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Los Angeles bei Nacht: Philips hat in der Metropole eine vernetzte Straßenbeleuchtung umgesetzt. Durch den weltweiten Umstieg auf LED-Beleuchtung können nach Angaben des Elektronikkonzerns bis 2030 Energieeinsparungen von bis zu 53 Prozent erzielt werden. Bild: Philips
Umweltschutz

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Philips plant Klimaneutralität bis 2020

Der Elektronikkonzern Philips will seine Bemühungen zur Emissionssenkung verstärken und den Energieverbrauch in den eigenen Betrieben verringern. Bis 2020 will das Unternehmen klimaneutral werden.

Eric Rondolat, CEO von Philips-Lighting, gibt bekannt, dass Philips seine CO2-Bilanz bis 2020 auf null verringern will. Man gehe davon aus, dass die Kohlendioxidbilanz in dem Zeitraum von 2007 bis zum Jahresende 2015 um 40 Prozent verbessert würde. Die Bemühungen zur Emissionssenkung sollen jedoch weiter verstärkt und beschleunigt werden, um in den kommenden fünf Jahren das angestrebte Ziel der Klimaneutralität zu erreichen. Dabei verfolgt der Konzern einen mehrgleisigen Ansatz beim Energieverbrauch. Das bedeutet konkret, Philips will den Energieverbrauch in den eigenen Betrieben verringern, indem die Energienutzung reduziert, Logistikprozesse optimiert und die Zahl von Geschäftsreisen minimiert werden. Gleichzeitig richtet das Unternehmen einen Appell an weltweit führende Unternehmen, sich ehrgeizigere Energieeffizienzziele zu setzen, um den Kohlendioxidausstoß zu begrenzen und einen Klimawandel abzuwenden.

Eine bereits ergriffene Maßnahme für die Klimaneutralität ist die Teilnahme des Konzerns am RE100 Programm, einer gemeinschaftlichen Initiative einflussreicher Unternehmen, die sich zur hundertprozentigen Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen verpflichtet haben. Philips hat bereits seinen Anteil beim Einsatz erneuerbarer Energien innerhalb von sechs Jahren, im Zeitraum von 2008 bis 2014, von acht auf 55 Prozent erhöht.

Man müsse in puncto Klimawandel abrechnen und erkennen, dass sich bislang alle Bemühungen weltweit als unzureichend erwiesen haben, um einen globalen Temperaturanstieg zu verhindern, so Rondolat. „Ambitionierte Ziele sind dringend nötig, um die Energieeffizienz insgesamt deutlich zu erhöhen.“ Es wäre bereits viel getan, wenn LED-Beleuchtung schneller angenommen und die beschleunigte Renovierung bestehender städtischer Infrastrukturen sowie eine stärkere Nutzung von solarbetriebenen LED-Leuchten vorangetrieben würden.

Studien zufolge wird bei den Intended Nationally Determined Contributions (INDCs), den geplanten Beiträgen zur Verminderung von Treibhausgasen, von den Ländern, die an der UN-Klimakonferenz in Paris teilgenommen haben, eine globale Erwärmung in der Größenordnung von zwischen 2,7 und vier Grad Celsius bis zum Ende des Jahrhunderts vorausgesagt. Das ist gegenüber dem Szenario ohne emissionswirksame Maßnahmen mit einem Anstieg von 6,5 Grad zwar eine Verbesserung, doch liegt diese Annahme weit unter dem weltweit vereinbarten Ziel von zwei Grad. Laut den Forschungsergebnissen könnte die Welt den Prozentsatz, um den sich die Energieeffizienz jährlich verbessert, durch den Einsatz bereits erhältlicher nachhaltiger Technologien jedoch verdoppeln. Auf diese Weise ließen sich die erforderlichen Emissionssenkungen für das geforderte Ziel halbieren.

Rondolat wies auf die Bedeutung der Beleuchtungsbranche bei der Verbesserung der Energieeffizienz hin, da sie 19 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs ausmache. Selbst wenn die globalen Trends wie Bevölkerungswachstum, Urbanisierung und die wachsende Mittelschicht bis zum Jahr 2030 zu einem Anstieg der Beleuchtungspunkte um 35 Prozent führen, könnten umfangreiche Verbesserungen bei LED- und vernetzter Beleuchtung einen Beitrag dazu leisten, dass CO2-Emissionen stärker als vorhergesagt reduziert werden. Durch den Umstieg auf LED-Beleuchtung könnten bis 2030 Energieeinsparungen von bis zu 53 Prozent gegenüber dem Szenario ohne emissionswirksame Maßnahmen erzielt werden.

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