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Roter Platz in St. Gallen: Über 10.000 Lichtpunkte betreuen die Sankt Galler Stadtwerke für die Schweizer Kantonshauptstadt. Bild: Sankt Galler Stadtwerke
Managementlösung

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Störungen direkt melden

Text: SixData
Vom Defekt zur Behebung in der halben Zeit: Spezialsoftware, App und Webportal erleichtern die Verwaltung der Straßenbeleuchtung in St. Gallen.

Eine exakte Dokumentation aller Anlagendaten und Instandhaltungsmaßnahmen ist für die kommunale Straßenbeleuchtung unerlässlich. Umfassende Informationen zu Typ, Alter und Wartung stellen nicht nur die Grundlage zum Erhalt der Funktionalität und Sicherheit der Lichtpunkte dar, sondern werden auch für die Energieabrechnung und bei der Behebung von Defekten benötigt.

Die Sankt Galler Stadtwerke, eine unselbständige Dienststelle der Stadt, nutzt dazu das eigens für das Straßenbeleuchtungsmanagement entwickelte Informationssystem LuxData.Licht, das mit einer mobilen Version und der Anbindung an ein Geoinformationssystem auch die Arbeit der Monteure an den Anlagen vor Ort erleichtert.

Selbst die Störungsmeldung ist inzwischen an das System gekoppelt: Per Web-Portal und inzwischen auch per App können Bürger Defekte auf einer Karte eintragen, die dann automatisiert in die Verwaltungssoftware übernommen werden. Diese in der Schweiz einzigartige Kombi-Lösung spart den Stadtwerken Zeit und Aufwand.

Über 10.000 Lichtpunkte verwalten die Stadtwerke der Kantonshauptstadt St. Gallen. Das öffentlich-rechtliche Unternehmen ist dabei zu einer möglichst genauen Dokumentation der Anlagen gemäß STI 244.1202 verpflichtet. „Wir haben zwar keine konkreten Vorgaben, aber da wir über diese Daten auch die Energie abrechnen, müssen sie immer auf dem aktuellsten Stand sein“, erklärt Urs Etter, Leiter der städtischen Beleuchtung.

Sankt Gallen stieg daher bereits 2003 auf das Datenmanagementsystem SixData um, das eine Verwaltung und Historisierung aller Angaben rund um Mast, Lampe und Leuchtmittel ermöglicht. Die Bandbreite reicht von Typenbeschreibungen und technischen Details über vergangene Reparaturen oder Prüfungen bis hin zum Stromverbrauch. Selbst Wartungsverträge oder Fotomaterial können zu den einzelnen Lichtpunkten hinterlegt werden.

Ergänzt wird diese stationäre Software durch eine Mobile-Applikation für Handheld-PCs und Smartphones, mit denen die Mitarbeiter der Wartungsmannschaft ihre Aufträge digital erhalten und direkt vor Ort Zustand, Maßnahmen und Verbrauchsmaterial in das System einpflegen können. „Die Erfassung der Tätigkeiten wird dabei durch Barcodes vereinfacht“, so Etter. Der Monteur muss dazu lediglich den Code der jeweiligen Arbeit einscannen, das umständliche und fehleranfällige Schreiben von Berichten entfällt.

Dank der Anbindung der Verwaltungssoftware an das Geoinformationssystem (GIS) Synergis WebOffice sind zudem auch die Standortpositionen auf den mobilen Geräten verfügbar. Dort werden in einer Karte die aktuelle Position des Monteurs sowie der Anlagen visuell dargestellt, was den Mitarbeiter zusätzlich unterstützt.

Webbasierte Störungsmeldung

„Durch die Schnittstelle zum GIS können wir die Detailinformationen der Lichtpunkte aus dem Informationssystem direkt auf unseren Planunterlagen abrufen und haben so alle Informationen digital im GIS verfügbar“, führt der Leiter der städtischen Beleuchtung aus.

Diese Verbindung nutzen die Sankt Galler Stadtwerke inzwischen auch zur Optimierung ihrer Störungserfassung: Die geografischen Angaben ermöglichen es jedem, der einen Defekt feststellt, diesen auf dem Meldeportal stoerung24.ch anhand einer Übersichtskarte exakt einer Laterne zuzuordnen. Da das Portal auch in die Homepage der Stadtwerke integriert ist, wird der Melder sofort auf deren Seite umgeleitet, wenn er ein Beleuchtungsproblem in ihrem Zuständigkeitsbereich melden möchte. Alternativ kann man die Störung auch direkt über die Karte auf der Stadtwerke-Seite eintragen.

Zusätzlich zum Standort lassen sich weitere Angaben machen, etwa zur Art des Defekts. Die Daten werden anschließend automatisiert in LuxData importiert. „Wir haben dafür ein besonderes AddIn geschaffen, das die Übernahme der Störungsmeldung für Nutzer unseres Systems vereinfacht“, erklärt SixData-Geschäftsführer Armin Mühlberger. An Betreiber mit anderen Verwaltungslösungen werden die Meldungen per PDF und XML-Dateien weitergeleitet.

Aus den eingehenden Meldungen werden die Arbeitsaufträge für die Außendienstmitarbeiter generiert, die sich direkt auf deren Handhelds schicken lassen – eine deutliche Erleichterung für die Abläufe der Stadtwerke, wie Etter berichtet: „Früher wurden die Störungen vom Chefmonteur in einer Liste erfasst und zur Behebung an das Personal ausgegeben. Dieses umständliche Verfahren konnten wir stark vereinfachen und auch etwaige Fehlerquellen minimieren.“

Zeit- und Aufwandseinsparung

St. Gallen führte 2014 zusätzlich eine eigene App zur Störungsmeldung ein. Die für Android- und Apple-Geräte kostenlos verfügbare Anwendung basiert auf der Stoerung24-App von SixData und wurde nach Vorgaben der Stadtwerke angepasst. Mit „Störung sgsw“ lässt sich jetzt ein Defekt sofort bei der Entdeckung melden. So muss man sich die kaputte Laterne, die beim Spaziergang auffiel, nicht mehr bis zuhause merken.

Die auf Mobilgeräte ausgelegte Oberfläche mit Drop-Down-Menüs ermöglicht eine Bedienung mit wenigen Klicks. Bei Bedarf können sogar Fotos angehängt werden, beispielsweise um die Art des Problems zu verdeutlichen. Dieser praktische Ansatz ist wohl auch der Grund für die gute Resonanz der Bürger auf die App: Obwohl das moderne Kommunikationswerkzeug noch relativ neu ist, gehen bereits 80 Prozent aller Meldungen bei den Stadtwerken über diesen Weg ein.

Diese Kombination aus Datenverwaltungssoftware für Desktop- und Mobil-Geräte, GIS-Anbindung, Web- und Handy-Störungsmeldung ist bislang einzigartig in der Schweiz. Was die Dokumentation und insbesondere auch die Betriebssicherheit der öffentlichen Straßenbeleuchtung betrifft, hat sich die Komplettlösung, die immer wieder erweitert und ergänzt wurde, inzwischen mehr als gelohnt, wie Bereichsleiter Etter bestätigt: „Allein die notwendige Zeit zur Verarbeitung von Störungsmeldungen hat sich durch das System halbiert.“

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