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Trend: Absatzzahlen von Heizungswärmepumpen von 2008 bis 2014.
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Wärmepumpen-Absatz rückläufig

Der Trend zur Luft/Wasser-Wärmepumpe ist ungebrochen, während die Verkaufszahlen von Erdwärmeanlagen weiter zurückgehen.

Erstmals seit 2010 gingen die Verkaufszahlen für Heizungswärmepumpen 2014 zurück. Das ist das Ergebnis der gemeinsamen Branchenstatistik des Bundesverbands Wärmepumpe (BWP) und des Bundesindustrieverbands Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH): Mit 58.000 verkauften Heizungswärmepumpen lag der Absatz 3,3 Prozent unterhalb des Vorjahresniveaus. Hingegen konnten Warmwasserwärmepumpen mit 13.400 verkauften Exemplaren (+ 10,7 Prozent) den Aufwärtstrend weiter fortsetzen.

Beständig zeigt sich der Trend zur Luftwärmepumpe, die mit 39.500 verkauften Stück (+1 Prozent) mehr als doppelt so oft verkauft wurde wie erdgekoppelten Anlagen, die mit 18.500 Installationen erneut einen Absatzrückgang (- 12,8 Prozent) gegenüber dem Vorjahr zu verkraften hatten. Der Marktanteil erdgekoppelter Systeme ging damit auf 32,2 Prozent zurück.

Grund für den Abwärtstrend bei den Heizwärmepumpen ist laut BWP-Geschäftsführer Karl-Heinz Stawiarski die allgemein verhaltene Entwicklung am Markt für Wärmeerzeuger. Der Gesamtmarkt leide unter dem hartnäckigen Sanierungsstau. Dass es vor allem der Neubausektor ist, der den Markt trägt, könne man laut Stawiarski auch am Absatz von Split-Wärmepumpen ablesen: Während sich der Verkauf von kleinen Split-Geräten (bis 10 kW, + 16,1 Prozent), die gerne im Neubau installiert werden, weiter gut entwickelt hat, sei der Markt für Maschinen im Leistungsbereich von 10 bis 20 kW, die in der Regel in der Sanierung eingesetzt werden, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte massiv eingebrochen (- 5,7 Prozent).

Gründe hierfür liege laut Stawiarski neben dem Ölpreis-Verfall vor allem in der Verunsicherung der Verbraucher: „Die schwarz-rote Koalition ist angetreten mit der Ansage, die Sanierungsquote durch geeignete Maßnahmen verdoppeln zu wollen. Nun erwarten – im Wortsinne – Besitzer älterer Häuser, deren Heizung in die Jahre gekommen ist, dass die Bundesregierung ihr Versprechen einlöst.“

Der BWP fordert, die Bundesregierung muss auf den rasanten Preisverfall insbesondere beim Heizöl reagieren, wenn sie ihre selbstgesteckten Ziele zur CO2- und Primärenergieeinsparung erreichen will. Dass maximale Energieeffizienz nur durch regenerative Wärmeerzeuger in den Heizungskeller einziehen kann, belege das ab September für alle Heizgeräte vorgeschriebene EU-Energielabel, erklärt der BWP-Geschäftsführer: „Wärmepumpen und Wärmepumpensysteme werden dann die einzige Heiztechnik sein, die durchwegs die oberen Labelklassen A+ bis A+++ erreicht.“ Er fordert, dass die Politik die geltenden Förderbedingungen zugunsten der erneuerbaren Wärme ausbaut. „Dazu gehört aus unserer Sicht unter anderem eine Weiterentwicklung des Marktanreizprogrammes (MAP), das Sanierern Investitionszuschüsse für den Umstieg auf regenerative Wärmeerzeuger bietet“, so Stawiarski. Durch vereinfachte Genehmigungsverfahren, mehr Fördertatbestände und höhere Zuschüsse könne die Bundesregierung die Nutzung von Wärmepumpen effektiv vorantreiben.

Den beständigen Trend zur Luftwärmepumpe kommentiert der BWP-Geologe Dr. Martin Sabel. „Unsere Erdwärme-Planer und Bohrunternehmen berichten, dass sich die Projektanfragen verstärkt in Richtung großer Wohn- und Gewerbebauten verlagern, während die Nachfrage im Ein- und Zweifamilienhausbereich nach wie vor zurückgeht.“, so Sabel. Offenbar seien die Vorteile, etwa durch die besonders hohe Effizienz von erdgekoppelten Wärmepumpen, die Möglichkeit des passiven Kühlens und die über Generationen nutzbare Wärmequelle noch zu wenig bekannt. Die Vorteile machten sich eher langfristig bezahlt und fänden angesichts der zunächst vergleichsweise hohen Investitionskosten zu wenig Berücksichtigung bei der Kaufentscheidung. Hinzu kämen Unsicherheiten durch das notwendige Genehmigungsverfahren für die erforderlichen Bohrungen.

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