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Gut aufgelegt: Über insgesamt drei Dächer der Kappelner Werkstätten erstreckt sich eine neue PV-Anlage mit 384 Modulen. Bild: Eon
Eigenstromerzeugung

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Solarstrom für die Werkbank

Text: Susanne Mader, Eon
In den Kappelner Werkstätten gibt es noch echte Handarbeit. Während auf der Werkbank Unikate entstehen, erzeugen PV-Module auf den Dächern hausgemachten Strom für die Einrichtung. Diese konzentriert sich so auch ökologisch auf die Zukunft.

Ein Holzgeruch liegt in der Luft, an die Ohren dringt das Surren von Bohrmaschinen und Fräsen. Eine Ecke des Raums dient als Zwischenlagerplatz für einen Stapel Bretter, der später weiterverarbeitet wird. Neben dem Werktisch türmen sich halb fertiggestellte Produkte. Sie warten auf den nächsten Arbeitsschritt. In den Kappelner Werkstätten herrscht reger Betrieb. Die Einrichtung für Menschen mit Behinderung des St. Nicolaiheim Sundsacker in Schleswig-Holstein bietet derzeit 370 Menschen einen Arbeitsplatz. Neben den Eigenprodukten der Werkstätten werden hier in Handarbeit aber auch mithilfe von schweren Maschinen Teile für die Herstellung von Design­möbeln angefertigt.

Energieversorgung im Komplettpaket

Die Kappelner Werkstätten wurden 1989 mit dem Ziel gegründet, Menschen mit Behinderung in das Arbeitsleben zu integrieren. Die differenzierten Arbeitsbedingungen leisten Hilfestellung bei der sozialen und beruflichen Rehabilitation, um so langfristig Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung zu sichern.

Dieses zukunftsorientierte Denken, das dem Leitgedanken der sozialen Einrichtung zugrunde liegt, wollte der Geschäftsführer Stefan Lenz auch im Hinblick auf die Energieversorgung vorantreiben. „Wir sind eine Einrichtung für Menschen, und daher sind für uns Langfristigkeit und Nachhaltigkeit sehr wichtig“, betont er.

Stromhungriges Handwerk

Gerade die schweren Maschinen – dazu gehören etwa die Fräsen im Holzbereich, die für die industrielle Fertigung erforderlich sind – benötigen viel Strom. Insgesamt schlägt jährlich ein Verbrauch von rund 570 000 kWh zu Buche.

Um dem Anspruch einer nachhaltigen Produktion nicht nur aus sozialer, sondern auch aus ökologischer Sicht gerecht zu werden, wollten die Kappelner Werkstätten die Energie für den Betrieb mithilfe der Sonne selbst generieren. Bei der Investition lag ein zentraler Anspruch auf der zeitlichen Abstimmung von Energieerzeugung und -verbrauch, damit der Strom ohne Zwischenspeicherung sofort genutzt werden kann.

Gemeinsames Photovoltaik-Projekt

Für die Umsetzung ihrer Vision sicherten sich die Kappelner Werkstätten die Unterstützung von Eon als Energiepartner mit einem ganzheitlichen Ansatz. Im Fokus standen die individuellen Anforderungen der Werkstätten für eine Photovoltaikanlage, die auf maximalen Eigenverbrauch ausgerichtet ist.

Mithilfe der Sonne grüne Energie zu gewinnen ist ganz im Sinne von Stefan Lenz. In der Solarenergie sieht er einen „wichtigen Baustein bei der sauberen, nachhaltigen Erzeugung von Energie“. Neben der Planung und Realisierung übernimmt Eon auch die Wartung der Anlage.

„Wir haben uns ganz bewusst für Eon entschieden, da das Unternehmen eine gute Beratung angeboten und eine reale Kostenrechnung aufgestellt hat“, erläutert der Geschäftsführer. Die Investition sollte sich nicht nur aus ökologischer Sicht lohnen, sondern auch wirtschaftlichen Nutzen bringen.

Erzeugung und Verbrauch im Blick

Ein Solarmodul reihte sich an das andere. Pünktlich zum meteorologischen Sommeranfang im Juni 2016 und damit vor den sonnenreichsten Tagen wurde die Photovoltaikanlage fertiggestellt. Somit können die Werkstätten nun fast 90 Prozent ihres Strombedarfs selbst erzeugen und schonen nicht nur die Umwelt, sondern auch das eigene Budget.

Nur ein geringer Teil des produzierten Stroms wird dagegen ins Netz eingespeist. Wie viel umweltfreundlicher Strom generiert und in den Werkstätten verbraucht wird, visualisiert der sogenannte Eon Energy Desk, ein großer Bildschirm im Pausenraum der Kappelner Werkstätten.

Gerade zeigt der Bildschirm, dass heute bereits 396 kWh Sonnenenergie erzeugt wurden und er veranschaulicht: „Damit kann man 396-mal 60-Grad-Wäsche waschen“.

Während die insgesamt 384 Solarmodule verteilt auf drei Dächern in der Sonne glitzern, lässt der Blick auf den Bildschirm wiederum die Augen eines sehr zufriedenen Stefan Lenz strahlen.

Franco Gola, Leiter Energielösungen PV bei Eon,
über Stromspeicher

Herr Gola, mit welchem Ziel fokussiert sich Eon auf das PV-Geschäft?

Franco Gola:

Immer mehr Menschen interessieren sich für einen nachhaltigen Lebensstil. Das bedeutet auch, dezentral und umweltfreundlich eigenen Strom zu erzeugen. Obwohl der Zubau nicht mehr so rasant anwächst gibt es großes Potenzial für neue Produkte, Services und Dienstleistungen. Wir wollen der Ansprechpartner für alle Energielösungen sein. Und wir liefern auch die verbleibenden Strommengen, die von der eigenen Anlage zuhause noch nicht selbst erzeugt werden können.

Mit Eon Aura haben Sie einen eigenen Stromspeicher auf den Markt gebracht. Warum dieser Schritt?

Wir haben den Speicher zusammen mit Solarwatt entwickelt. Wir entwickeln ihn in engem Austausch stetig weiter. Uns ist wichtig, den Speicher nah am Markt und den Bedürfnissen der deutschen Kunden auszurichten. Es zählt aber nicht nur die Hardware, sondern auch die Steuerung.

Wie sieht diese Steuerung konkret aus?

Der selbstlernende Energiemanager nutzt Prognosen über die erwartete Erzeugung und den anfallenden Verbrauch. So können die Kunden einen möglichst hohen Anteil der Energie nutzen, die ihre eigene PV-Anlage erzeugt. Die dazugehörige App zeigt auf einen Blick, wie viel Solarstrom die Anlage gerade erzeugt, wie viel Energie zuhause verbraucht und wie viel gespeichert oder aus dem Speicher entnommen wird. Die App bietet darüber hinaus Analyse-Tools für PV-Einsteiger und Experten, ein Ranking zur Eigenversorgung mit Solarstrom und zur CO2-Einsparung sowie eine individuelle Wetterprognose. Außerdem ist der Manager bereits heute in der Lage, das Laden des E-Autos, Wärmepumpen und Haushaltsgeräte zu steuern.

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