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Boomende Wasserkraft: Akteure in Schwellenländern konnten im vergangenen Jahrzehnt Erfahrung im Bau von Wasserkraftwerken sammeln. Bild: Menabrea/iStockphoto
Kohle-, Wasser- und Gaskraftwerke

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Weltmarkt für Kraftwerksanlagen verändert sich

Der boomende Energiesektor in Schwellenländern verändert die Dynamik im Weltmarkt für Kraftwerksanlagen, wie eine Studie von Frost & Sullivan zeigt.

Das wirtschaftliche und infrastrukturelle Wachstum in Entwicklungsländern verlagert das Gleichgewicht im Markt für Kraftwerksanlagen zu Gunsten der Entwicklungsländer. Energieerzeuger in diesen Ländern bevorzugen heimische Anlagenbauer, da sie die örtlichen Vorschriften kennen, niedrigere Baukosten verursachen und auf lokale Produktionsstandorte zurückgreifen. Das hat eine Studie von Frost & Sullivan zum globalen Wettbewerb im Markt für Kraftwerksanlagen ergeben.

Demnach werden die Schwellenländer einen größeren Anteil an der gesamten installierten Kraftwerkskapazität ausmachen, die bis zum Jahr 2030 voraussichtlich 4,6 Terawatt (TW) überschreiten wird. Die Studie berücksichtigt die Märkte für Kohle-, Wasser- und Gaskraftwerke in Schlüsselregionen und erklärt die sich verändernden Dynamiken in Hinblick auf Ausrüstung, Anlagenbau als auch lokale Vorschriften.

Marktverschiebung von West nach Ost

Staatliche Investitionen im Energiesektor fördern schon lange die heimischen Märkte für Kraftwerksanlagen in Schwellenländern wie China, Indien und Südkorea. Insbesondere China hat Auslandsprojekte in rohstoffreichen Nationen finanziert und damit den Absatz von Waren und Dienstleistungen aufstrebender Akteure in neuen Regionen, wie etwa Afrika und Südamerika, unterstützt.

Etablierte Marktteilnehmer aus den USA, Europa, Russland und Japan, die die Wertschöpfungskette Planung, Beschaffung und Konstruktion (englisch EPC; Engineering, Procurement and Construction) als auch den Bau wichtiger Anlagentechniken im Kraftwerksbau dominiert haben, bestätigen eine Machtverschiebung von West nach Ost.

„Ein wachsendes Qualitätsbewusstsein sowie die Förderung lokaler Serviceeinrichtungen sind Anlass für die Regierungen der Schwellenländer, Technologietransfers und das Vorhandensein einer Niederlassung vor Ort als Vorbedingung für eine Teilnahme bei vielen Ausschreibungen festzulegen,“ erläutert Manoj Shankar, bei Frost & Sullivan Analyst für Energy & Environmental Research. „Traditionelle Marktteilnehmer konzentrieren sich deshalb nun stärker auf Partnerschaften, Fusionen und Übernahmen, um Zugang zu den boomenden Schwellenländern zu erhalten. Gleichzeitig eröffnen Joint Ventures den lokalen Herstellern und Dienstleistern Zugang zum Weltmarkt“.

Der Gasmarkt wird laut Studie von traditionellen Unternehmen dominiert. Eine gestiegene Energieproduktion aus Kohle- und Wasserkraft soll in den Schwellenländern im vergangenen Jahrzehnt dazu beigetragen haben, dass die dortigen Akteure Erfahrung im Bau von Kohle- und Wasserkraftwerken sammeln konnten. Der Fokus auf diese beiden Bereiche hat der Studie zufolge das Bauvolumen für Gaskraftwerke verringert und die Aktivitäten in der Gasturbinentechnologie im Osten begrenzt. Im Gegenzug hätten das größere Bauvolumen für Gaskraftwerke im Westen und die fortschrittlichere Technologie dazu geführt , dass traditionelle Anlagenbauer größere Marktanteile in diesem Segment erschließen konnten.

Schrumpfende Budgets vieler Versorgungsunternehmen und Finanzierungsengpässe aktueller Projekte sollen den Weg ebnen zu strategischen Partnerschaften mit lokalen Banken, um erfolgreicher bei neuen Ausschreibungen für Kraftwerksprojekte in Schwellenländern mitbieten zu können. (ckli)

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