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Untersucht Stromsparpotenzial: Die neue Studie von Siemens Financial Services. Bild: Siemens Financial Services
Energieeffizienz

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Noch viel zu holen

Das Energiesparpotenzial in Deutschland ist höher als in Spanien oder Großbritannien. Die Wirtschaftlichkeit hängt von der Finanzierung ab.

14 bis 20 Prozent Strom kann die weltweite Fertigungsindustrie sparen, so eine aktuelle Untersuchung von Siemens Financial Services (SFS). Das Stromsparpotenzial wurde ermittelt als der Anteil des aktuellen Stromverbrauchs, den die Industrie durch den Einsatz energieeffizienter Maschinen einsparen könnte.

Die unabhängige Studie wurde von Ende 2014 bis Anfang 2015 wurde bei den 20 weltweit führenden Maschinenbauunternehmen durchgeführt. Die teilnehmenden Unternehmen sollten auf Basis der heute verfügbaren energieeffizienten Technologien das Mindestverbesserungspotenzial in den untersuchten Ländern China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Polen, Russland, Skandinavien, Spanien, den USA und der Türkei schätzen. Anschließend wurde für jedes Land ein Durchschnittswert der Schätzungen ermittelt.

Für Deutschland beziffert die Studie das Energiesparpotenzial auf 14,5 Prozent, das damit etwas höher ausfällt als in Spanien und Großbritannien (14,2 Prozent), aber niedriger als in Frankreich (15,1 Prozent) und in den USA (15,3 Prozent) oder in den Schwellenländern China (17,2 Prozent) sowie Russland (19,1 Prozent).

Dass Deutschland bei der industriellen Energieeffizienz zu den führenden Nationen gehört, liegt an den wirksamen Energieeffizienzinitiativen, die bisher umgesetzt wurden. Dennoch bleibt weiteres Sparpotenzial, vor allem im Schwermaschinenbau. Dort können Produktionssteuersysteme und Motoren mit variablen Geschwindigkeiten den Stromverbrauch drastisch senken.

Spaniens Position lässt sich zum Teil darauf zurückführen, dass Fertigungsunternehmen dort besonders aktiv eigenen Solarstrom erzeugen und für den Betrieb ihrer Maschinen verwenden. In Russland ist bei den etablierten Industrieunternehmen hingegen der Einsatz älterer und damit wenig energieeffizienter Maschinen die Regel. Deshalb ist hier das Effizienzsteigerungspotenzial durch Modernisierung und Upgrades der bestehenden Anlagen besonders hoch.

Herausforderung für die Fertigungsindustrie

Da Strom einen wachsenden Anteil am industriellen Energieverbrauch hat, entwickelt sich die Verringerung des Stromverbrauchs zu einer immer bedeutenderen Herausforderung für den Fertigungssektor. Der industrielle Stromverbrauch ist in den vergangenen 40 Jahren dreimal stärker gestiegen als der Gesamtenergieverbrauch und macht heute mehr als ein Viertel des industriellen Energieverbrauchs aus. Gleichzeitig sind die Stromtarife in den vergangenen zehn Jahren erheblich gestiegen. Eine Senkung des Stromverbrauchs ist deshalb entscheidend für die wirtschaftliche Gesundheit des Fertigungssektors.

Überall auf der Welt konzentrieren sich Produktionsunternehmen zunehmend darauf, energieeffiziente Anlagen und Maschinen zu installieren, um so den Verbrauch sowie anfallende Kosten zu senken. Die Palette reicht dabei von optimierten motorgetriebenen und automatisierten Systemen bis hin zu Wärmerückgewinnung aus Produktionsprozessen zur Stromerzeugung oder zu Heizzwecken.

Da finanzielle Nachhaltigkeit ein immer wichtigerer Faktor bei Technologieinvestitionen wird, etablieren sich Anlagefinanzierungen als wirtschaftliche und Budget-freundliche Lösung, um den Erwerb neuer Maschinen oder Upgrades zu finanzieren. Denn diese Modelle sind so angelegt, dass anfallende, monatliche Kosten mit den erzielten Energieeinsparungen verrechnet werden. Diese „Pay-as-you-save“-Finanzierung sei für die Ausweitung und Entwicklung energieeffizienter Technologien im globalen Fertigungssektor zunehmend von entscheidender Bedeutung.

Sie können das gesamte Whitepaper online als PDF lesen (Englisch).

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