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Bild: Jill Fromer, iStock
Wirkstromzähler

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Energie messen und zählen

Text: Manfred Cloot, Finder
Die Versorgung mit elektrischer Energie hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Das Smart Metering setzt intelligente Energiezähler voraus, die auch Einzug auf Campingplätze halten.

Elektrische Energie zuverlässig zu messen, wird durch den Wandel in der Energieversorgung immer wichtiger. Moderne elektronische Energiezähler, wie die der Serie 7E von Finder, haben viele Vorteile. Sie können etwa die gemessenen Werte digital an ein übergeordnetes System zur Überwachung der Energieverbräuche weitergeben. Neben dem reinen Energieverbrauch eignen sich elektronische Energiezähler zudem, um aktuelle Werte für Strom, Spannung, Netzfrequenz und Leistung zu messen. Bei dreiphasigen Anlagen kann außerdem die Phasenfolge mit überwacht werden.

Übertragung von Messwerten

Der größte Vorteil, den die elektronischen Energiezähler bieten, ist die Möglichkeit, Messwerte zu übertragen. Die Energiezähler der Serie 7E verfügen dazu über eine integrierte RS-485-Modbus- oder eine M-Bus-Schnittstelle. Hierüber können nicht nur die Verbrauchswerte, sondern auch weitere, oben erwähnte Messwerte von einer übergeordneten Steuerung ausgelesen und weiterverarbeitet werden. Vor allem beim Bezug größerer Energiemengen, etwa in der Industrie, ist ein Energiemanagementsystem (ISO 50 0001) heute in vielen Fällen schon vorgeschrieben. Dieses muss die einzelnen Energieverbräuche genau bestimmen, um so die Energieeffizienz verbessern zu können. Auch Spitzenlastüberwachungen lassen sich so realisieren.

Die elektronischen Energiezähler können in einphasigen Anwendungen Ströme bis zu 40 A direkt messen. Die Geräte für dreiphasige Anwendungen dagegen Ströme bis zu 80 A. Hier sind Typen mit Wandleranschluss erhältlich, wenn noch höhere Ströme zu messen sind. Die Geräte sind für Drei- und Vier-Leitersysteme geeignet. Außerdem verfügen die Energiezähler über eine S0-Schnittstelle. Alle Geräte haben ein integriertes Display, auf dem der Anwender die Messgrößen einfach vor Ort ablesen kann.

Auch für Abrechnungszwecke geeignet

Die 7E erfüllen die Genauigkeitsanforderungen der Klasse B ​gemäß der Norm DIN EN 50470-3. Durch die MID-Zertifizierung können sie auch für Abrechnungszwecke eingesetzt werden. Da die dreiphasigen Energiezähler bidirektional arbeiten, können damit ebenfalls Installationen in Kombination mit erneuerbaren Energieerzeugern ausgestattet werden, die sowohl Energiebezug als auch Energielieferung zulassen. Durch die Abrechnungsfähigkeit der Energiezähler sind Anwendungen möglich, bei denen der elektrische Energieverbrauch einzeln abgerechnet werden soll – etwa bei Marinas, auf Campingplätzen, in Messehallen oder bei Ladesäulen für Elektrofahrzeuge. Die Abrechnung kann dann komfortabel über einen zentralen Server erfolgen, ohne dass ein Ablesen direkt am Zähler von Nöten wäre.

Campingplatz

Moderne Wohnwagen und Reisemobile haben heute praktisch immer eine separate Batterie, die die Versorgung elektrischer Geräte und Installationen weitestgehend sicherstellen soll. Da die verwendeten Bleiakkumulatoren nur eine begrenzte Kapazität haben, ist eine externe elektrische Versorgung auf einem Campingplatz heute Standard. Diese Versorgung steht dem Wohnwagen oder Reisemobil in Form von 230V-Netzspannung zur Verfügung, um die Batterie wieder auf zu laden. Der Anschluss geschieht in der Regel über dreipolige CEE-Stecker und Steckdosen gemäß DIN 60309-2, die bis zu 16 A belastbar sind. Dazu wird eine Leitung mit CEE-Buchse und Stecker an einen entsprechenden Verteiler auf dem Campingplatz angeschlossen. Solche Verteilerschränke auf Campingplätzen müssen gemäß der Norm DIN VDE 0100-708 ausgestattet sein. In der Norm ist etwa festgelegt, dass pro Verteiler nur vier Abgänge enthalten sein dürfen, die alle separat mit einer Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (FI-Schalter) ausgestattet sein müssen. Da die Schränke auf einem Campingplatz naturgemäß im Freien stehen, müssen sie die Schutzart IP67 erfüllen.

Um den Verbrauch der einzelnen Abgänge separat zu erfassen, eignen sich die elektronischen Energiezähler vom Typ 7E. Die kompakten Zähler sorgen dafür, dass der Platzbedarf in den Verteilerschränken gering ist. An den Zählern zeigt ein LCD-Display die insgesamt verbrauchte Energie an. Über einen Taster an der Gerätevorderseite lässt sich diese Anzeige auch auf aktuelle Werte für Strom, Spannung oder Leistung umstellen. Da die Zähler bei Temperaturen bis zu –25 °C einsetzbar sind, kommen die Verteilerschränke auch im Winter ohne eine zusätzliche Heizung aus.

Die Organisation der Abrechnung lässt sich mit den elektronischen Energiezählern von Finder auf dem Campingplatz deutlich erleichtern. Bei Urlaubsgästen auf einem Campingplatz wird der Zähler bei der Abreise abgelesen. Dazu muss in der Regel ein Mitarbeiter zum Verteilerschrank gehen, um dort den aktuellen Zählerstand zu notieren. Mit einer Fernauslesung der Zählerstände lassen sich die Energiewerte sehr einfach, beispielsweise an die Rezeption des Campingplatzes, übermitteln.

Ladestationen für die Elektromobilität

Um den Ausbau der Elektromobilität voranzutreiben, ist eine flächendeckende Versorgung mit Ladestationen notwendig. An diesen lassen sich Elektrofahrzeuge etwa in Parkhäusern, in Einkaufszentren, an Autobahnraststätten oder auf Parkplätzen von großen Firmen einfach laden. Die Bezahlung der bezogenen Energiemenge soll für den Autofahrer ähnlich einfach sein, wie das Bezahlen an einer normalen Tankstelle. Auch hier lassen sich die elektronischen Energiezähler von Finder sehr gut einsetzen. Die Steuerung der Ladestation kann dann sehr einfach die gemessenen Werte auslesen und an den Kunden berechnen.

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