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Panorama

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Die Globalisierung der Energie

Vor einem Jahr hielt die Welt den Atem an, als in Fukushima nach einem Tsunami die Kernreaktion außer Kontrolle geriet. Die Bilder von den havarierten Reaktorblöcken der Daiichi-Anlage („Nummer 1“) haben sich im Gedächtnis auch der deutschen Bevölkerung eingebrannt.

Heute weiß man, dass die vier ähnlichen Blöcke in der nur 12 km südlich gelegenen Anlage Nummer 2 („Daini“) um Haaresbreite einem ähnlichen Schicksal entronnen sind. Dort gelang es aber, ein neun Kilometer langes Stromkabel zu verlegen, mit dem der Betrieb der Kühlpumpen rasch genug wieder aufgenommen werden konnte - so blieben die Blöcke unbeschädigt.

Die Rettungstat verhinderte die doppelte Katastrophe. Vielleicht auch deshalb hat Japan den Glauben an die Beherrschbarkeit der Kernkraft nicht völlig verloren. Zahlreiche Mitarbeiter des Betreibers Tepco haben allerdings inzwischen ihre persönliche Konsequenz gezogen: Etwa 300 überwiegend junge technisch orientierte Angestellte haben laut Medienberichten das Unternehmen seither verlassen, bis Ende März werden es noch einmal so viele sein. Ihrer Branche sind sie nicht unbedingt untreu geworden: Südkorea soll sich über das unverhoffte Angebot an Fachkräften gefreut haben.

Auch in Deutschland wird es nach 2022 Strom aus Kernkraft geben - eben solange Kernkraftwerke in der EU Strom liefern. Denn es gibt keine Passkontrolle für Strom, wie der Energie-Kommissar der Europäischen Kommission Günther Oettinger am Vortag der E-World beim „Führungstreffen“ bemerkte. Und der Blick sollte nicht an den EU-Grenzen halt machen: „Es kommt zum globalen Handel des Produkts Strom“, sagte er voraus.

Die Globalisierung von Gas ist längst an Preis und Versorgungsicherheit zu spüren - bis unter das Dach von mittelständischen Unternehmen, wie wir sie in unserem neuen Länder-Special porträtieren (S. 27-33). Diesmal ist das Energieland Nordrhein-Westfalen im Fokus, im April Bayern.

Mit besten Grüßen IhrDr. Karlhorst Klotz, Chefredakteur, k.klotz@publish-industry.net

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