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Technologie für flexibelstes Großkraftwerk: Der Auftrag über 20 Jenbacher J920 Flextra Gasmotoren stellt den weltweit größten Auftrag der Jenbacher Firmengeschichte dar. Bild: GE Jenbacher
Innovatives Kraftwerk

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Deutschlands flexibelstes Großkraftwerk

Gasheizkraftwerk mit über 90 Prozent Wirkungsgrad setzt neue Maßstäbe in Sachen Flexibilität, Wirkungsgrad und Umweltverträglichkeit.

Gemeinsam mit dem Generalunternehmer Kraftanlagen München (KAM) unterstützt GE die Stadtwerke Kiel dabei, mit einem modernen Gasheizkraftwerk (GHKW) eine neue, extrem flexible Generation von Energieerzeugungsanlagen aufzubauen. Der Startschuss für das Projekt ist mit der Vertragsunterzeichnung am 3. August 2015 gefallen. Mit 20 Einheiten des leistungsstärksten GE Gasmotors stellt das Leuchtturm-Projekt der Energiewende den bisher größten Auftrag für die GE Gasmotorensparte in Jenbach dar.

Die umweltgerechte Energielösung wird das derzeit bestehende Gemeinschaftskohlekraftwerk (GKK) ersetzen und die Region insbesondere mit Fernwärme versorgen. Als bundesweit einzigartiges Projekt gilt die neue Anlage GE zufolge bereits jetzt als beispielhaft und setzt neue Maßstäbe in punkto Flexibilität, Wirkungsgrad und Umweltverträglichkeit.

Die 20 Jenbacher J920 Flextra Gasmotoren, die das Herzstück der Anlage bilden, erbringen eine Gesamtleistung von 190 MW elektrischer und 192 MW thermischer Energie, die in das Strom- beziehungsweise Fernwärmenetz eingespeist wird. Der Gesamtwirkungsgrad der Anlagen von GE liegt dabei bei über 90 Prozent, der elektrische Wirkungsgrad bei 45 Prozent. Die Vermarktung der Regelenergie und die Einbindung eines Elektrodenkessels (Power-to-Heat) in Zeiten niedriger Strompreise sollen eine flexible und wirtschaftliche Lösung darstellen. Diese soll nicht nur die Versorgung für die Region sichern, sondern auch die Wirtschaftlichkeit im Betrieb sicherstellen. Verglichen mit dem bisherigen Kohlekraftwerk verringert sich laut GE der CO2-Ausstoß von 1,8 Millionen Tonnen auf zirka 540.000 Tonnen.

Eine Hauptanforderung an die neue Anlage der Stadtwerke Kiel war größtmögliche Flexibilität. Denn aufgrund des hohen Anteils von Windstrom im regionalen Netz muss das Kraftwerk in der Lage sein, binnen kurzer Zeit die volle Leistung ins örtliche Stromnetz einzuspeisen, um so die Volatilität des Windaufkommens auszugleichen und die Netzstabilität abzusichern. Die Jenbacher J920 FleXtra Gasmotoren von GE können diese Schwankungen aus Sicht des Unternehmens optimal kompensieren. Bereits in wenigen Minuten kann ihre volle Leistung abgerufen werden. Damit qualifizieren sich die effizienten Motoren als Brückentechnologie und Lösung für die Umsetzung der Energiewende in Deutschland mit der Zielsetzung, bis 2050 einen Stromerzeugungsanteil von 80 Prozent aus erneuerbaren und damit volatilen Energiequellen zu erreichen.

Der Auftrag der Stadtwerke Kiel teilt sich in zwei Phasen auf. Die erste Projektphase beinhaltet die Planung und Errichtung der Pumpenhalle zur Anbindung des Fernwärmenetzes, des Elektrodenkessels und des Wärmespeichers sowie die Planung und Erwirkung der Betriebsgenehmigung für die Gesamtanlage, einschließlich der Gasmotoren. Ab Mai 2016 ist die Auslösung der zweiten Projektphase geplant, die die Errichtung des Gasmotorenkraftwerks umfasst.

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