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Die Tatsache, dass manche Unternehmen die Ausnahmeregelung beim EEG als Extrawurst ausnutzen, treibt die Umlage in die Höhe. Bild: Pixabay
EEG-Umlage wächst durch Industrierabatte

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So teuer sind Extrawürste in der Energie

Heute geben die Übertragungsnetzbetreiber die Höhe der EEG-Umlage 2017 bekannt - es ist mit einem deutlichen Anstieg zu rechnen. Die Deneff sieht die Ursache vor allem bei den ausgeweiteten Industrieausnahmen im Rahmen der EEG-Novelle.

Das Problem: Einige Unternehmen unterlassen Effiizenzmaßnahmen vorsätzlich oder verschwenden sogar Strom, um nicht aus der Regelung zu fallen. Eine Verordnungsermächtigung will die Bundesregierung nicht nutzen - obwohl diese erlauben würde, Entlastungen an Energieeffizienznachweise zu knüpfen. Insgesamt, so die Deneff, sei die Kostenbelastung der Verbraucher auf den viel zu hohen Energieverbrauch zurückzuführen, der den Ausbau von Energieerzeugungs- und Verteilungsinfrastruktur unnötig verteuere.

„Die Kosten für den Umbau von Stromerzeugung und Netzen können nur durch Energieeffizienz deutlich begrenzt werden“, mahnt Deneff-Vorstand Christian Noll. „Die Industrierabatte im EEG belohnen durch Fehlanreize Energieverschwendung und die Bürger zahlen die Zeche. Die großzügige Ausweitung der Ausnahmen bei der EEG-Novelle im Juli erhöht die Umlage für alle anderen um 0,1 bis 0,2 Cent pro Kilowattstunde. Das sind insgesamt bis zu 850 Millionen Euro.“

Hintergrund der Ausnahmeregelung

Um die sogenannte Besondere Ausgleichsregelung in Anspruch nehmen zu können, müssen Unternehmen eine bestimmte Stromkostenintensität nachweisen. Senken sie ihren Stromverbrauch und damit ihre Stromkostenintensität unter den Grenzwert (je 14, 17 oder 20 Prozent), riskieren sie, die volle Umlage zu zahlen.

Bei der EEG-Novelle 2016 wurden die Ausnahmen auf zusätzliche hunderte Unternehmen ausgeweitet, was für die anderen Verbraucher (nicht-begünstigte Unternehmen und private Haushalte) zusätzliche Kosten von 0,1 bis 0,2 Cent pro kWh zur Folge hat.

Die hohen Kosten des übermäßigen Energieverbrauchs schlagen sich nicht nur in der EEG-Umlage nieder: Zusätzlich hat der Übertragungsnetzbetreiber Tennet bereits eine Erhöhung der Netzentgelte angekündigt. Diese wird direkt auf den benötigten Netzausbau zurückgeführt. Laut einer Studie der Agora Energiewende (2014), könnten die Kosten des Stromsystems bis 2035 um 20 Milliarden Euro im Jahr sinken - sofern Energieeffizienz als Priorität verfolgt wird.

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