Melden Sie sich kostenfrei an, um Artikel vollständig zu lesen...
News und Promotion-Beiträge sind ohne Registrierung kostenfrei zu lesen
Login

Passwort vergessen?
Registrieren
   

Passwort ist zu kurz (mind. 8 Zeichen).
Mit dem Kauf der Interargem erweitern die Stadtwerke Bielefeld ihr Geschäft um den Bereich Entsorgung. V.l.: Ingo Kröpke (Geschäftsbereichsleiter Erzeugung bei den SWB), Friedhelm Rieke (Geschäftsführer der SWB), Martin Uekmann (Geschäftsführer der SWB) und Rainer Müller (Geschäftsführer der Interargem). Bild: Stadtwerke Bielefeld
Übernahme

0 Bewertungen

Stadtwerke Bielefeld machen in Müll

Die Stadtwerke haben von EEW Energy from Waste 51,2 Prozent Anteile am Abfallentsorger Interargem übernommen. Damit sind sie Mehrheitsgesellschafter.

Das Abfallverwertungsunternehmen Interargem (IAE) gehört seit dem 4. Januar 2016 zu 91,9 Prozent den Stadtwerken Bielefeld (SWB). Diese haben 51,2 Prozent Anteile von der EEW Energy from Waste übernommen. „Damit ist die Interargem jetzt ein rein kommunales Unternehmen“, so Martin Uekmann, Geschäftsführer der SWB. Die verbleibenden 8,1 Prozent Anteile werden von kommunalen Gesellschaftern in der Region gehalten. Die SWB haben die restlichen Anteile an der IAE vorzeitig gekauft. „Das ist eine gute Investition, denn die Interargem ist auf dem regionalen Entsorgungsmarkt gut positioniert“, sagt Friedhelm Rieke, Geschäftsführer der SWB und nebenamtlicher Geschäftsführer der IAE.

Die IAE übernimmt mit ihren beiden Verbrennungsanlagen in Bielefeld und Hameln eine zentrale Rolle für die thermische Behandlung und energetische Verwertung von Abfällen in der Region, so die SWB. Beide Anlagen sind mit moderner Anlagentechnik und effizienter Rauchgasreinigungsanlagen ausgestattet. Die gesetzlichen Grenzwerte würden dabei nicht nur sicher eingehalten, sondern deutlich unterschritten. Zum Erhalt dieser Standards sowie zum Ausbau der Kapazität und zur Steigerung der Energieeffizienz wurden an den Anlagenstandorten Investitionen von zusammen mehr als 200 Millionen Euro getätigt.

Die beiden Müllverbrennungsanlagen erzeugen Fernwärme mit Hilfe der klimafreundlichen Kraft-Wärme-Kopplung. „Das passt hervorragend zu unserem Energiekonzept“, sagt Ingo Kröpke, Geschäftsbereichsleiter Erzeugung bei den SWB und nebenamtlich Geschäftsführer bei den Müllverbrennungsanlagen Bielefeld und Hameln. Die Verbrennungskapazität der Anlagen beträgt zirka 400.000 Tonnen Abfall in Bielefeld sowie 300.000 Tonnen Abfall und 100.000 Tonnen Altholz in Hameln. An den beiden Standorten werden jährlich rund 320 Millionen Kilowattstunden Strom und zirka 570 Millionen Kilowattstunden Fernwärme erzeugt. Dies entspricht dem durchschnittlichen Bedarf von zirka 110.000 Haushalten an elektrischer Energie beziehungsweise 38.000 Haushalten an Wärme.

Firmen zu diesem Artikel

Nach oben