Melden Sie sich kostenfrei an, um Artikel vollständig zu lesen...
News und Promotion-Beiträge sind ohne Registrierung kostenfrei zu lesen
Login

Passwort vergessen?
Registrieren
   

Passwort ist zu kurz (mind. 8 Zeichen).
Flüssiggas-Terminal: Rund um den Hafen von Brunsbüttel gibt es nicht nur geeignete Freiflächen, sondern auch potenzielle Abnehmer. Bild: Brunsbüttel Ports
Flüssiggas-Terminal

0 Bewertungen

Fraunhofer prüft Brunsbüttel

Eine Studie soll bis zum Herbst prüfen, ob sich Brunsbüttel als Standort für ein Flüssiggas-Terminal eignet.

Der Industrie- und Hafenstandort Brunsbüttel hat sich in den vergangenen Monaten als möglicher Standort für ein LNG-Terminal positioniert (Liquefied Natural Gas – Flüssigerdgas). Nun soll das Fraunhofer-Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen (CML) in einer unabhängigen Studie die Potenziale für eine entsprechende Infrastruktur untersuchen.

Brunsbüttel Ports, der Betreiber des seeschifftiefen Elbehafens, verfügt bereits über Erfahrungen im Handling von vergleichbaren Gütern, etwa LPG (Liquefied Petroleum Gas – Autogas). Zudem stehen in Hafennähe nicht nur Freiflächen zur Verfügung, im Umkreis befinden sich auch mögliche Abnehmer.

Brunsbüttel liegt am Schnittpunkt von Elbe und Nord-Ostsee-Kanal und ist damit ein geeigneter Standort für die Bebunkerung von Schiffen mit LNG als Treibstoff. Die Verkehrswege von/nach Hamburg sowie in/aus dem Nord-Ostsee-Kanal passieren Brunsbüttel. Eine LNG-Versorgung der Häfen Hamburg, Cuxhaven und Bremerhaven ist aufgrund der geografischen Lage ebenfalls denkbar. Bereits heute ist die mobile LNG-Bebunkerung via LKW möglich.

Strategische Gasreserve mit Flüssiggas?

Die ansässigen Industrieunternehmen aus der Chemiebranche könnten LNG als Alternative zum Pipelinegas nutzen. Darüber hinaus könnten unter anderem Industrieunternehmen europaweit per Bahn und Lkw beliefert werden. Eine Kooperation mit dem Hamburger Unternehmen VTG, das kürzlich den ersten LNG-Kesselwaggon für den Transport von LNG über die Schiene vorgestellt hat, besteht bereits. Weiterhin könnte es eine LNG-Infrastruktur in Brunsbüttel ermöglichen, eine strategische Gasreserve für Deutschland einzurichten und die Diversifizierung der Gasbezugsquellen voranzutreiben.

Vor einer Investitionsentscheidung steht allerdings auch die Frage, unter welchen Voraussetzungen sich eine geeignete LNG-Infrastruktur etablieren und entwickeln lässt. In diesem Zusammenhang sollten neben den naheliegenden LNG-Absatzmärkten vor allem auch Märkte einbezogen werden, deren LNG-Nutzungspotenziale noch entwickelt werden müssen. Aus diesem Grund haben das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie des Landes Schleswig-Holstein, die Egeb Wirtschaftsförderung (Entwicklungsgesellschaft Brunsbüttel) und Brunsbüttel Ports gemeinsam das Fraunhofer CML beauftragt, in einer unabhängigen Studie die Potenziale für eine LNG-Infrastruktur zu untersuchen. Schleswig-Holsteins Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer erklärte: „Das Ergebnis wird maßgeblich für die weiteren Schritte sein.“

Der Abschluss der Untersuchung sowie die Vorstellung der Ergebnisse werden für Herbst dieses Jahres erwartet.

Firmen zu diesem Artikel

Nach oben