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Digitalisierung und Vernetzung versprechen weitere Konzepte für Dienstleistungen und Geschäftsmodelle. So können in Zukunft Effizienz-Potenziale noch besser erkannt und durch spezialisierte Dienstleister wie Bilfinger Efficiency ausgeschöpft werden. Bild: iStock, Nastia11
Energiemonitoring

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Effizienz im Blick

Text: Jessica Schuster, Energy 2.0
Energieeffizienz beschäftigt Unternehmen derzeit ebenso intensiv wie die Digitalisierung. Nur wenn beide Themen Hand in Hand gehen, lässt sich das Effizienz-Potenzial voll nutzen.

Infolge der Reaktorkatastrophe von Fukushima entbrannte die Diskussion, ob neben dem massiven Ausbau von erneuerbaren Energien auch die Energieeffizienz in Unternehmen und privaten Haushalten näher betrachtet werden muss. Energieeffizienz ist jedoch nicht nur aus energie- und umweltpolitischen Gründen wichtig: Durch die wieder steigenden Energiepreise ist es Unternehmen möglich, sich hiermit Kostenvorteile zu verschaffen. Bis zum Jahr 2020 will die Europäische Union 20 Prozent des Primär-Energiebedarfs einsparen und die Energieeffizienz bis 2050 jährlich um 2,1 Prozent steigern.

Am besten ist es, den unentdeckten Stromfressern keine Chance zu lassen. Denn nicht die offensichtlichen Energieverbraucher wie Beleuchtung benötigen den meisten Strom: Es sind häufig elektrische Antriebe wie Ventilatoren oder Pumpen, die für einen hohen Verbrauch verantwortlich sind. Ventilatoren zum Beispiel finden sich heute in jedem Haushalt, ob in Computern, Kühl- oder Gefrierschränken, Trocknern oder Herden. Auch im industriellen Bereich werden sie beispielsweise in klima- und kältetechnischen Anlagen mit hoher Einschaltdauer genutzt. Gerade hier zeigen sich große Energieeinsparpotenziale. Diese aufzuspüren gestaltet sich nicht immer leicht. Intelligentes Energiemonitoring ist eine wesentliche Voraussetzung, um unentdeckte Energiefresser zu finden.

Energie-Daten aufbereiten

Ein Energiemonitoring beinhaltet nicht nur die Analyse, sondern nachfolgend auch die kontinuierliche Erfassung und Auswertung relevanter Prozesse. So bietet der Energie-Dienstleister Bilfinger Efficiency folgende Leistungen an:

  • Analyse ganzheitlicher Energiesysteme und Ermittlung der Einsparpotenziale für Immobilien sowie gewerbliche und industrielle Anlagen.

  • Reduzierung des Energieverbrauchs mit garantierten Einsparungen.

  • Entwicklung von Contracting-Lösungen, die Energiekosten langfristig reduzieren.

  • Projektfinanzierung und -strukturierung.

„Man kann eine Anlage oder ein System weiter verbessern, aber man muss es anschließend auch kontinuierlich beobachten. Nur so bleibt der optimierte Zustand beim nachfolgenden Betrieb dauerhaft erhalten“, sagt Peter Eilers, Vorsitzender der Geschäftsführung von Bilfinger Efficiency. Daten spielen hier eine große Rolle, und durch die verschiedenen Prozesse werden Unmengen davon erzeugt. Dadurch wird das Monitoring zu einer Herausforderung. Die Erfassung und Auswertung der relevanten Daten obliegt dem Energiemanager im Unternehmen. Erfasst werden Zählerdaten, Mediendurchflüsse und Anlagenzustände, dann folgt die kontinuierliche Analyse und Diagnose von Verbrauchs- und Anschlusswerten. So werden beispielsweise Lastspitzen und wiederkehrende Verbrauchsmuster erkannt und gebannt. Ziel ist die Visualisierung und der detaillierte Überblick über aktuelle und zurückliegende Verbrauchsdaten und Betriebszustände, um den Energieverbrauch zu optimieren.

Effizienz und Vernetzung

Die Digitalisierung spielt in der Industrie eine sehr große Rolle. Jede Komponente kommuniziert, um Bedarfe, Fehler und Zustände zu melden. Auch für das Energiemonitoring ist dies von Vorteil. „Durch das Internet der Dinge haben wir Zugriff auf die vollständigen Prozessverläufe von Systemen und ihren zugehörigen Komponenten. Wenn alle Daten online verfügbar sind, erleichtert das unsere Arbeit ungemein“, betont Eilers. So können Energiedaten eines kompletten Gebäudes oder einer Liegenschaft vollständig erfasst und in Echtzeit übertragen und analysiert werden. Intelligente Systeme zeigen Optimierungspotenziale auf und geben darüber hinaus noch Feedback zum Nutzerverhalten. Dadurch entstehen völlig neue Möglichkeiten auf dem Weg zur vollständigen Zusammenführung von Daten und Energieeffizienz.

Leider wird ein umfassendes Energiemonitoring derzeit noch durch zahlreiche Komponenten, die nicht vernetzt sind und stumm ihre Arbeit verrichten, erschwert. Hier bietet sich als Brückentechnik an, die Daten einzelner Verbraucher und Komponenten durch Stromkreisanalyse-Systeme zu detektieren und auf Geräteebene transparent zu machen. „Wir verfügen über Analyse-Systeme, die unter minimalem Aufwand an Stromkreise gekoppelt werden und Auskunft über beispielsweise Stromleistung und Stromverbrauch der zahlreichen, über den jeweiligen Stromkreis versorgten Einzelkomponenten geben. Das ist eine ausgereifte Brückentechnik auf dem Weg zum Internet der Dinge“, sagt Peter Eilers. Laut dem Vorsitzenden wird es jedoch noch eine Weile dauern, bis beim Neubau oder der Sanierung von Anlagen und Systemen ausschließlich direkt vernetzte und intelligente Geräte zur Anwendung kommen.

Neue Geschäftsmodelle erschließen

Digitalisierung und Vernetzung versprechen weitere Konzepte für Dienstleistungen und Geschäftsmodelle. So können in Zukunft Effizienz-Potenziale noch besser erkannt und durch spezialisierte Dienstleister wie Bilfinger Efficiency ausgeschöpft werden. Die Hürden für die Umsetzung von Energieeffizienz-Maßnahmen werden sinken und dadurch wird eine größere Anzahl an Maßnahmen wirtschaftlich erschließbar sein. Ohne Energieeffizienz wird die Energiewende nicht zu stemmen sein. Energiedienstleister helfen, Einsparpotenziale zu erkennen und zu realisieren.

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