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Der Verbrauch fossiler Brennstoffe könnte laut eines der Szenarien auf bis zu 50 Prozent des Primärenergie-Mixes sinken, mit unterschiedlichen Folgen für Kohle, Öl und Gas. Bild: Pixabay
Bedarfsentwicklung

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Die Spitze des Energiehungers

Der Energiebedarf pro Kopf wird noch vor 2030 seinen Höhepunkt erreichen, zeigt ein neuer Bericht des Weltenergierats. Dies steht im Kontrast zum Wachstumsniveau in der Vergangenheit: Seit 1970 hat sich der globale Energiebedarf mehr als verdoppelt.

Technische Entwicklungen, die Regierungspolitik sowie geringere Wachstumserwartungen werden in den kommenden Jahrzehnten signifikanten Einfluss auf den Energiesektor haben. Diese Ergebnisse gehen aus den Szenarien hervor, die der Weltenergierat in Zusammenarbeit mit Accenture Strategy und dem Paul Scherrer Institute entwickelt und auf dem 23. World Energy Congress in Istanbul vorgestellt hat. Die drei explorativen Szenarien Unfinished Symphony, Modern Jazz und Hard Rock stellen drei verschiedene Entwicklungsrichtungen des Energiesektors bis 2060 dar unter Berücksichtigung regionaler Unterschiede.

„Es ist klar zu sehen, dass wir uns inmitten einer großen Energiewende befinden, die grundlegend neue Rahmenbedingungen für die Energieindustrie schaffen wird“, stellt Ved Davis fest, Executive Chair Scenarios beim Weltenergierat. „Haben wir in der Vergangenheit hauptsächlich vom Öl-Fördermaximum oder Peak Oil gesprochen, betrachten Energieexperten aufgrund von Umwälzungen die Implikationen von Spitzennachfrage. Unsere Forschung hebt sieben Schlüssel-Implikationen für den Energiesektor hervor, die die Entscheider in Vorstands- und Kabinettsetagen bedenken sollten.”

Bedarfe verschieben sich

Der Bericht stellt auch eine Verschiebung im Energieendverbrauch fest: Die Nachfrage nach Elektrizität wird sich bis 2060 im Vergleich zum Niveau heute verdoppeln. Solar- und Windenergie, die aktuell rund vier Prozent der Stromerzeugung ausmachen, werden am stärksten wachsen und bis 2060 einen Anteil von 20 bis 39 Prozent an der Stromerzeugung haben.

Der Verbrauch fossiler Brennstoffe könnte laut eines der Szenarien auf bis zu 50 Prozent des Primärenergie-Mixes sinken, mit unterschiedlichen Folgen für Kohle, Öl und Gas. In allen drei Szenarien wird das Kohlenstoff-Emissionsbudget in den nächsten 30 bis 40 Jahren überschritten. Öl wird weiterhin eine signifikante Rolle im Transport-Sektor spielen und macht in allen drei Szenarien bis 2060 über 60 Prozent des Energie-Mixes aus. Der Erdgasverbrauch wird weiter konstant steigen.

Nuri Demirdoven, Managing Director bei Accenture Strategy, ergänzt: „Alle Szenarien weisen auf einen Anstieg der Gasnachfrage bis 2060 hin. Zwischen 2035 und 2045 wird eine mögliche Spitzennachfrage nach Öl erwartet. Falsche Verwendung und fehlgeleitetes Kapital waren schon immer ein Risiko für Energie-Assets. Dies wird aufgrund fundamentaler Verschiebungen in der Industrie weiter steigen.“

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