, Gas und Wasser sicherstellen, müssen ihre Daten im Griff haben. Ihre Datensicherungsanforderungen überstiegen seit Längerem die Belastbarkeit der Backup-Ressourcen.

Mit einer Backup-Appliance und Tape Library von Quantum konnten sie ihre Datensicherungs- und Archivierungsumgebung erneuern. Bisher führte das EDV-Team der SW Schweinfurt jeden Monat ein Vollbackup der Daten auf SATA-Festplatten mit 10 Terabyte (TB) durch, darunter Fileserver-, SQL- und Exchange-Server-Daten. Bei der gleichzeitigen Sicherung der Server konnte sich ein Vollbackup über 24 Stunden hinziehen. Einmal pro Woche kamen differenzielle Sicherungen hinzu. Die Speicherkapazität der Festplatte konnte jedoch die Backups allein nicht mehr tragen. So geriet der geforderte Zeitraum für die Backupvorhaltung von sechs Monaten in Gefahr. Um den Disaster-Recovery-Anforderungen weiter gerecht zu werden, musste die Tape Library, eine Bandbibliothek für Magnetbänder, in den Sicherungsprozess einbezogen werden. Der Aufwand für die Wiederherstellung der Daten von Band ist jedoch enorm, da Dateien, die auf Band gesichert wurden, auf Festplatte zurückgeschrieben werden mussten.

Konzept für ein schlankes Backup

In Schweinfurt entschied man sich deshalb für ein neues Backupkonzept. Es galt sowohl das Backup zu optimieren als auch die schnellstmögliche Wiederherstellung im Fehlerfall zu gewährleisten. Große Datenmengen sollten auf möglichst kleinem Raum archiviert werden. Die Entscheidung fiel auf eine Kombination aus Deduplizierungslösung, die redundante Daten vermeiden kann, und moderner Tape Library von Quantum, eine DXi6701 Deduplizierungs-Appliance mit 16 TB Kapazität und Symantec Backup Exec 2010 sowie eine skalierbare Scalar i40 Tape Library mit zwei LTO-5-Laufwerken. Da die DXi aufgrund der direkten Verbindung in das Speichernetzwerk (Fibre Channel) und mittels virtualisierter Bandlaufwerke (VTL-Repräsentation) in jede Umgebung passt, dauerte die Installation des neuen Backupsystems nur einen Tag.

Turbo für Sicherung und Rücksicherung

Die monatlichen Backups der Stadtwerke Schweinfurt werden für die Archivierung direkt von der DXi6701 auf die Scalar i40 geschrieben, ohne dass die Daten einen Umweg über den Backup-Server machen müssen. Die Tape-Erstellung wird somit zu einem automatisierten Prozess, der Netzwerk-Performance spart. Durch die Integration der Inline-Deduplizierungstechnik konnte das Gesamtvolumen der Daten reduziert und Diskspeicher freigegeben werden.

Die DXi6701 erkennt und eliminiert redundante Daten auf Blockebene, ein Prozess, der in der IT Deduplizierung genannt wird. Derzeit sind die SW Schweinfurt bei einer Deduplizierungsrate von 14:1. Bei steigender Datenmenge nimmt diese Rate beständig zu. Insgesamt haben die SW Schweinfurt schon 27 TB gesichert, die nur knapp 2 TB Speicherplatz belegen. Die Backup-Daten auf der DXi können bis zu einem Jahr vorgehalten werden. Da die Tape Library nun nicht mehr unmittelbar in den Sicherungsprozess eingreifen muss, können die Stadtwerke durch ihren Einsatz auch einen unmittelbaren Investitions­gewinn verbuchen. Wurden früher 40 Bänder pro Monat benötigt, sind es jetzt nur noch zwei – eine Kostenersparnis von 95 Prozent. Die Sicherung auf Platte bringt zudem deutliche Performance-Vorteile: Durch schnellere Datenwiederherstellung von Platte können Kernfunktionen bei einem Systemausfall binnen kurzer Zeit wieder aufgenommen werden. Auf besonders sensible Daten wie die Verbrauchsabrechnungen der Kunden muss ein permanenter Zugriff herrschen.

Für die Zukunft haben die SW Schweinfurt bereits das nächste Projekt ins Auge gefasst: Modernisierung der Server-Virtualisierung. Momentan sichert das Unternehmen seine Server-Umgebung auch mit Backup Exec. Auch dafür bietet Quantum eine Alternative: eine Software, die virtuelle Maschinen im nativen VMware-Format sichert und die Wiederherstellung von Dateien und das Booten von virtuellen Maschinen in Sekundenschnelle ohne Einsatz von Backup-Software ermöglicht.

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