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LEEN-Netzwerke: Ein wichtiger Baustein sind Betriebsführungen bei den Teilnehmerbetrieben. Bild: Fraunhofer ISI / Franz Wamhof
Energieeffizienz-Netzwerke

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Gemeinsam Energie und Kosten sparen

Lernende Energieeffizienz-Netzwerke können Unternehmen helfen, hochrentable Einsparpotenziale zu finden und auszuschöpfen – dazu gibt’s Unterstützung vom Staat.

365 Betriebe haben sich bislang an Lernenden Energieeffizienz-Netzwerken (LEEN-Netzwerke) beteiligt. Ein Großteil der Teilnehmer an diesem Projekt, das vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) begleitet wurde, war mit dem Verhältnis von Aufwand und Nutzen zufrieden und bewertete die Netzwerkarbeit positiv. Jetzt unterstützt das Bundesumweltministerium im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative interessierte Unternehmen bei der Teilnahme an neuen Energieeffizienz-Netzwerken.

So werden Initiatoren und Netzwerkträger bei ihrer konzeptionellen Arbeit durch erfahrene Netzwerkentwickler des Projektteams kostenfrei unterstützt. Für alle Betriebe, die an einem LEEN-Netzwerk teilnehmen, das im Rahmen der Initiative bis Ende 2017 startet, entfallen die Lizenzgebühren für das LEEN-Managementsystem. Und schließlich werden die ersten zehn LEEN-Netzwerke mit zehn bis 15 teilnehmenden Betrieben, die ab 2015 entstehen, mit bis zu 4000 Euro pro Betrieb bezuschusst. Netzwerke mit nur acht oder neun teilnehmenden Betrieben, die jedoch weitere Interessenten nachweisen, können eine Teilförderung beantragen. Detailliertere Informationen zur Förderbekanntmachung können auf der Webseite der LEEN-Netzwerke eingesehen werden.

Energiesparen rentiert sich

Die Erfahrungen in bestehenden oder bereits abgeschlossenen LEEN-Netzwerken zeigen, dass Unternehmen durch die Teilnahme an solchen Netzwerken schnell und kostengünstig Einsparpotenziale finden und ausschöpfen können. Das führt zum einen zur Senkung der Treibhausgasemissionen, zum anderen wird die Effizienz bei der Nutzung von Energie und Ressourcen gesteigert.

Bei den 365 teilnehmenden Betrieben der vom Fraunhofer ISI begleiteten 30 Pilot-Netzwerke identifizierten die energietechnischen Berater rund 3600 rentable Energieeffizienzmaßnahmen. Für die Realisierung der durchschnittlich zehn Maßnahmen pro Betrieb waren im Mittel knapp 600.000 Euro zu investieren. Diese führten zu Einsparungen bei den Energiekosten in Höhe von knapp 200.000 Euro pro Jahr. Da es sich hierbei ausschließlich um Maßnahmen mit langlebiger Wirkung aus dem Bereich der Querschnittstechnologien handelte, war eine Amortisationszeit von drei Jahren für die meisten Unternehmen in Ordnung bis sehr willkommen, so das Ergebnis einer Umfrage.

Weniger Aufwand als gedacht

Außenstehende vermuten oft, dass der Ansatz viel zu aufwendig sei, insbesondere das Monitoring. Umfragen unter den Teilnehmern der 30 Pilot-Netzwerke zeigen hingegen, dass knapp 80 Prozent den Nutzen im Verhältnis zum Aufwand als ziemlich hoch bewerten, mehr als 70 Prozent schätzen den Zeitaufwand für die Netzwerkarbeit als eher gering ein. Zudem tauschen sich mehr als 60 Prozent der Teilnehmer auch über die Netzwerktreffen hinaus mit ihren neuen Kontakten über Energieeffizienzmaßnahmen aus.

Mit der Initiierung und Durchführung weiterer LEEN-Netzwerke wird die zwischen Bundesumweltministerium, Bundeswirtschaftsministerium und Wirtschaftsverbänden vereinbarte Initiative für 500 Energieeffizienz-Netzwerke unterstützt: Aufgrund der positiven Erfahrungen haben 20 Verbände und Organisationen der deutschen Wirtschaft und die Bundesregierung vereinbart, 500 neue Netzwerke zu gründen. Die Bundesregierung geht davon aus, dass auf diesem Weg jährlich bis zu 75 Petajoule Primärenergie beziehungsweise fünf Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 eingespart werden können.

So funktioniert ein LEEN-Netzwerk

In einem LEEN-Netzwerk arbeiten zehn bis 15 Betriebe einer Region zusammen, um durch Erfahrungsaustausch voneinander zu lernen und zeit- und kosteneffizient Energie zu sparen. Wesentliche Ansatzpunkte der gemeinsamen Arbeit im Netzwerk sind Effizienzverbesserungen in den Querschnittstechnologien (zum Beispiel Erzeugung von Wärme und Kälte, Druckluft, elektrische Antriebe, Lüftung, Kraft-Wärme-Kopplung).

In München hat das erste vom Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA) initiierte Energieeffizienz-Netzwerk seinen Betrieb aufgenommen. Bisher nehmen sieben Unternehmen aus der Region daran teil. Die Netzwerkarbeit im Projekt Reginee (REGionales Netzwerk für EnergieEffizienz) des VEA bildet hierfür die Grundlage.

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