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Schwimmender Windpark: Die Projekte werden immer konkreter. Bild: Alstom
Offshore extrem

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Windparks lernen schwimmen

In 30 m Wassertiefe ist noch lange nicht Schluss: Schwimmende Windkraftanlagen lassen sich selbst in tieferem Gewässer platzieren, wo starke Winde wehen.

Nein, mit der Sommerhitze hat es nichts zu tun, dass Standorte für Windkraftanlagen auch in tieferen Gewässern erschlossen werden sollen. Vor vielen Küsten fällt der Meeresboden steiler ab als in der relativ flachen Nordsee unweit der deutschen Küsten. Wo einerseits prächtige Windbedingungen herrschen, andererseits der Strom mit relativ kurzen Kabeln zur Küste transportiert werden könnte, lohnt es sich, über schwimmende Windkraftanlagen nachzudenken.

Statoil hat nun Lloyd's Register Energy den Auftrag für eine Risiko-Analyse seines Hywind Scotland Pilot-Windparkprojektes gegeben, bei dem fünf Turbinen mit je 6 MW 25 bis 30 km bei Peterhead in Aberdeenshire in mehr als 100 m tiefem Wasser installiert werden sollen. Der 30-MW-Windpark wird der erste schwimmende Windfarm vor der schottischen Küste sein.

Siemens hatte schon 2009 für Statoil die weltweit erste schwimmende Windenergieanlage wird südöstlich der Insel Karmøy in Norwegen in einer Wassertiefe von 220 Metern errichtet. Die 2,3-MW-Turbine war damals in einer Wassertiefe von 220 Metern verankert worden.

Auch Alstom sieht diesen Markt als lukrativ und hatte im Oktober 2014 zusammen mit dem U-Boot-Spezialisten DCNS ein Partnerschaftsabkommen geschlossen, das darauf zielt, seine 6-MW-Offshore-Turbine Haliade „semi-submersible“ verwenden zu können. Schwimmende Gründungen sind aus der Öl- und Gas-Offshore-Branche prinzipiell bekannt. Es gehe aber darum, sie nun wirtschaftlicher zu machen.

Unter dem Namen „Sea Reed“ arbeitet Alstom an einer solchen Windkraftanlage, die ab 2017 produziert werden könnte. Große Märkte dafür sieht das Unternehmen vor allem in Asien. (kk)

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