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Prüfaufbau im Testlabor: Das Fraunhofer ISE prüft im Testlab Leistungselektronik mit Hilfe von Prüfling (links) und PV-Generator-Simulator (rechts). Bild: Fraunhofer ISE
Leistungselektronik

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Wie zuverlässig ist die Erzeugungseinheit?

Testlabor für Leistungselektronik bietet internationale und Vor-Ort-Prüfung

Die Erneuerbaren bringen Schwung in Energieversorgungsnetze: Mit ihrem Zubau nimmt besonders die Dynamik bei der Regelung in den Netzen zu. Damit steigen auch die Anforderungen an die elektrischen Eigenschaften der Leistungselektronik im Netz. Um in diesem Kontext die Zuverlässigkeit von Erzeugungseinheiten sicherzustellen, führt das Fraunhofer ISE bereits seit vielen Jahren Prüfungen nach entsprechenden Normen und Richtlinien durch. Seit Ende April ist das Testlab Power Electronics durch die Deutsche Akkreditierungsstelle akkreditiert und bietet nun ein noch umfangreicheres Portfolio an Prüfdienstleistungen an.

Das Labor charakterisiert leistungselektronische Einheiten, wie Wechselrichter, DC/DC-Wandler, Ladegeräte und so weiter, bis in den Megawattbereich. Die Akkreditierung umfasst nun wesentliche internationale Richtlinien zur Prüfung des Gesamtwirkungsgrads und der elektrischen Eigenschaften von Wechselrichtern am Netz sowie die Validierung von Modellen zur Simulation dieser Eigenschaften.

Die umfangreiche Laborausstattung und das hochpräzise Mess-Equipment ermöglichen es den Ingenieuren des Labors, Prüfungen von Erzeugungseinheiten nach vielen internationalen Einspeise- und Prüfnormen anzubieten. Dazu gehören chinesische, spanische, italienische, britische und andere internationale Einspeiserichtlinien.

Die Zusammenarbeit mit den Kunden beginne dabei schon vor den eigentlichen Zertifizierungsprüfungen: Die Ingenieure unterstützen und beraten ausführlich zu den weitreichenden normativen Anforderungen, die heutzutage an Geräte gestellt werden. Je nach Kundenwunsch werden individuelle Prüfpläne erarbeitet, um mit minimalem Testaufwand möglichst viele internationale Anforderungen abdecken zu können. Dies reduziere Kosten und Durchlaufzeiten.

Über ihre Testdienstleistungen hinaus sind die Freiburger Experten in verschiedenen Normierungsgremien an der aktiven Weiterentwicklung der Einspeiserichtlinien beteiligt und somit in der Lage, Kunden zu aktuellen und zukünftigen Anforderungen mit Informationen aus erster Hand zu beraten.

Seine Serviceleistungen bietet das Testlab Power Electronics mittlerweile auch vor Ort beim Kunden oder in großen Solar- oder Windparks an. Hierfür stehen ein mobiles Messsystem für Netzrückwirkungen und ein Prüf-Container für sogenannte LVRT-Tests zur Verfügung. Unter dem Begriff Low Voltage Ride Through (LVRT) versteht man die Fähigkeit von Geräten, die Netzspannung bei kurzfristigen Netzfehlern aktiv zu stützen. Der Testcontainer wurde bereits mehrfach zur Prüfung von Blockheizkraftwerken eingesetzt. So wurde etwa das LVRT-Verhalten von mehreren BHKW bis zu einer Leistung von 550 kW vermessen und das netzstützende Verhalten der Geräte erfolgreich nachgewiesen.

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