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Insbesondere im Winter büßen Windkraftanlagen durch Vereisung der Rotorblätter an Energieertrag ein. Elastische Vorderkanten sollen die Erosion verringern. Bild: iStock, megula
Bessere Aerodynamik

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Elastische Nase für Rotorblätter

Wenn Lacke und Folien nicht mehr schützen: Die Vorderkanten von Rotorblättern in Winturbinen verschleißen stetig durch Wind und Wetter; die Materialerosion schmälert die Aerodynamik. Elastische Vorderkanten sollen den die Schäden verringern.

Im Rahmen des Forschungsprojekts Hyros forschen Wissenschaftler des Instituts für integrierte Produktentwicklung (BIK) an der Universität Bremen gemeinsam mit Saertex und weiteren Partnern an einer elastischen Vorderkante (sogenannte Nase) für Rotorblätter, da dieser Teil der meisten Belastung durch die Witterung ausgesetzt ist. Dabei soll eine Faserlage mit einem Elastomer verbunden werden. Im Vordergrund der Forschungsarbeit steht die Suche nach geeigneten Materialien, um bestmögliche Aerodynamik der Bauteile zu erreichen.

Weniger Verluste durch Witterung

Laut Projektleiter Dr. Jan-Hendrik Ohlendorf soll die Elastizität der Vorderkante der Erosion Einhalt gebieten und damit die Wartungskosten senken, um die Verlässlichkeit und die Energieerzeugung in Windkraftanlagen langfristig zu erhöhen. Neben biegsamen Materialien soll die neue Nase über eine Rotorblattheizung verfügen, um Vereisung der Rotorblätter zu vermindern.

Vereisung ist besonders im Binnenland ein häufiger Grund für das Abschalten von Windanlagen, das den Energieertrag schmälert - wobei gerade im Winter die Windverhältnisse eigentlich besonders vorteilhaft für die Energieausbeute sind. So ergab sich während eines Tests in Schweden, dass eine Anlage mit beheizten Rotorblättern im Winter bis zu 25 Prozent mehr Strom erzeugt als eine Anlage, die nicht auf diese Weise enteist wird.

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