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Leitmesse Energy: Im vergangenen Jahr kamen 89.500 Besucher. Bild: Deutsche Messe
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Energiegeladen in Hannover

Text: Pia Krix
Wie kann Versorgungssicherheit in einem dezentralen Strommarkt gewährleistet werden? Ob neue Speichertechnologien, effiziente Gebäudetechnik oder Konzepte zur Energie- und Wärmeversorgung – auf der Leitmesse Energy geben 1.200 Unternehmen ihre Antworten.

In Deutschland wandelt sich das früher zentrale zu einem immer flexibleren dezentralen Energiesystem. Im Zuge der Digitalisierung wachsen Strom, Wärme und Kälte, Mobilität sowie Produktion stärker zusammen. Die Hannover Messe, die vom 25. bis 29. April stattfindet, will diesem tiefgreifenden strukturellen Wandel Rechnung tragen. Die Energiewende ist ein zentrales Thema auf der wichtigsten Industriemesse der Welt. „Energy“ heißt eine von fünf Leitmessen. Erzeugung, Übertragung, Verteilung und Speicherung von Energie sowie alternative Mobilitätslösungen und Effizienz stehen im Mittelpunkt. Mehr als 1.200 Aussteller zeigen Systeme, Komponenten und Dienstleistungen für das vernetzte Energiesystem der Zukunft.

Während große Konzerne wie RWE oder Eon noch dabei sind, sich neu zu positionieren, arbeiten junge Unternehmen parallel an Produkten und Geschäftsmodellen für den sich rasant verändernden Markt. Um auch ihre Ideen einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren, ermöglicht die Energy Firmen, die jünger als zehn Jahre sind, sich auf einem vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Gemeinschaftsstand vorzustellen. Dieses Angebot gilt nicht nur für das Thema Energie, sondern wendet sich an alle industriellen Start-ups auf der Hannover Messe. Die weiteren vier Leitmessen umfassen die Themen industrielle Automatisierung, digitale Fabrik, industrielle Zulieferung sowie Forschung und Technologie.

Neue Entwicklungen sollen den Besuchern nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch vorgestellt werden. „Das Herzstück der diesjährigen Energy ist die Integrated Energy Plaza“, sagt Jochen Köckler, Vorstandschef der Deutschen Messe. Dort soll ein interaktives Modell die einzelnen Bausteine des künftigen Energiesystems veranschaulichen. „Die Besucher erleben so das Zusammenspiel der verschiedenen Technologien. Sie sehen, wie eine sichere und wettbewerbsfähige Energieversorgung erfolgreich umgesetzt werden kann“, verspricht Köckler. Auf der 360 Quadratmeter großen Plaza demonstrieren Unternehmen wie der Windanlagen-Hersteller Enercon oder der Technologiekonzern Siemens ihre Lösungen für eine integrierte Energiewelt.

Im vergangenen Jahr präsentierten sich 6.500 Unternehmen auf der Hannover Messe, die 220.000 Gäste besuchten. Die Leitmesse Energy verzeichnete 89.500 Besucher und 1.279 Aussteller. Indien war 2015 das Partnerland, 2016 sind zum ersten Mal die USA mit von der Partie. Im Fokus des Zentralpavillons „Invest in USA“ stehen Energieeffizienz und -erzeugung sowie moderne Fertigungstechnik. US-Präsident Barack Obama hat sich den Umweltschutz ganz oben auf die Agenda geschrieben. Er will eigens nach Hannover reisen, um gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel die Messe zu eröffnen. Rund 350 Unternehmen aus den Staaten werden in Niedersachsen ihre Produkte für die vernetzte Industrie vorstellen, davon 50 Aussteller auf der Energy.

Schirmherr der Energy 2016 ist Maroš Šefčovič, Vizepräsident der Europäischen Energieunion. Er fordert: „Europa braucht integrierte Energielösungen.“ Der wachsenden globalen Nachfrage könne nur durch eine Erweiterung der erneuerbaren Energiequellen und eine verbesserte Effizienz nachhaltig begegnet werden. „Dies erfordert neue und kontinuierlich bessere Technologien. Die Energy gibt einen Überblick dessen, was technisch bereits heute möglich ist und was uns in naher Zukunft erwartet.“

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