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Bild: iStockphoto/Alex Slobodkin
Energieeffizienz

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Energie sparen ohne Risiko

Text: Anja Fischer, Eon
Energiekosten senken und die Effizienz der energetischen Infrastruktur zu steigern – das möchten viele Unternehmen. Doch häufig scheuen sie die Investitionen. Individuelle Finanzierungsmodelle wie ein Contracting plus Einspargarantie können die Entscheidung erleichtern.

Ökologisches Handeln hat der Antriebs- und Bremssystem-Anbieter Voith Turbo in seiner Philosophie verankert. Das Unternehmen hat sich deshalb das ehrgeizige Ziel gesetzt, den eigenen Energiebedarf bis zum Geschäftsjahr 2017/18 um 20 Prozent zu verringern. Am Standort Garching setzt es deshalb ein umfangreiches Effizienzprogramm um – gemeinsam mit Eon als Energiepartner. So hat Voith bereits einen großen Teil an Energie eingespart. Möglich gemacht hat das ein spezielles Contracting-Modell ohne Eigeninvestitionen. „Unternehmen haben unterschiedliche Ansprüche hinsichtlich ihres Energiemanagements“, sagt Robert Hienz, Geschäftsführer bei Eon. „Dabei spielen Einsparungen, Erzeugung, Sicherheit und Spielraum bei der Finanzierung von Investitionen eine Rolle. Das ist der Kern unseres Handelns: Wir finden individuell zugeschnittene Energielösungen.“

Zügige und kostenneutrale Umsetzung

Voith war wichtig, dass die Effizienzmaßnahmen nicht mit umfangreichen zusätzlichen Investitionen verbunden sind. Die Lösung: Ein sogenannter Energy Performance Contract ermöglichte eine rasche und kostenneutrale Ausführung der Maßnahmen, umgesetzt von Eons Tochter Connecting Energies. Grundlage war eine umfangreiche Potentialanalyse: Dabei ermittelte Eon, wie viel Energie am Standort Garching eingespart werden kann. Daraus resultierte dann ein Angebot mit vertraglich festgelegten Einspargarantien.

Durch das Konzept des Energy Performance Contract wurden die Maßnahmen vom Energiekonzern implementiert und betrieben – und auch finanziert. Diese Investitionen wurden dann durch die so entstandenen Einsparungen refinanziert. Alle nach Ende des Energy Performance Contract weiter erzielten Einsparungen fließen in voller Höhe Voith zu.

Verbrauchsdaten messbar machen

Um die tatsächlichen Einsparungen messbar zu machen, wurde eine detaillierte und hochpräzise Datenbasis geschaffen. Ein positiver Nebeneffekt davon war eine bessere Akzeptanz der Maßnahmen durch die Mitarbeiter: Im Fall von Rückfragen kann nun etwa der Regelungstechniker genau nachvollziehen, wie sich beispielsweise die Temperatur geändert hat.

Um diesen Anfangsbestand an Daten über einen sehr kurzen Zeitraum gleich zu Projektbeginn zu schaffen, wurden an die bestehenden Anlagen Zähler (Smart Meter) angebracht. Diese übertragen seitdem die Messwerte direkt an das Energy Management Center von Eon in Potsdam. Dort werden alle Anlagen über das intelligente Monitoring-System Smart View II kontinuierlich überwacht. Anhand der analysierten Daten konnte der Energieversorger im Rahmen des Contractings dann sukzessive die Anlagen modernisieren oder gänzlich erneuern. Im Fokus der Umbaumaßnahmen bei Voith stand die Lüftungs- und Heizungstechnik: Das Heizhaus am Standort Garching besitzt nun ein Regelventil. Die Kompressorenabwärme wurde zudem in die Hallenheizung integriert, um auf diese Weise die Heizenergie zu reduzieren. Im Bereich der Lüftung sind vollständig neue Zu- und Abluftanlagen sowie Ventilatoren installiert worden. Schon durch die Modernisierung dieser Anlagen haben sich erste wesentliche Einsparungen erzielen lassen.

Kernstück des Energieeffizienzprogramms ist aber das Building Energy Management System (BEMS). Um das BEMS zu implementieren, hat das Unternehmen vielfältige Sensoren eingebaut – beispielsweise Temperaturfühler, die eine Grundlage für die bedarfsgerechte Regelung der Heizungsanlagen darstellen. Zudem sind die Stellglieder und -antriebe sowohl an den bestehenden Anlagenkomponenten als auch den neuen Anlagen installiert worden. Die Gebäudeleittechnik vernetzt diese und erlaubt es auch, die Anlagen unmittelbar vor Ort über Touchscreens zu regeln. Die Aufgabe, das Ganze zu verbessern, übernimmt dann das Energy Management Center von Eon: Die Anbindung an das Datenmanagement-System mit kontinuierlicher Nachverfolgung der Energiedaten macht es möglich, die Anlagen über Fernzugriff so zu steuern, dass diese im genau erforderlichen Umfang laufen.

Insgesamt schafft es Voith mit dem laufenden Effizienzprogramm so, zirka 40 Prozent der Energiekosten in der Gebäudetechnik am Standort Garching einzusparen. Positiver Nebeneffekt: Der CO2-Ausstoß sinkt um etwa 1000 Tonnen pro Jahr. Nach der abgeschlossenen Installationsphase in Garching haben sich Voith und Eon darauf verständigt, ähnliche Effizienzprogramme an weiteren Standorten auszurollen.

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