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Erneuerbare Energien seien mittlerweile kostentechnisch genauso rentabel wie fossile Brennstoffe, so James Court, Vorsitzender der Renewable Energy Association. Bild: Pixabay
Stromversorgung in Schottland

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Orkan bringt Windstrom für den ganzen Tag

Text: Johanna Peters für Energy 2.0
Ein bedeutender Schritt im Energiewandel: An einem stürmischen Sommertag in Schottland übertraf die gewonnene Windenergie einen Tag lang den Stromverbrauch von ganz Schottland.

Orkanböen mit einer Stärke von bis zu 115 Meilen pro Stunde, gemessen auf dem Gipfel des Cairngorm Mountains, verursachten am 7. August in Schottland einige Schäden: eine Bohrinsel, die 17.000 Tonnen Öl fördert, wurde beschädigt und der Zugverkehr musste ruhen.

Der starke Wind hatte jedoch trotz der Schäden auch einen positiven Effekt: Für diesen Tag produzierten die Windturbinen Schottlands mehr Strom, als die gesamte Bevölkerung benötigte. Der Stromverbrauch lag an diesem Tag bei 37,202 Megawattstunden, produziert wurden 39,545 Megawattstunden.

Der Vorsitzende der Organisation WWF (World Wide Fund For Nature), Lang Banks, freute sich sehr über den Erfolg. Laut der britischen Zeitung The Independent forderte Banks von der Regierung einen Vertrag, der festlegt, dass bis zum Jahr 2030 die Hälfte des schottischen Energieverbrauchs durch Windkraft gedeckt werden soll.

Auch Karen Robinson vom WeatherEnergy Project betont gegenüber dem Independent, dass der Erfolg zeigt, wie weit die Entwicklung von erneuerbaren Energien voran geschritten ist. Der Tag markiert einen wichtigen Schritt im Prozess der Abschaffung fossiler Brennstoffe.

Erneuerbare Energien seien mittlerweile außerdem kostentechnisch genauso rentabel wie fossile Brennstoffe, so James Court, Vorsitzender der Renewable Energy Association, gegenüber der britischen Zeitung. Laut einer Studie vom Bloomberg New Energy Finance (BNEF) vom letzten Jahr war Windkraft in den USA und in Deutschland sogar die günstigste Stromquelle – die Aussichten auf eine umweltfreundliche Energiegewinnung in der Zukunft sind also mehr als positiv.

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