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Datenlieferant: Der 5-MW-Großbatteriespeicher in Schwerin, den Younicos errichtetet hat, ist Europas erster kommerzieller Großbatteriespeicher und lieferte die Daten für die Studie. Betreiber ist der Energieversorger Wemag. Bild: Wemag
Batteriespeicher

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Positive Ökobilanz von Großspeichern

Studie zeigt ökologische Vorteile auf

Der Einsatz von stationären Großbatteriespeichern gewinnt zunehmend an Bedeutung. sind besonders dafür geeignet, die sogenannte Primärregelleistung bereitzustellen. Diese sorgt dafür, dass ein Ungleichgewicht zwischen Stromerzeugung und -verbrauch innerhalb weniger Sekunden automatisch geregelt und damit das Stromnetz stabilisiert wird. Bislang erbringen vorwiegend thermische Kraftwerke diese Leistung und erfüllen weitere (Liefer-)Aufgaben.

Dass Batteriespeicher im Vergleich mit Steinkohlekraftwerken auch ökologische Vorteile haben, zeigt eine Studie von Jülicher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vom Institut für Energie- und Klimaforschung und dem Berliner Batteriespeicherexperten Younicos. Um die unterschiedlichen Umweltwirkungen von Steinkohlekraftwerken und Großbatteriespeichern durch das Bereitstellen von Primärregelleistung detailliert herauszuarbeiten, verglichen die Jülicher Forscher die Systeme in verschiedenen Einsatzbereichen. Eine zentrale Frage in diesem Zusammenhang war, ob vor dem Hintergrund des starken Ausbaus erneuerbarer Energien fossile Kraftwerkskapazität durch den Einsatz von Großbatteriespeichern ersetzt werden kann.

Die Forscher gingen in ihrer Studie bei Kraftwerken und Großbatterien von einer Laufzeit von 20 Jahren aus. In den meisten Betriebsszenarien ergeben sich ökologische Vorteile für die Großbatteriespeicher, besonders in puncto CO2-Ausstoß und Treibhauseffekt. Steinkohlekraftwerke haben lediglich in einem Fall ökologische Vorteile – unter der Annahme, dass sie kurzfristig über- und unterlastfähig sind und alle Netzdienstleistungen erbringen sowie einen minimalen Verlust des Wirkungsgrades aufweisen.

Netzdienstleistungen spielen bei der Transformation des Energiesystems eine wichtige Rolle. Bei der Regelleistung gibt es bereits eine Vielzahl an Untersuchungen zur Wirtschaftlichkeit und zu technischen Umsetzungsmöglichkeiten.

Die neue Studie bezieht erstmals ökologische Aspekte mit ein und ermöglicht damit eine vielschichtige Bewertung von stationären Großbatteriespeichern und modernen Steinkohlekraftwerken. Für die Studie kamen die Daten zum Großbatteriespeicher aus Schwerin: Dort errichtete die Firma Younicos mit der Fünf- Megawatt-Lithium-Ionen-Anlage Europas ersten kommerziellen Großbatteriespeicher. Betreiber ist der Energieversorger Wemag.

Download der Originalveröffentlichung.

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