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Energieverbrauch im Blick: Der steigende Strombedarf soll mit einem nachhaltigen Sparkonzept eingedämmt werden. Bild: Oxford/iStockphoto, Smappee
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Stromkonsum unter der Lupe

Text: Stefan Grosjean, Smappee
Mehr Transparenz bei Stromerzeugung und -verbrauch sorgt für eine nachhaltige Nutzung. Neue Energiemonitore zeigen Messergebnisse einzelner Geräte in Echtzeit an und helfen, die eigene Solaranlage optimal einzusetzen. Auch eine Kostenübersicht lässt sich einfach erstellen.

Strom sparen ist ein zentraler Aspekt der nachhaltigen Energienutzung. Digitale Lösungen, die das Datenmanagement vereinfachen, sind auf dem Vormarsch. Erste Anwender nutzen bereits Energiemonitore, mit denen sie die eigene Stromproduktion und ihren -verbrauch optimieren können. So werden sie zu Mikromanagern im Energiesektor. Mit Hilfe der Monitore erhalten Konsumenten einen umfassenden Einblick in den eigenen Verbrauch.

Durch die Zusammenführung verschiedener Datenquellen – von der Wetterlage bis hin zu lokalen Preisen – können Monitore noch umfassendere Informationen liefern. Sie geben beispielsweise an, wann viel Solarstrom produziert werden kann oder melden, wann Energie besonders günstig oder sehr teuer ist. Dieser Service wird in Zukunft an Bedeutung gewinnen, denn die Relevanz von Ressourcenmanagement in diesem Sektor steigt.

Energiemonitore liefern auch Erkenntnisse darüber, wie der Konsum nachhaltig gestaltet werden kann. Das ist wichtig, denn der derzeitige durchschnittliche Verbrauch wird in zehn Jahren nicht mehr tragbar sein.

Gerade für Besitzer von Solar­anlagen bietet das intelligente Monitoring viele Vorteile – besonders seit es immer lohnender wird, den auf dem Dach produzierten Strom selbst zu verbrauchen. Denn während die allgemeinen Strompreise in die Höhe klettern, sinken die Einspeisevergütungen. Je höher der Eigenverbrauch des Solarstroms ist, desto höher die Rendite.

Intelligente Monitore

Auch helfen neue Energiemonitore dabei, Solarenergie optimal zu nutzen. Sie bieten eine präzise Übersicht über den Stromfluss und ermöglichen es dem Nutzer darüber zu entscheiden, wie und wann der selbst produzierte Solarstrom am besten einzusetzen ist. Über impulsgebende Trigger-Optionen oder einen IFTTT-Kanal (if this then that, deutsch: wenn dies, dann das) können die intelligenten Monitore außerdem Verbindungen zwischen Geräten herstellen und auf Wunsch Funktionen miteinander koppeln. Sie schalten zum Beispiel Ladegeräte dann automatisch an, wenn die Solaranlage gerade viel Strom produziert.

Bisher ist Energie-Intelligenz jedoch weitgehend ein Thema der Energieversorger. In Deutschland werden zwar immer mehr Smart Meter installiert, aber diese senden nur Daten an die Stromlieferanten.

Smart Meter sollen Informationen zu Verbrauchsmustern liefern oder helfen, Spitzenlastzeiten im Netz zu überwachen. Dafür registrieren sie laufend die verbrauchte Energie. Sie messen aber nicht den Verbrauch jedes einzelnen Geräts, sondern zeigen in der Regel nur eine rückwärtsgewandte Momentaufnahme des Gesamtverbrauchs.

Im Zuge der Weiterentwicklung von Smart Homes werden intelligente Energieverbrauchsmonitore Einzug in Haushalte erhalten, die in Echtzeit anzeigen, wie viel Strom genutzt wird. Damit gehen sie einen Schritt weiter und registrieren den Verbrauch sogar bis auf die Geräteebene. Denn jedes elektrische Gerät – egal ob Computer oder Kühlschrank – hat eine eigene Verbrauchssignatur. So liefern die Monitore Informationen, welche Geräte wann wie viel Strom verbrauchen.

Studien haben gezeigt, dass Verbraucher auf das direkte Feedback reagieren und somit der Stromverbrauch um bis zu zwölf Prozent gesenkt wird.

Kosten pro Gerät

Dank moderner Analysefunktionen, wie die der aufgeschlüsselten Stromrechnung, geben Energiemonitore auch die Kosten pro Elektrogerät an. Dadurch können Prognosen darüber abgegeben werden, mit welchen Kosten einzelne Geräte am Ende des Jahres zu Buche schlagen werden.

Die aufgeschlüsselten Daten zu Verbrauch und Kosten helfen damit bei der Entscheidung, auf sparsamere Elektrogeräte umzustellen. Die monatlichen Stromkosten können so um bis zu 30 Prozent gesenkt werden. Um dem steigenden Energiebedarf entgegenzuwirken, sind vor allem Transparenz, ein besseres Verständnis des eigenen Verbrauchs und eine nachhaltige Verhaltensänderung notwendig.

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