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Auszeit: Künftig sollen Tageslicht und eine gute Belüftung die Müdigkeit vertreiben. Bild: LifesizeImages/iStockphoto, Mobilcom-Debitel
Energieeffizienz

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Green School macht müde Schüler munter

Text: Stefanie Asendorf, Borgmeier Public Relations
Ein gesundes Umfeld bei weniger Stromverbrauch – das bietet die grüne Schule. Mit Smart-­Home-­Technologie wird das Gebäude energieeffizient vernetzt. Erste Studien zeigen: Die richtige Lüftung und Beleuchtung tragen auch zum Lernerfolg bei.

Smart-Home-Systeme sind – neben Solartechnik, Regenwasseraufbereitung und intelligenten Lüftungssystemen – bereits in vielen Haushalten zu finden. Aus den USA kommt jetzt ein weiterer Trend: die grüne Schule. Green Schools geben ein aktuelles Beispiel dafür ab, wie nachhaltiges Energiemanagement moderne Technik beeinflusst. Doch was genau ist eine grüne Schule überhaupt? Die Bezeichnung Green School leitet sich von der Forderung nach einem nachhaltigen Energie- und Ressourcenmanagement ab. Interessanterweise sind dabei bereits viele energieeffiziente Lösungen umgesetzt, die hierzulande erst langsam in den Köpfen ankommen. Die Definition dessen, was eine Green School ausmacht, ist kurz: Ein gesundes Umfeld zum Lernen bei minimalem Verbrauch an Energie, Ressourcen und Geld. Allerdings bedarf der Erwerb des prestigeträchtigen Titels auch eines besonderen Engagements im Sinne der ökologischen Nachhaltigkeit. Dabei sind alle Charakteristika einer modernen Energie-, Wasser- und Wärmeversorgung zu berücksichtigen. Neben der effizienten Ressourcennutzung gehören dazu auch eine gesunde Umwelt, ökologische Lehrpläne, mit denen beispielsweise Recycling­strategien vermittelt werden, die Verwendung nährstoffreicher Lebensmittel sowie die Anwendung nachhaltiger Praktiken wie Wassersparen und Wiederherstellung des Lebensraums.

Diese Ziele vor Augen, setzen Green Schools beispiels­weise vermehrt auf Tageslicht und besondere Lichtsensoren, aber auch auf effiziente Heiz- und Kühlsysteme sowie gut isolierte Wände und Dächer. Die Gebäudedämmung spielt eine besonders wichtige Rolle, wenn es um die Einsparung von Energie und Kosten geht. Schließlich gilt es zu verhindern, dass kalte Luft ins Innere strömt und den Energieverbrauch der Heizung in die Höhe treibt. Der Aufwand lohnt sich: In Deutschland machen die Heizkosten mit 65 Prozent den Löwenanteil der Energiekosten von Privathaushalten aus. Doch die grünen Schulen haben noch weitere Möglichkeiten gefunden, nachhaltig Energie zu sparen.

Effekte durch Smart-Home-Technik

Als zukunftsweisenden Bestandteil integrieren Green Schools auch moderne Smart-Home-Lösungen in ihr Konzept. Die Smart-Home-Technik vernetzt das Schulgebäude auf intelligente Weise und erlaubt eine bedarfsabhängige Steuerung aller für den Energieverbrauch maßgeblichen Geräte. Werden Heizung, Licht oder Lüftung nicht gebraucht, stellt das System sie bis zur nächsten Nutzung ab. „Allein durch diese Funktion können Verbraucher einen großen Teil ihrer Energiekosten einsparen“, erklärt Darko Djuras, Smart-Home-Experte und Geschäftsführer der BCS Group, einem Verbrauchskostenoptimierer für den Mittelstand mit Sitz in Berlin. Dass sich der der Heizbedarf einer mehrstöckigen Immobilie durch intelligente Vernetzung um bis zu 30 Prozent und der Stromverbrauch um mehr als zehn Prozent senken lassen, konnte das Fraunhofer-Institut in einer ersten Testreihe nachweisen.

Auch wenn viele Experten der Meinung sind, dass Smart-Home-Technologien der starken Zunahme des Energieverbrauchs, die in den nächsten Jahren weltweit zu erwarten ist, entgegenwirken können, so schrecken in der Praxis noch viele Schuleinrichtungen vor entsprechenden Modernisierungsmaßnahmen zurück. Die zugrunde liegenden Bedenken bezüglich hoher Investitionskosten zerstreut indes eine Analyse aus Massachusetts. Laut der Fallstudie mit 30 teilnehmenden Green Schools ist eine Green School zwar um 1,5 bis 2,5 Prozent teurer als eine herkömmliche Schule, diese Mehrkosten würden aber durch die finanziellen Vorteile langfristig zehn- bis zwanzigfach aufgewogen.

Verbessertes Allgemeinbefinden

Ganzheitlich betrachtet tragen Smart-Home-Systeme auch zur Förderung der Gesundheit bei. So fand beispielsweise die Innenraumlufthygiene-Kommission des Umweltbundesamtes (UBA) heraus, dass auch die richtige Lüftung maßgeblich zum Lernerfolg beiträgt. Kopfschmerzen, Müdigkeit und mangelnde Konzentrationsfähigkeit bleiben demnach in gut belüfteten Räumen aus. Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik macht ergänzend dazu deutlich, dass auch die richtige Temperatur zum Wohlbefinden beiträgt. Auch hierfür können Smart Home-Systeme einen Beitrag leisten, indem sie die Innentemperatur in Abhängigkeit von der Außentemperatur und den jeweiligen Erfordernissen in den Klassenräumen regulieren. Darüber hinaus können auch moderne, energieeffiziente Beleuchtungssysteme den Lernerfolg fördern, so das Forschungsergebnis.

Interessanterweise wirkt sich diese Art der Gesundheitsförderung nicht nur positiv auf die jeweiligen Schüler und Lehrer aus, sondern auch auf die Medizinkosten. Bei den Green Schools von Massachusetts nahmen jedenfalls die Behandlungen ab, wobei insbesondere Asthma, Erkältungen und Grippeerkrankungen stark rückläufig waren. Derartige Verbesserungen dürften auch in Deutschland einen Anreiz darstellen, auf das grüne Schulsystem umzusteigen. Obgleich erste Schritte in diese Richtung bereits vereinzelt unternommen wurden, finden sich noch immer die meisten energieeffizienten Systeme in Wohngebäuden. Dies allerdings mit steigender Tendenz: 82 Prozent der deutschen Verbraucher gehen laut einer Bitkom-Studie davon aus, dass sich Smart-Home-Services langfristig durchsetzen werden.

„Das Modell Green School beweist eindrücklich, dass sich umweltbewusstes Denken und ökonomische Praxis widerspruchslos vereinen lassen“, meint Darko Djuras. „Insofern dürfen sich Umwelt und Verbraucher über weitere Innovationen und den langfristigen Erfolg von Smart Home und nachhaltigen Energien freuen.“

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