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So kennt man Lamborghini: „Aventador LP 750-4 Superveloce“ (siehe Bildergalerie) heißt der im Frühjahr beim Genfer Autosalon präsentierte Zwölfzylinder, und allein Begriffe wie „Aventador“ und „Superveloce“ rufen bei jedem Sportwagen-Enthusiasten Gänsehaut-Feeling hervor. Nach wenig PS und CO2 klingt das jedenfalls nicht, doch arbeitet der italienische Hersteller von Luxussportwagen, der zum Audi-Konzern gehört, an seinem Öko-Image.

Völlig CO2-frei können die Autos mit V12-Motor zwar nicht fahren, aber ihre Herstellung kann klimafreundlicher geschehen. Schlüssel dazu ist eine Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungsanlage mit Fernwärme-Anbindung, die im April in Sant’Agata in Betrieb ging und gestern feierlich eingeweiht wurde. Mit Blick auf die Zukunft, denn ab 2018 soll ein SUV aus den Hallen von Lamborghini rollen, wofür 500 Mitarbeiter und ein neues Werk hinzukommen (Konzeptauto „Urus“ siehe Bildergalerie). Die Werksfläche wird sich dadurch verdoppeln, die CO2-Neutralität soll beibehalten werden.

Derzeit fertigen über 1250 Mitarbeiter rund 2500 Edelflitzer im Jahr – 2015 wird ein neuer Verkaufsrekord erwartet. „Die Leute kaufen Lamborghini, weil sie sich einen Traum erfüllen wollen, nicht weil sie pendeln müssen“, erklärte der deutschstämmige Stephan Winkelmann das Phänomen, Präsident und CEO von Automobili Lamborghini.

Trigeneration-Anlage: Strom, Wärme, Kälte

Ranieri Niccoli, Director Automobili Lamborghini, erläuterte die Eckpfeiler der Energiestrategie und der neuen Anlage. Der Nachhaltigkeitsprozess wurde schon 2009 angestoßen, im Jahr 2010 wurde eine erste PV-Anlage installiert. Später kamen Maßnahmen an Gebäuden (Isolierung, effizientere Heizung) hinzu.

Die neue „Trigeneration“-Anlage sorgt mit Hilfe eines BHKW gleichzeitig für Strom, Wärme und Kühlung. Mit einer Leistung von 1,2 MW soll sie 9800 MWh pro Jahr liefern – heute noch aus Erdgas, bis Ende 2017 soll diese Anlage auf Biogas umgestellt werden.

Lamborghini erreicht mit der Kraft-Wärme-Kälte-Anlage und durch den Kauf von Emissionszertifikaten, die die verbleibenden CO2-Emissionen der Produktion kompensieren, schon heute CO2-Neutralität für sein Werk. Die Zertifizierung im Rahmen des „Carbon Neutrality“ Programms ist weltweit die erste, die einem Unternehmen von DNV GL (Det Norske Veritas Germanischer Lloyd) verliehen wurde.

Italiens Umweltminister Gian Luca Galletti lobt Lamborghini bei der Einweihung der Anlage für das beispielgebende Verhalten, wirtschaftlich erfolgreich zu sein und dennoch verantwortlich mit der Umwelt umzugehen.

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