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Gemeinschaftsprojekt: Die Cloud kann helfen, die Fernüberwachung von dezentralen Anlagen zu erleichtern.
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Eine Cloud für die Daten

Text: Heiko Langer, HMS Industrial Networks Fotos: graphicsdunia4you/iStockphoto, HMS
Um dezentrale Anlagen oder Gebäude überwachen zu können, reicht ein Industriemodem oft nicht aus. Erleichterung verspricht eine Cloud-Lösung zur Fernüberwachung, die Benutzer schnell und einfach an ihre Anforderungen anpassen können. Dank skalierbarem Aufbau wächst das System mit den Anwendungen.

Das Spektrum an Anwendungen, deren zuverlässiger Betrieb von Sensordaten abhängt, ist breit. Egal ob Windkraftanlagen, Klärbecken, Gebäudemanagement oder Silos: Überall ist eine Überwachung mit Condition Monitoring gefragt. Gerade bei kleineren Anlagen rechtfertigen die notwendigen Überwachungsaufgaben aber oft nicht die Entwicklung einer eigenen Prozessvisualisierung. Dennoch müssen Daten nicht nur ermittelt und an eine zentrale Stelle übertragen, sondern für den zuverlässigen Anlagenbetrieb auch übersichtlich dargestellt werden. Aber längst nicht jeder, der Lösungen zur Fernüberwachung herstellt, hat auch das Know-how im Haus, eine eigene Prozessvisualisierung zu entwickeln. Genau für solche Zwecke bietet beispielsweise HMS Industrial Networks ein Komplettpaket, das sich einfach installieren und bedienen lässt.

Schnell zur eigenen Visualisierung

Die Lösung versteht sich als ein Fernüberwachungssystem mit Datenportal für Analyse und Archivierung und besteht aus einem Gateway, einem Daten-Hosting-Service und einem Webportal als Benutzeroberfläche. Um Sensordaten aus der Ferne auszulesen, lässt sich das Gateway mit allen Geräten mit Modbus-Schnittstelle verbinden. Der Installationsaufwand hängt dabei von der Anzahl der überwachten Prozessdaten ab und ist je nach Projektgröße in wenigen Stunden zu bewerkstelligen. Beim ersten Einrichten muss der Anwender aus einer Template-Liste lediglich die für seine Anwendung relevanten Parameter auswählen. Nach dem einmaligen Einrichten loggt das Gateway vor Ort die vorhandenen Anlagendaten. Je nach Logabständen, anfallenden Datenmengen und Übertragungsabständen bleiben die Daten für etwa zehn bis 700 Tage in einem Portal gespeichert. Sie werden über eine gesicherte Verbindung entweder per Funk oder Ethernet auf das Datenportal übertragen und dort in verschlüsselter Form abgelegt. Je nach Einsatzfall können nun Anlagenbediener oder -errichter im Webportal auf die notwendigen Informationen zugreifen. Mit dieser Cloud-Lösung ist ein Einblick in die Anlagendaten von der zentralen Leitwarte ebenso möglich wie mit einem mobilen Endgerät. Ist ein Projekt einmal aufgesetzt, lassen sich Profile einfach kopieren. Das bringt Geräteherstellern Vorteile, die ihren Kunden fertig konfigurierte Lösungen anbieten. Wer mehrere verschiedene Projekte mit dem System verwaltet, profitiert besonders von dessen Skalierbarkeit. So lassen sich mehrere Projekte einfach zu einem Masterprojekt zusammenfügen.

Funktionen zur Fernüberwachung

Das im Gesamtpaket enthaltene Datenportal macht den Unterschied zum einfachen Industriemodem aus, denn hier stehen dem Anwender verschiedene Funktionalitäten für die Fernüberwachung zur Verfügung. Web-Dashboards, die sich individuell an die jeweilige Anlage anpassen lassen, ermöglichen einen schnellen Überblick. Im Störfall werden Alarme im Portal dargestellt, lassen sich zusätzlich aber auch per E-Mail oder SMS versenden. Hier ist je nach Anwendung auch das verfügbare GPS-Tracking hilfreich, mit dem das Instandhaltungspersonal direkt sieht, wo ein Problem vorliegt, und Servicemaßnahmen planen kann. Ebenfalls enthalten sind Tools zur Diagnose und Trendanalyse, was bei bedarfsgerechter Wartung hilfreich ist. Zudem gibt es Berichtfunktionen sowie eine Benutzer- und Projektverwaltung. Zudem lassen sich alle im Portal gespeicherten Daten auch exportieren, zum Beispiel als CSV-Datei. Die Integration in andere IT-Anwendungen wie CRM oder ERP ist ebenfalls möglich und verschiedene Log-in-Stufen erlauben es, bestimmte Nutzerrechte zuzuteilen.

Cloud bringt Erleichterung

Dass Anwendung und Daten nicht lokal beim Anwender auf einem Rechner, sondern in der Cloud gespeichert werden, bringt gleich mehrere Vorteile: Eine Installation und eine Server-Infrastruktur, die gepflegt werden muss, sind überflüssig. Neuentwicklungen stehen dem Anwender sofort zur Verfügung und der Nutzer muss sich keine Gedanken um die Datensicherung machen. Speicherplatz lässt sich modular und je nach Bedarf ergänzen. Ein weiteres Argument für die Cloud ist die Skalierbarkeit. Der Nutzer kann über das Portal mehrere Projekte gleichzeitig verwalten und von einer zentralen Stelle mehrere Anlagen überwachen.

Flexibel und erprobt

Generell sind die Einsatzbereiche des Fernüberwachungssystems „Netbiter“ breit gefächert, weil es im Gegensatz zu anderen Produkten am Markt nicht auf individuelle Anwendungen zugeschnitten ist. In der Gebäudeautomation finden sich etwa Anwendungen zur Fernüberwachung von Heizung, Lüftungs- und Klimageräten. In Karlsruhe wird im deutschen Vertriebssitz des Unternehmens mit dem Gateway im Serverraum der Batteriestatus von USV-Anlagen (unterbrechungsfreie Stromversorgung) überwacht. Auch die Temperatur- und Luftfeuchtemessung wie die Zutrittskontrolle wird mit dem System realisiert.Die Windenergiebranche bietet einen weiteren Anwendungsbereich für die Fernüberwachungslösung. Ein Anwender kann hier das System nutzen, um beispielsweise die Leistung von Generatoren über einen längeren Zeitraum zu messen sowie die Windgeschwindigkeit, Außentemperaturen und weitere Parameter zu ermitteln. Mit diesen Messdaten kann er dann den Wirkungsgrad optimieren. Weitere Anwendungen bei erneuerbaren Energien finden sich in Blockheizkraftwerken, Solarpanels oder Biogasanlagen. Mit dem cloudbasierten Fernüberwachungssystem wird Condition Monitoring einfach realisierbar. Dem Anwender steht eine komplett fertige Lösung aus Hard- und Software zur Verfügung, die lediglich an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden muss. Dokumentation, Webinare, technischer Service und Schulungen erleichtern die Installation zusätzlich. Im Gegensatz zur Entwicklung einer eigenen Portallösung, die unter Umständen Jahre in Anspruch nehmen kann, verkürzt sich die Produkteinführungszeit deutlich, was heute in vielen Entwicklungen ein entscheidender Faktor ist.

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