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„Wer eine PFC-Plattform einsetzt, ist für die Zukunft sicher aufgestellt“

Text: Pia Krix, Energy 2.0
Wago stellt auf der Messe SPS IPC Drives in Nürnberg einen Controller mit integriertem Mobilfunkmodem vor. Mit dem Steuerungsgerät sieht Global-Key-Account-Manager Daniel Wiese sein Unternehmen im Vergleich zum direkten Wettbewerb vorn.

Herr Wiese, pünktlich zum IT-Sicherheitsgesetz bringen Sie die neueste Version Ihres Controllers PFC200 auf den Markt. Zufall oder Absicht?

Daniel Wiese:

Das IT-Sicherheitsgesetz zwingt die Energieversorger jetzt zum Handeln. Aber schon im Vorfeld sind die Unternehmen aufgrund vermehrter Hackerangriffe sensibler geworden, weil sie gemerkt haben, dass mit recht einfachen Mitteln und mit krimineller Energie viel Schaden angerichtet werden kann. Dass von uns verstärkt Security-Lösungen erwartet werden, wurde uns in Kundengesprächen frühzeitig signalisiert. Entsprechend haben wir uns schon vor mehreren Jahren in der Produktentwicklung neu aufgestellt. Das Ergebnis: Wer eine PFC-Plattform einsetzt, ist für die Zukunft sicher aufgestellt.

Wo wird Ihr Controller, der erstmals über ein integriertes Mobilfunkmodem verfügt, in der Energiebranche eingesetzt?

Bei der Steuerung Erneuerbarer-Energien-Anlagen genauso wie beim Aufbau von virtuellen Kraftwerken, also der Zusammenschaltung von dezentralen Stromerzeugungs-, Speicher- und Verbrauchseinheiten. Vor allem in Bereichen, in denen Regelenergie zur Verfügung gestellt werden muss, um das Lastenmanagement in den Spitzen und Senken zu regeln. Bedarf sehen wir nicht nur in Deutschland, sondern mittlerweile auch in anderen Teilen Europas. Im Energiebereich liegt das Gros aber schon in Deutschland. Unser Produkt kann aber genauso gut im Maschinenbau zur Fernwartung im Fehlerfall oder im Prozessbereich bei einer Pipelineüberwachung eingesetzt werden.

Welche Vorteile bietet der PFC200 neben der Sicherheit?

Er ist günstiger und platzsparender als ein vergleichbares Modell. Wir müssen nicht mehr ein Produkt verkaufen, das wir nicht selbst herstellen, nämlich den externen VPN-Router einer anderen Firma, sondern wir liefern jetzt das komplette System. Damit bietet der PFC200 extreme Kostenvorteile – was Inbetriebnahme und Service betrifft. Er ist zudem kompakt gebaut und spart Platz im Schaltschrank.

Ist er auch für den Einsatz einer Steuerbox geeignet, die den Rollout des Smart Meterings erweitern soll?

Ja, der Stromzähler soll ja so erweitert werden, dass Daten nicht nur erfasst, sondern auch gesteuert werden können. Lastenmanagement soll nicht nur beim Erzeuger, sondern auch beim Verbraucher reguliert werden können. Für so eine Steuerbox bietet sich unser PFC200 aufgrund der integrierten TLS-1.2-Verschlüsselung auch gut an.

Wo stehen Sie mit Ihrem neu aufgelegten Steuerungsgerät im Wettbewerb?

Mit dieser Entwicklung haben wir die Chance, uns von der Konkurrenz abzugrenzen. Im Vergleich zu unseren direkten Wettbewerbern liegen wir klar vorn. Wir messen uns jetzt aber auch mit klassischen Herstellern von leistungsstarker Fernwirktechnik. Mit ihnen befinden wir uns jetzt auf Augenhöhe.

Hat sich Ihre Auftragslage entsprechend gut entwickelt?

Ja, die ist sehr gut. Wir stellen den PFC200 mit integriertem 3G-Modem ab November offiziell vor, und ab dann ist er auch im Lager verfügbar. In Deutschland gibt es rund 860 Stadtwerke, in vielen wurde der Fokus auf Funktionalität gelegt, nun kommt der Sicherheitsgedanke hinzu. Jetzt sind viele Anbieter alarmiert. Und durch die Verbreitung von immer mehr dezentraler Automation durch die Energiewende wird eine sichere Steuerung zunehmend wichtiger, um der Menge an Stationen Herr zu werden.

Das Interview führte Pia Krix.

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