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Bei den Stadtwerken Neumünster wurde eine 20 Megawatt starke Power-to-Heat-Anlage in Betrieb genommen. Bild: Enerstorage/Stadtwerke Neumünster
Wärmeerzeugung

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Power-to-Heat: Schlüssel zur Energiewende

Mit einer neuen Power-to-Heat-Anlage wollen die Stadtwerke Neumünster (SWN) die Volatilität der erneuerbaren Energien ausgleichen. Schleswig-Holsteins Energiewendeminister Robert Habeck ist überzeugt: Power-to-Heat ein wichtiger Faktor, um die Energiewende zu forcieren.

Mit einer Leistung von 20 Megawatt und einer Verfügbarkeit innerhalb von nur fünf Minuten kann die neue Anlage starke Schwankungen auffangen, die durch den Einsatz erneuerbarer Erzeugungsanlagen entstehen. Erzeugung und Verbrauch müssen im Netz immer im Gleichgewicht bleiben, damit der Strom nicht ausfällt. Power-to-Heat-Anlagen dienen daher zur Stabilisierung und als Puffer im Netz.

In der Anlage werden der Strom- und der Wärmemarkt gekoppelt, was aufgrund der Veränderungen am Strommarkt immer wichtiger werde, so Matthias Trunk, SWN-Geschäftsführer. Überschussstrom aus dem Netz werde in Dampf überführt und in das lokale Fernwärmenetz eingespeist. An dieses seien etwa 20.000 private Haushalte und Unternehmen angeschlossen.

Power-to Heat-Anlagen können in zweierlei Hinsicht wichtige Systemdienstleistungen erbringen. „Sie sind sehr flexibel und haben kurze Reaktionszeiten. Das prädestiniert sie für die Teilnahme am Regelenergiemarkt und die kurzfristige Entlastung der Stromnetze. Sie können aber auch als zuschaltbare Last direkt erneuerbar erzeugten Strom in anderen Sektoren nutzbar machen,“ sagt Tobias Assmann, Geschäftsführer von Enerstorage.

Die Bedeutung sektorenübergreifender Technologien zeigt sich auch im aktuellen Entwurf der EEG-Novelle 2016. Künftig sollen alternative Technologien zur Nutzung von Überschussstrom stärker gefördert werden, anstatt wie bisher Erzeugungsanlagen bei Überlastung der Netze abzuschalten. Power-to-Heat ist dabei eine wirksame Methode bei der Umwandlung von Strom in Wärme.

Bei Planung, Bau, Betrieb und Vermarktung der Power-to-Heat-Anlage am Regelenergiemarkt arbeitet SWN mit dem Contractingpartner Enerstorage zusammen.

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