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Transparenter Energieverbrauch: Dort, wo es auf Licht und Kühlung ankommt, lassen sich mit M2M-Kommunikation Energieverbrauchsquellen aufspüren.

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Stromfressern auf der Spur

Text: Frank Griesel für Deutsche Telekom Foto: Deutsche Telekom
Im Einzelhandel zählt auch die Optik: Damit Kunden möglichst viele Waren kaufen, müssen die Händler ihr Sortiment perfekt beleuchten, gleichzeitig aber temperaturempfindliche Waren kühlen. Oft rächt sich das bei der Stromrechnung. Deshalb haben einige Getränkefachmärkte nun ein Energiemanagementsystem auf Basis von Maschine-zu-Maschine-Kommunikation (M2M) im Einsatz.

Wo und wie ein Einzelhändler Energie sparen kann, wollte das Unternehmen Trink & Spare Getränkefachmärkte genau wissen und beauftragte die Deutsche Telekom damit, die Energieeffizienz ihres Unternehmens genau unter die Lupe zu nehmen. Da das Getränke-Unternehmen Wert auf ein modernes und ausgefeiltes Beleuchtungskonzept legt, kommen in den 80 Fachmärkten rund 200 Laufmeter Leuchtröhren zum Einsatz - sechs Tage in der Woche, zwölf Stunden am Tag. Um die Produktqualität ihrer Getränke sicherzustellen, benötigen die Händler außerdem Kühlsysteme und wollten daher wissen, inwiefern intelligente IT-Lösungen zur Modernisierung, Kostenoptimierung und Energieeffizienz beitragen können.

Energieverbrauchsdaten aufspüren

Der Fokus lag dabei zunächst auf vier Pilotmärkten in Essen und Oberhausen, in denen Telekom-Techniker die alten Neon-Röhren gegen wirtschaftlichere LED-Tubes austauschten. Die bisher verwendeten Leuchtstoffröhren und Vorschaltgeräte hatten eine Leistung von 26 bis 66 Watt, die neuen LED-Lampen dagegen kommen mit 10 bis 23 Watt aus. Um den Verbrauch zentral zu überwachen, installierten die Techniker zusätzlich ein Energiemanagementsystem. Dazu statteten sie die Fachmärkte mit Energiezählern und Sensoren für Beleuchtung, Kühlung, Lüftung sowie Temperatur aus. Die einzelnen Geräte senden ihre Energieverbrauchsdaten an eine Kommunikationsbox, den sogenannten Multi-Utility-Server, die mit einer Antenne und einer 3-MB-SIM-Card ausgestattet ist. Sie sammelt die Verbrauchsdaten und sendet sie per Mobilfunk an einen zentralen Server, auf dem das Energiemanagementsystem installiert ist. Die Technik beruht auf der sogenannten Maschine-zu-Maschine-Kommunikation (M2M). Das bedeutet den automatisierten Datenaustausch zwischen Geräten oder einem Gerät und einer zentralen Leitstelle. Mit dem M2M-Energiemanagementsystem können die Fachhändler den Energieverbrauch nun zentral und rund um die Uhr überwachen.

Angenehmeres Licht schnell amortisiert

Das Ergebnis des Projektes ist ein wahres „Highlight“: Allein bei der Beleuchtung konnten die Getränkefachmärkte ihre Stromkosten um 70 Prozent reduzieren. Damit wird sich die Investition innerhalb von nur zwei Jahren amortisieren. Hinzu kommt, dass die monatlichen Kosten für Beleuchtung und Rückzahlung der Investition heute geringer sind, als vorher allein für die Beleuchtung zu bezahlen war. Über dies haben die LED-Tubes auch noch einen positiven Nebeneffekt: Das Licht ist wesentlich angenehmer als das der Leuchtstoffröhren.

Respektable CO 2-Einsparung

Mit Hilfe des Energiemanagementsystems sieht das Getränke-Unternehmen heute außerdem, wann und wo es wie viel Energie verbraucht und kann gegensteuern. Auch ausgefallene Bewegungsmelder oder nicht gelöschte Lichter entdeckt der Einzelhändler heute schneller als vorher. Die Öko-Bilanz kann sich sehen lassen: Durch den eingesparten Strom werden rund 400 Tonnen CO 2-Emissionen pro Jahr vermieden. Noch nicht einkalkuliert sind dabei Einsparungen bei Wärme, Kühlung und Lüftung - Daten, die ebenfalls das Energiemanagementsystem erfasst.

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