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Riesige Anlage: In Australien entsteht das weltgrößte Solar-Hybrid-Kraftwerk. Bild: Juwi
Bergbau mit Solar-Power

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Weltgrößtes Solar-Hybrid-Kraftwerk

Eine Gold- und Kupfermine im australischen Outback wird bald mit erneuerbarer Energie versorgt.

Für energiehungrige Industrien ist Strom aus regenerativen Quellen bereits heute eine wirtschaftliche Alternative zu konventionellen Energieträgern. Denn Wind- und Sonnenstrom reduzieren Treibstoff- und Betriebskosten.

Das australische Bergbauunternehmen Sandfire Resources NL hat deshalb für seine Gold- und Kupfermine DeGrussa das weltweit größte Solar-Hybrid-Kraftwerk in Auftrag gegeben. Das 10,6 MW starke, einachsig nachgeführte Sonnenkraftwerk sowie ein 6-MW-Batteriespeicher werden von der Juwi-Gruppe gebaut.

Integration in die bestehende Energieversorgung

Nach Fertigstellung im Frühjahr 2016 soll die neue Anlage vollständig in das bestehende 19-MW-Dieselkraftwerk integriert sein. Tagsüber wird dann Solarstrom den Großteil der Energieversorgung übernehmen. Das reduziert den Dieselverbrauch um mehr als 20 Prozent.

Für die Juwi-Gruppe, die 2014 die Mehrheit des in Brisbane ansässigen Projektentwicklers Qi Power Limited übernommen hatte, ist das DeGrussa-Projekt der erste Großauftrag in Australien

Entstehen soll der 20 Hektar große Solarpark rund 900 Kilometer nördlich von Perth (Westaustralien) in unmittelbarer Nähe zum Bergwerk. Anfang 2016 sollen mehr als 34.000 Solarmodule die Gold- und Kupfermine DeGrussa zum größten solarbetriebenen Bergwerk der Welt machen. Durch das neue System sollen jährlich über 12.000 Tonnen Treibhausgas eingespart werden.

Erneuerbare Energien lohnen sich für Großverbraucher

Juwi-Vorstand Stephan Hansen erklärt, dass gerade Off-Grid-Systeme im Kraftwerkmaßstab beste Voraussetzungen bieten, um die Betriebskosten zu senken. Denn die Preise für fossile Energien würden langfristig wieder steigen. Die Kosten für erneuerbare Energien hingegen sinken kontinuierlich. Gerade für energieintensive, netzferne Betriebe im Bergbau, in der Landwirtschaft oder in der Tourismusindustrie sind Solarfreiflächenanlagen bereits heute die wirtschaftlich bessere Alternative.

Wachstumschancen für strukturschwache Gebiete

Laut Juwi eröffnet das Projekt neue Perspektiven – für Industrie und Bergbauunternehmen, die auf Netzstabilität und eine nahtlose und sichere Systemintegration angewiesen sind, wie für netzgekoppelte Anlagen. Besonders interessant sei eine solche Lösung für Regionen, in denen mangelnde Kapazität in Stromnetzen die Wachstumspotenziale beeinträchtigt.

Das Off-Grid-Solarkraftwerk soll anderen Unternehmen der Rohstoffindustrie als Referenz dienen und die Transformation dieser Branche in Richtung Nachhaltigkeit beschleunigen.

Finanziert wird das Projekt von der Australian Renewable Energy Agency, von der Clean Energy Finance Corporation und vom französischen Independent Power Producer Neoen. (glan)

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