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Ein Material mit vielen Facetten

Text: Andreas Siegert, Harting
Zu einem guten Steckverbinder gehört ein robustes Gehäuse. Im Hause Harting verpackt man die Gehäuse jetzt in einem neuen Kunststoffgewand. Die Vorteile für den Offshore-Einsatz erläutert Andreas Siegert.

Energy 2.0: Herr Siegert, die neuesten Zahlen zeigen, dass die Windbranche auf einem guten Weg ist. Aber noch ist viel zu tun. Welche Anforderungen begegnen Ihnen als Komponentenhersteller vor allem bei Offshore-Wind?

Andreas Siegert: Für die Windenergie müssen unsere Produkte robust sein, weil wir nicht nur Steckverbinder haben, die für Innenanwendungen konzipiert sind, sondern auch für Außenanwendungen. Dabei gibt es hohe Anforderungen an die Flexibilität und Modularität sowie an einen gut funktionierenden Service.

Das neue Gehäuse basiert auf einer bestehenden Produktreihe, den Han-M-Gehäusen. Welche Eigenschaften konnten Sie für Han M Plus übernehmen?

Beide Produktbaureihen, Han M und Han M Plus, zeichnen sich durch gleiche Geometrien aus und sind in gleicher Weise geeignet, Kontaktisolierkörper variabel aufzunehmen. Der Kunde hat somit bei beiden Gehäusevarianten die Möglichkeit, auf die volle Bandbreite der Übertragungstechnik in Bezug auf Strom, Licht und Pneumatik zuzugreifen. Han M Plus bietet als entscheidendes Differenzierungsmerkmal eine Polyurethanoberfläche zusätzlich zum Aluminiumkernmaterial.

Was für ein Stoff ist Polyurethan und welche Eigenschaften hat er?

Polyurethan findet man in verschiedenen Anwendungen. Die weiche Oberfläche etwa, die oft auf dem Armaturenbrett im Auto zu finden ist, oder Rollen von Inlineskates, die durchaus härter sind, all das ist Polyurethan. Die Anwendungsfelder zeigen die vielen Facetten des Materials. Es kann weich sein, es kann hart sein, aber auch in einigen Dämmschäumen ist der Stoff zu finden. Die positiven Eigenschaften nutzen wir jetzt, um die Gehäuse damit zu überziehen.

Von welchen Einflüssen sprechen wir denn, wenn es um Windenergie geht?

Mechanische Einflüsse können zum Beispiel im Extremfall Steinschläge sein, aber auch Vereisung, Hagelschauer oder Sandstürme. Auch bei der Montage treten Schläge und Stöße auf. Diese Schäden bieten kombiniert mit einer aggressiven Atmosphäre wiederum Angriffspunkte für Korrosion. Die Oberfläche soll vermeiden, dass solche Schäden überhaupt auftreten.

Was ist Ihren Windkunden – abgesehen von der Robustheit – besonders wichtig?

Die gleichbleibende Qualität, die wir bieten. Produkte werden mit bester Qualität ausgeliefert, durch verschiedene Einflussfaktoren tritt aber eine gewisse Ermüdung ein, besonders bei Offshore-Anlagen, wo mechanische und chemische Einflussfaktoren wie Salz, UV-Licht oder auch verschiedene Wetterbedingungen auf die Produkte einwirken. In diesem Fall haben wir ein Produkt, bei dem die Qualität trotzdem gleich bleibt. Das ist ähnlich wie bei Schuhen.

Wie meinen Sie das?

Man wählt ja sein Schuhwerk je nach Situation aus. Sie würden sicher nicht mit Fußballschuhen den Mount Everest besteigen. Wenn man das richtige Produkt in der richtigen Situation einsetzt, dann kann man damit eine hohe Lebensdauer und eine gute Performance erreichen.

Bei Steckverbindern versucht Harting, Platz zu sparen um Kosten zu senken. Auf der anderen Seite werden Energieanlagen immer leistungsstärker. Was bedeutet das für die Gehäuse der Steckverbinder?

Generell ist es unsere Vorgehensweise, mehr Kontaktverbindungen auf geringerer Fläche unter zu bringen. Han M Plus baut konsequent auf diesem Ansatz auf. Insbesondere bei der Verwendung von Han-Modular-Kontakteinsätzen lassen sich viele Module auf geringem Platz unterbringen, und man profitiert genau von diesem Vorteil. Hier ergänzt sich die Gehäusetechnologie mit dem flexiblen, breiten Isolierkörperportfolio.

Das Gespräch führte Sabrina Quente, Energy 2.0.

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