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Oh, da geht was: In diesem Autohaus im Landkreis Böblingen bezifferte die Dekra nach einer von Eon vermittelten Energiesparanalyse das Einsparpotenzial von Beleuchtung, Klimatechnik und Heizungssystem auf rund 65.000 kWh, also rund 31 Prozent des jährlichen Strombedarfs von über 200.000 kWh. (Fotos von einem weiteren Projekt in der Bildergalerie) Bild: Eon
Energieeffizienz und -preise

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Raus aus der Kostenfalle

Angesichts unkalkulierbarer Energiepreise investieren KMUs in Eigenverbrauch. Bei Energieeinsparungen ginge jedoch noch mehr.

Erst rund drei Viertel der deutschen Betriebe setzen laut einer Eon-Umfrage konsequent darauf, möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Vor allem werde in mehr als der Hälfte der Betriebe (57 Prozent) beim Wärmeeinsatz Energie verschwendet. Befragt wurden 500 Unternehmensentscheider.

„Gelingt es insbesondere deutschen Unternehmern, ihren Umgang mit Energie durch den Einsatz fortschrittlicher Technik und intelligenter Konzepte zu verbessern, eröffnen sich Wettbewerbsvorteile“, meint Robert Hienz, CEO der Eon Energie Deutschland. Sein Unternehmen positioniert sich – teils in Zusammenarbeit mit Partnern – als Anbieter von Energieeffizienz-Dienstleistungen für Kommunen, Industriebetriebe und Gewerbe.

Hienz hob in diesem Zusammenhang das vor zwei Jahren akquirierte Gebäudeautomationsunternehmen Matrix hervor, in dem rund 350 Mitarbeiter weltweit rund 31.000 Energieanlagen in Gebäuden betreuen. Ein deutscher Ableger mit derzeit etwa 35 Mitarbeitern ist in Potsdam im Aufbau. „Das Geschäft mit dem Management von Energieeffizienz ist auf dem aufsteigenden Ast“, sagte Hienz, auch wenn die Umsatz- und Ergebnisbeiträge im Vergleich zum klassischen Energiegeschäft noch klein seien.

Als großen Vorteil des Geschäfts mit Energiedienstleistungen und Energieeffizienz-Maßnahmen sieht Hienz die Möglichkeit, Kunden über Anlagen-Verträge viel langfristiger (bei BHKW oft sieben oder acht Jahre) an sich zu binden als bei reinen Energielieferverträgen, die meist nach ein oder zwei Jahren neu verhandelt würden. Die neuen Geschäftsmodelle sparen damit nicht nur wiederkehrende Ausschreibungskosten, sondern bieten durch die Langfristigkeit der Kundenbeziehung die Chance für Folgegeschäfte auf anderen Feldern, etwa der Beleuchtung.

KMU wollen stabile Energiepreise

Vor dem Hintergrund der Energiewende und steigenden Umlagen verändere sich der Charakter der Gespräche mit Kunden: Die Unternehmen treibe vor allem die Sorge vor steigenden oder unkalkulierbaren Energiepreisen, ist die Erfahrung von Dr. Heinz Rosenbaum, Geschäftsführer der Eon Energie Deutschland für den Bereich Geschäftskunden. Beispielsweise gebe es heute ein hohes Interesse von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), sich über den Eigenverbrauch von Strom aus PV-Anlagen einen kalkulierbar niedrigen Strompreis zu sichern.

Ein Beispiel dafür ist Microart in Roding. Das bayerische Unternehmen betreibt seit August 2014 eine Aufdach-Anlage mit 122 kWp, die rund 150.000 kWh pro Jahr erzeugt. Der Strom wird von dem Hersteller von Präzisionsbauteilen zum überwiegenden Teil direkt für den eigenen Bedarf genutzt.

Starke Nachfrage nach Eigenversorgung

„Bei unseren Geschäftskunden stellen wir ein immer stärkeres Interesse an der Eigenversorgung mit Strom fest und haben unser Angebot entsprechend ausgebaut. Dabei wird die Photovoltaik insbesondere in Süddeutschland stark nachgefragt“, sagt Otmar Zisler, Regionaldirektor Süd der Eon Energie Deutschland. „Wir haben aber auch Lösungen auf Basis der Kraft-Wärme-Kopplung im Programm für Unternehmen, die neben Strom einen hohen Wärmebedarf decken wollen.“

„Dabei ist auch die Bereitschaft zu investieren gestiegen“, erklärt Dr. Rosenbaum. So sei das Interesse an Pachtmodellen marginal im Vergleich zum Kauf einer PV-Anlage.

Integrierte Lösungen auch über Standorte hinweg

Eon sieht sich vor allem als Anbieter integrierter Lösungen, der mit Hilfe von Partnern – wie der Dekra auf dem Feld der Energieberatung – auch komplexe, standortübergreifende Projekte umsetzen und dabei auch die Finanzierung energetischer Infrastrukturen übernehmen könne. Spannend sei die ganzheitliche Betrachtung: Strom, Wärme, steuerliche Aspekte und technische Parameter wie Lastgang werden in einem ersten Schritt analysiert. Darauf aufbauend lassen sich Lösungen dann simulieren und optimieren.

Insgesamt werden die Lösungen immer komplexer; nur die ersten zehn Prozent der Einsparungen zu holen sei meist relativ einfach. (kk)

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